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Welpenaufzucht

Wie verläuft die normale Entwicklung der Welpen?

Welches unterschiedliche Verhalten der Katzenmütter
bei der Jungtieraufzucht gibt es?

Welche möglichen Probleme kann es bei der weiteren Entwicklung geben?

Wie reagiere ich bei Durchfall während der Nahrungsumstellung?

Welche allgemeinen Gefahrenquellen gibt es?

Was mache ich, wenn die Katzenmutter ihren Wurfe verschleppt?

Was muss ich in Punkto potente Kater und Zuchtkatzen beachten?

Wie gestaltet sich die Aufzucht von "Einzelkindern"?

Normale Entwicklung

Wurfstärke:
bei Langhaarkatzen ca. 3 - 4,
Kurzhaarkatzen ca. 4 - 6,
beim 1. Wurf oftmals nur 1 - 2 Jungtiere
Geburtsgewicht: ca. zwischen 75 und 110 g,
es gibt aber auch durchaus Babys mit einem Geburtsgewicht von ca. 50 g
oder sogar mit bis zu 160 g !
Optimales Ausgangsgewicht ca. 90- 100 g.

Die optimale Gewichtszunahme pro Tag sollte zwischen 5 - 20 g liegen,
weniger als 5 g pro Tag sind meistens auffällig.

Es kann sein, dass einzelne Babys in den ersten beiden Tagen etwas abnehmen, bis die Milch bei der Mutter richtig eingeschossen ist.

Das ist in der Regel kein Grund zur Beunruhigung.

Wichtig:
tägliches Wiegen aller Babys, möglichst immer zur gleichen Tageszeit.
Gewichte in Tabelle notieren, damit die Zunahme überwacht werden kann.

Die Entwicklung verläuft optimal, wenn die Babys pro Woche
um ihr Geburtsgewicht zunehmen.
Notitzen, wie Nabelablösung und wann die Augen geöffnet wurden, sind sinnvoll.

Mit Zufüttern in den ersten 2 - 3 Tagen sollte man sehr zurückhaltend sein,
da sich Mutter und Kinder erst aufeinander einspielen müssen.

Bei großen Würfen (6 Welpen oder mehr),
kann Zufüttern in den ersten Tagen wichtig sein, da manchmal nicht alle Babys gleich kräftig sind und einzelne zu kurz kommen können.

Zufüttern:
Notfalls wenn nichts anderes greifbar ist: 10%ige Dosenmilch (lauwarm)
eine qualitativ gute Ersatzmilch für Katzenwelpen:
z.B. von IWEST Mammilac, Ziegenmilch Farm Food ,
Cimilak (gibt es beim Tierarzt) 

Füttern:
Anfangs durchsichtige Silikonsauger mit Pipette, dann
Babynuckelflasche und Gummisaugern für Katzen
(gibt es im Zoogeschäft oder in der Apotheke),
bitte Sauglöcher nicht zu groß setzen.

ACHTUNG!

Katzenbabys haben einen winzigen Magen.
Lieber öfter kleine Mengen füttern.

Wichtig:

Babys beim Zufüttern nicht auf den Rücken legen,
da sie sich sonst verschlucken!
Wenn der Welpe sich verschluckt hat und Milch aus der Nase austritt,
sofort absaugen (wie bei der Geburt), da sonst Milch in die Lunge geraten kann und der Welpe mit großer Wahrscheinlichkeit eingeht!

Wichtig:

Bei Katzenwelpen, die nicht von der Mutter versorgt werden,
muss man nach jedem Füttern mit einer kleinen weichen Bürste
den Bauch (vom Nabel in Richtung After) massieren,
bis der Welpe Kot und Urin absetzt.

Die Kleinen können in den ersten 2- 3 Wochen nicht allein auf`s Klo
und gehen an Verstopfung ein, wenn man sie nicht putzt.

Wichtig:

Bei Welpen, die sich nach 2 - 3 Tagen nicht normal entwickeln, schlecht zunehmen und sehr unruhig sind, sollten Sie unbedingt auf die Farbe des Urins achten: Ist dieser nicht wasserhell, sondern rötlich oder orangefarben,
kann eine Blutgruppenunverträglichkeit vorliegen,
die zum Tode des Welpen führt.

