Maine Coon Cats of Loveliness

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Wunderkater - Entstehung von bunten Kater


Unsere Erfahrung :
Wunderkater MezzoMixx of Loveliness



Unser weibliches Maine Coon Baby Fantaghiro of Loveliness
erwies sich im Alter von 4 Monaten, als Kater
und wurde als MezzoMixx of Loveliness, umgetauft.
Wir waren anfangs sehr skeptisch, doch die Besitzerin hat sich mutig,
dem Thema gestellt und die Studie hat bewiesen :
Es konnten weder eine Trisomie, noch weibliche Chromosome gefunden werden. Daher handelt es sich bei MezzoMixx zum derzeitigen Wissensstand
um einen XY/XY - Chimären
und somit um einen gesunden und uneingeschränkt fruchtbaren Kater.

Wir wünschen unserem Wunderkater ein schönes langes und erfülltes Leben.

MezzoMix darf keinen fremden Damen zur Fremddeckung zur Verfügung stehen
Kitten vom Wunderkater dürfen nur mit unserer schriftlichen Genehmigung
in die Zucht gegeben werden.






INFOS VON A-Z












 

Entstehung von bunten Katern

Ich versuche es hier verständlich, für Laien zu erklären :
Ein Kater hat als Geschlechtschromosomen ein X und ein Y,
ein Weibchen hat 2 mal ein X,
deshalb werden männliche Säugetiere mit XY
und weibliche Säugetiere mit XX bezeichnet.
Ich schreibe hier ausdrücklich von Säugetieren,
weil es bei Vögeln gerade umgekehrt zutrifft.
Bei der Katze ist die Spezialität, das das Gen für die rote Farbe, auf dem X-Chromosom sitzt.
Also, eine Kätzin kann auf einem der X-Chromosomen
ein rotes Gen haben und auf dem anderen X-Chromosom nicht,
dann zeigt sie die Farbe schildpatt.
Wenn die Kätzin auf beiden X-Chromosomen ein rotes Gen hat,
ist sie rot.
Da ein Kater nur ein X-Chromosom hat, kann der Kater nur rot sein,
wenn auf diesem ein rotes Gen ist, oder eben nicht rot
Da von beiden Elterntieren immer nur die Hälfte
eines Chromosomenpaares weiter gegeben wird,
können folgende Jungtiere entstehen:

Roter Kater X nicht roter Kätzin
Alle weiblichen Nachkommen erhalten das rot tragende X-Chromosom des Vaters und ein nicht rot tragendes X-Chromosom der Mutter
und sind somit schildpattfarben.
Alle Kater sind nicht rot,
weil sie das nicht rot tragende X-Chromosom der Mutter
und das Y-Chromosom des Vaters erhalten.

Roter Kater X schildpatt Kätzin

Hier gibt es dann eine bunte Mischung,
je nach dem welches rot tragende X-Chromsom,
welches Jungtier erhält.
Alle Töchter erhalten ja das rot-tragende X-Chromosom des Vaters.
Alle Töchter und Söhne erhalten
entweder ein rot tragendes X-Chromosom der Mutter
oder eben ein nicht rot tragendes Chromosom.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%,
so kann es in dieser Verpaarung
rote Kater, rote Kätzinnen, schildpattfarbene Kätzinnen
und nicht rote Kater geben, nichts Anderes.
Wenn wir also genau so weiter kombinieren,
gibt es von rotem Kater X roter Kätzin nur rote Nachkommen
und von einem nicht roten Kater X schildpattfarbener Kätzin,
je zu 25 % rote Kater, nicht rote Kater,
schildpattfarbene Kätzinnen und "normale" Kätzinnen,
welche nicht rot und nicht schildpattfarben sind.
Sollen es also rote oder schildpattfarbene Katzen und Kater geben,
MUSS ein Elternteil auf dem X-Chromosom rot tragen, sonst erscheint die Farbe nicht.
Ich schreibe hier bewusst nur von "Rot",
das Gleiche gilt natürlich auch für die verdünnten Farben der Rotserie, wie creme, blue creme ,(tortie) usw. es ist hier einfach,
für Laien verständlich erklärt.