Abhilfe:
Jungtier sofort von der Mutter trennen und 3 Tage lang von Hand füttern.
Danach kann das Baby wieder zur Mutter,
weil dann keine Antikörper mehr ausgeschieden werden.

Wichtig:

Die erste Krise - wenn sie kommt - liegt zwischen dem 3. und 5. Lebenstag.
Welpen, die an verborgenen Defekten leiden
(Organschäden oder Fehlfunktionen, Schwäche etc.)
überleben meistens die erste Lebenswoche nicht.

Hier kann man in vielen Fällen auch medizinisch nicht helfen.

Es gibt immer wieder Jungtiere, die nicht lebensfähig sind
und auch durch massiven tierärztlichen Einsatz nicht zu retten sind.

Ist ein Jungtier nur kleiner als die Geschwister,
ansonsten aber körperlich gesund, kann man durch Zufüttern helfen.

Zufüttern heißt aber, alle 2 - 3 Stunden, Tag und Nacht,
regelmäßig die Flasche geben.
Längere Zeitabstände, vor allem nachts, sind eine Quälerei für den Welpen
und die Jungtiere verlieren dann über Nacht wieder das Gewicht,
was sie tagsüber zugelegt haben.

Kann man eine regeImäßige Versorgung
(über einen Zeitraum von mindestens 4 Wochen ab Geburt) nicht sicherstellen
und ist auch keine Amme zu bekommen, sollte man kränkliche Welpen
vom Tierarzt einschläfern lassen, denn sonst hungern sie sich zu Tode.

Wenige Tage alte Babys, die in der Entwicklung etwas nachhinken,
sollte man nicht zu früh und nicht sofort zufüttern.

Man kann sie auch durch zuviel gutgemeinte Pflege "totpflegen"
(z.B. durch Verschlucken von Milch, unregeImäßiges Füttern,
falsches Ersatzfutter, Durchfall, Verstopfung etc.).

Wichtig:

Hat man einen Wurf, so sollte man die Jungtiere so wenig wie möglich hochnehmen oder anfassen.

Sie brauchen Ruhe, Wärme und regeImäßige Pflege durch die Mutter.

Zuviel Herumgetrage führt oftmals dazu, dass die Mütter die Würfe herumschleppen und verstecken wollen, oftmals an wenig geeignete Plätze (Schränke, Schubladen, unter Möbeln auf dem blanken Fußboden).

VORSICHT vor dem Einsatz von Wärmelampen, Heizdecken
oder Wärmflaschen !
Wenn eine zusätzliche Wärmequelle notwendig ist,
darf diese nie über der gesamten Wurfkiste ausstrahlen
oder in die ganze Kiste gelegt werden.

Wir empfehlen den Snuggelsafe für optimale Wärme.

Die Babys müssen auf kühlere Flächen ausweichen können,
da sonst die Gefahr des Austrocknens besteht! 

Unterschiedliches Verhalten der Mütter

Es gibt verschiedene Verhaltensweisen bei Katzenmüttern.
Unterteilen wir Sie der Einfachheit halber in Typ A bis Typ D.

Typ A
Die Katze liegt direkt nach der Geburt und danach
die nächsten 2 - 3 Wochen fast nur in der Wurfkiste und
kommt nur zum Fressen und für den "Gang auf Katzenklo" heraus.

Babies solcher Mütter entwickeln sich in der Regel prächtig.
Sie nehmen fantastisch zu und haben kaum Probleme.

Typ B
Die Katze ist ruhig und gelassen, geht regelmäßig zum Säugen und Putzen
zu ihren Kindern, liegt aber ansonsten neben und auf der Wurfkiste
und zieht ihre Babys souverän, aber ohne übertriebene Putzsucht auf.

Auch Babys solcher Mütter entwickeln sich meistens sehr gut.

Typ C
Die hektische und unerfahrene Mutter - Oftmals erstgebärende Katzen,
die mit der Geburt und der anschließenden Aufzucht ihrer Kinder
völlig überfordert sind.
Sie nabeln nicht vernünftig ab und manche laufen sogar voller Entsetzen
vor ihren Neugeborenen davon.

Sie wollen nicht in der Kiste liegen, laufen bei jedem Piepser ihrer Kinder hektisch durch die Gegend und fühlen sich nicht zuständig,
wenn ihre Babys schreien.

Solche Mütter haben häufig sehr unruhige und weinerliche Babys,
die schlecht zunehmen, weil sie einfach zu wenig zu fressen bekommen.
Es kann sich bei einer solchen Katze um eine einmalige Ausnahme handeln,
weil das Tier einfach unerfahren ist.

Beim zweiten Wurf kann sich die Katze ganz anders verhalten.

Es gibt aber auch Katzen, die für die Zucht nicht geeignet sind
und von ihrem Verhalten her keine Babys haben sollten.

Leider ist ein solches negatives Zuchtverhalten oft auch bei den Töchtern solcher Mütter zu beobachten.

Also, am besten kastrieren lassen.

Typ D
Es gibt auch gesellige Mütter, die es lieben,
mit der Wurfkiste mitten im Geschehen zu sitzen.
Allen Besuchern wird der Wurf stolz vorgeführt
und alle anderen Katzen im Hause haben geradezu die Pflicht,
den Nachwuchs zu bewundern.
Andere Katzenmütter, Adoptivtanten und selbst die Kater
sind gerngesehene Zuschauer.

Solche Katzen ziehen durchaus auch ihre Babys zusammen mit anderen Müttern auf.
Das kann für den Züchter eine sehr schöne Erfahrung sein,
weil es hübsch zu beobachten ist, es kann aber auch dazu führen,
dass die Gemeinschaftsmütter nicht mehr wissen,
für welche Kinder sie zu sorgen haben, und dass die Babys darunter leiden.

Dann hilft nur: Mütter trennen. 

Problempunkte bei der weiteren Entwicklung der Jungtiere

Nabelentzündung:
Normalerweise trocknet der Nabel in den Tagen nach der Geburt ein
und fällt irgendwann nach ca. 1 Woche von allein ab.

Entzündet sich der Nabel, so bleibt er feucht, der Bauchbereich schwillt an
und das Jungtier geht an einer Infektion zugrunde.
Vorbeugung: Täglich beim Wiegen "Nebacetin-Puder" auf den Nabel geben,
bis er abgefallen ist.

Da Nebacetin-Puder ein antibiotisches Puder ist,
wird es nur auch Rezept erhältlich sein.

Augen:
Mit ca. 9 - 12 Tagen beginnen die Augen der Babys sich zu öffnen.

Zuerst schwellen die Augenlider an, dann ist im Augenwinkel ein kleiner Spalt
zu sehen, manchmal ist nur ein Auge auf
und das andere öffnet sich etwas später.
Beim Öffnen schwimmen die Augen oft in Tränenflüssigkeit,
die sehr leicht verkrustet.

Sollte man bemerken, dass es evtl. zu Verkrustungen kommt,
dann mehrmals täglich mit warmem Wasser die Augenlider vorsichtig abtupfen.

Sind die Augen morgens verklebt, die Krusten mit warmem Wasser aufweichen und die Lider vorsichtig öffnen, damit sich keine Eiteransammlung
unter den geschlossenen Lidern bildet.

Mit Augenentzündungen ist nicht zu spaßen!
Verkleben die Lider immer wieder, mit dem Welpen zum Tierarzt gehen,
sonst kann er unter Umständen erblinden.

In den nächsten 2- 3 Wochen sollten die Jungtiere eigentlich problemlos heranwachsen, regelmäßig zunehmen und so gut wie nie weinen.

Jungtiere, die ständig jammern, zeigen an, daß ihnen etwas fehlt.
Nachprüfen, ob die Mutter genügend Milch hat und alle Babys saugen.

Jungtiere auf Durchfall oder Verstopfung untersuchen.

Wenn man von Hand aufzieht, sollte man die Ersatzmilch nicht wechseln,
da es sonst schnell zu Verdauungsproblemen kommt.