Wie kann es einen tortie Kater geben?

Tortie Kater haben einen Gendefekt,
sie haben eine Chromosomensatz XXY,
also mit einem überzähligen X-Chromosom.
Dieser Gendefekt kommt auch bei Menschen gar nicht so selten vor,
der Name dafür ist "Klinefelter-Syndrom".
Diese Kater haben also das Y-Chromosom, damit sie ein Kater sind,
sowie 2 X-Chromosomen, von denen eines das Gen für Rot trägt
und sie zeigen deshalb die Schildpattfarbe.

Es gibt, einfach eingeteilt, ca. 3 Möglichkeiten für einen Kater
zu einer Schildpattfärbung zu gelangen:

1. durch fehlerhafte Zellteilung vor der Befruchtung.
Dadurch entstehen meist unfruchtbare Klinefelter.
Wie normale Katzen haben Klinefelter keine Möglichkeit Verdünnung und Vollfarbe gleichzeitig zu zeigen.

2. durch fehlerhafte Zellteilung nach der Befruchtung,
dadurch entstehen teilweise fruchtbare Mosaiktiere.
Da Mosaiktiere ebenfalls aus nur einer befruchteten Zelle entstehen,
haben auch sie keine Möglichkeit gleichzeitig blau- und schwarzschildpatt zu sein.

3. durch Verschmelzung von Geschwistern kurze Zeit
nach der Befruchtung,
dadurch entstehen Chimären, die auch teilweise fruchtbar sein können.
Da Chimären aus zwei, oder sogar noch mehr,
einzelnen Individuen entstehen,
haben sie als einzige die Möglichkeit Verdünnung und Vollfarbe gleichzeitig zu zeigen.

Sind tortie Kater zu Forpflanzung geeignet?


In den allermeisten Fällen ist es möglich.
Ich habe im Laufe vieler Züchterjahre viele bunte Kater
von verschiedenen Rassen gesehen,
Einige sind auch erfolgreiche Ausstellungstiere mit einer Reihe
von Nachkommen.

Hier ist es wahrscheinlich vergleichbar,
mit dem Klinefelter-Syndrom beim Menschen.
Beim Menschen, wo ja auch nur die Jungen und Männer betroffen sind,
besteht eine normale geistige Entwicklung.
Allerdings eine eingeschränkte Testosteronproduktion,
welche dann oft zu einem etwas höheren Körperwachstum
mit einer geringen Hodengrösse
und oft stark eingeschränkter Spermienanzahl führt.
Auch bei Tortie Katern ist das Gleiche zu beobachten.
Sie haben sehr oft das gelassene Gemüt von kastrierten Katern,
spritzen oft nicht und sind nicht so sehr
am anderen Geschlecht interessiert,
aber rollige Kätzinnen wissen meistens auch,
wie sie solche Kater erobern
und auch eine Anzahl von nur 10% aktiver Spermien,
genügen um Nachkommen zu zeugen.
Die Meisten der tortie Kater sind allerdings genetisch
entweder rot oder nicht rot,
nur ganz wenige geben beide Farben an die Nachkommen weiter.
Grundsätzliches : Es gibt tortie Kater,
sie sind gar nicht so selten wie gedacht wird,
in der Zucht von roten Katzen liegt der Anteil
bei etwa 1 Tortie Kater auf 500 geborene Kitten.
Sicher kommt das Klinefelter-Syndrom auch bei Katzen
mit anderen Fellfarben vor,
hier ist es aber für die Züchter und Katzenbesitzer
nicht sichtlich erkennbar,
denn die Kater entwickeln sich vollkommen normal
und so hat vielleicht Mancher
nicht spritzende und deckfauler Kater in Wirklichkeit
diesen Gendefekt.
Diese Kater sind einfach nett und lieb und eine Besonderheit,
aber sonst ganz normale, nicht behinderte und normal alt werdende, nette Hausgenossen.

 

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