Hat die Mutter ausreichend Milch und nehmen die Kinder gut zu,
braucht man nicht schon ab der 5. Lebenswoche mit dem Zufüttern
von fester Kost zu beginnen.

Sind die Kleinen eher etwas mickrig, kann man mit Beginn
der 4. Lebenswoche zufüttern.

Zuerst Griesbrei (Instant-Babybrei mit heißem Wasser oder Tee angerührt), oder Mehrkorn-Brei, mit Dosenmilch, zusätzlich kleine Portionen Beefhack
oder Dosenfutter.
Danach aufgeweichtes Kitten - Trockenfutter,
mit etwas Dosenfutter vermischt,
bis die Kleinen normale feste Kost fressen und vertragen.

Spätestens mit 4 Wochen sollte man alle Babys und die Mutter entwurmen, danach noch einmal vor den beiden Impfterminen (9. und 13. Woche).

Problem - Durchfall

Es kommt immer wieder vor, dass die Katzenwelpen in der Phase
der Futterumstellung (zwischen 4 - 6 Wochen)
an einer Durchfall- oder Brechdurchfallattacke leiden.

Dies beginnt meist bei einem Tier und steckt dann der Reihe nach alle Jungtiere und oft auch die Erwachsenen an.

Bei Brechdurchfall verlieren die Tiere sehr viel Flüssigkeit und Mineralstoffe, sie verlieren stark an Gewicht,
sind appetitlos und sehr angegriffen.

Es ist sofortige Hilfe nötig! 
Zu der Hilfe gehört auch eine Diät.

Man verabreicht keine Milch mehr (außer Muttermilch),
kein Fett und auch kein Dosenfutter!

Flüssigkeit wird in Form von ungesüßtem schwarzen Tee
oder noch besser zugeführt.

Sollten die Welpen nicht selber trinken,
dann notfalls mittels einer 2ml Einwegspritze!

Zusätzlich sollte 1 x täglich Prifidiar subkutan (v. Tierarzt) gespritzt werden (Dosierung nach Gewicht).
Als Hilfsmittel gegen die Bauchkrämpfe kann der Tierarzt Buscopan
oder auch ein anderes Mittel spritzen (ist auch in Prifidiar enthalten).

Zur Festigung des Stuhlgangs und Vermeidung von weiterem Flüssigkeitsverlust 2 x täglich Lopedium - Tropfen geben.

Mehrere Tage lang Diätfutter geben, und danach langsam das Futter umstellen.


Rezept für Diätfutter, für Jungtiere und erwachsene Katzen

1 gehäufter Esslöffel Kartoffelpürreepulver (ohne Milch!)
1 gehäufter Esslöffel Reisflocken (z.B. von Milupa für Babys)
mit heißem Wasser suppig anrühren, dazu
2 Teelöffel Babykost aus dem Glas (z.B. Rindfleisch mit Gemüse)
und je 1 Prise Salz und Zucker zur Ergänzung der Mineralstoffe.
Diese Mischung mehrmals täglich in kleinen Portionen lauwarm anbieten,
nach 3 - 4 Tagen langsam wieder Dosenfutter untermischen
und allmählich umstellen.
Bei Durchfällen ohne Brechreiz hilft oftmals auch "Magnesium phosphoricum",
D 6 oder D 8, als Tablette, mehrfach täglich gegeben.
Bekommt man die Durchfälle nicht in den Griff, unbedingt Tierarzt aufsuchen.

Weitere Rezepte sind auf der Infoseite unter Ernährung zu finden !

Allgemeine Gefahrenquellen bei der Jungtieraufzucht

Benutzt man als Wurfkiste einen Pappkarton, muss man darauf achten,
dass die seitlichen Löcher zugestopft sind, da die Babys
sonst möglicherweise mit dem Kopf hängen bleiben.
Keine Frotteetücher in die Wurfkiste, da sich die Krallen verhaken können.
Bei zurechtgeschnittener Bettwäsche, sollte man die Säume umnähen,
da sonst lange Leinenfäden herausribbeln können, in denen sich die Babys verfangen und schlimmstenfalls aufhängen können.
Passen Sie unbedingt auf, dass neben der Wurfkiste
keine Hohlräume zur Wand sind.
Falls Babys herausfallen können sie sich dort verkriechen
und werden von der Mutter nicht mehr gefunden.
Unbedingt vor die Wurfkiste ein dickes weiches Tuch legen.

Falls Baby beim Säugen mit aus der Kiste gezogen wird,
droht sonst auf dem Fußboden Unterkühlung.
Vorsicht vor Spielsachen mit gefährlichen Knopfaugen, Ösen, Gummibändern
und spitzen Teilen - es besteht Verletzungs- und Verschluckgefahr.

Vorsicht vor Zugluft.

Mit der Hand am Boden vor der Wurfkiste prüfen, ob es dort nicht zieht, notfalls ein Tuch über die Wurfkiste legen.

Temperatur in der Wurfkiste prüfen (ca. 20 Grad).

Alle Unterkriechmöglichkeiten in der Wohnung (unter Küchenmöbeln,
hinter Kleiderschränken, hinter Kühlschränken) zustopfen,
da sich die Babys gern dort verkriechen, wenn sie anfangen zu laufen.


Ab ca. 4. Lebenswoche gehört der Katzennachwuchs
in einen vergrößerten Auslauf mit Klo, damit sie sauber werden.

Nicht einfach in der Wohnung herumkrabbeln lassen.
Sie machen in alle Ecken und gehen dann immer wieder dort hin,
wo es "so gut riecht".
Erst wenn alle Kinder aufs Klo gehen, kann man sie auch frei laufen lassen.

Ab ca.6 Wochen, möglichst aber nicht den ganzen Tag unbeaufsichtigt.


Vorsicht vor sehr hohen und steilen Kratzbäumen,
insbesondere in der Nähe von Möbelkanten oder Heizkörpern.

Es droht dort Absturz- und Verletzungsgefahr.
Achtung bei der Katzenstreu: junge Katzen lieben es,
die Streukrümel zu probieren.
Das kann zu erheblichen Verstopfungen führen.

Notfalls für die ersten Wochen eine ganz feine Klumpstreu verwenden.
Aufpassen, wenn leichtgängige Wohnungstüren offen stehen.

Die Kleinen verstecken sich gern dahinter und langen mit den Pfoten
durch die Türspalten.

Ein Windstoß kann genügen und es gibt eine Katze mehr mit "Knickschwanz". Türen feststellen.

Achtung auf dem Balkon:
Die Abstände zwischen den Balkonverkleidungen und den Seitenwänden
und Fußböden sind oftmals so groß, dass Jungtiere durchschlüpfen können.


VORSICHT im Sommer bei Bienen und Wespen.

Kleine Katzen sind neugierig und wollen diese interessanten Brummer fangen.

Bei Insektenstich im Kopfbereich sofort kontrollieren, ob Stachel stecken geblieben ist. Diesen entfernen und Stichstelle mit kaltem Waschlappen kühlen.

Schwillt die Verletzung, insbesondere im Maul oder im Rachen, stark an,
sofort zum Tierarzt.

Sonst droht Erstickungsgefahr.
Zur Vorbeugung im Sommer elektrische Insektenfallen aufhängen.
Schwellungen außerhalb und an den Pfoten gehen meist schnell wieder zurück.
Es gibt spezielle Neonleuchten, die Insekten anlocken
und an denen diese bei Kontakt verbrennen. 


Mütter, die ihre Würfe verschleppen

Oft neigen Katzenmütter dazu, wenige Tage nach der Geburt "mit ihren Babys umzuziehen"; d.h. sie tragen die Babys aus der Wurfkiste
und legen sie an den unterschiedlichsten Stellen ab.
Leider zeigen die Mütter dabei manchmal wenig Verstand:
Man findet Babys auch auf kalten Fußböden, in den Zimmerecken verstreut, hinter Schränken usw. und oftmals nicht alle beieinander.
Die Kleinen leiden unter diesem Herumtragen sehr, kühlen schnell aus
und verlieren an Gewicht.

Abhilfe:
Einige Tage nach der Geburt eine andere Babykiste anbieten -
regelmäßig die Tücher in der Kiste wechseln, einen ruhigen,
dunklen Platz für die Wurfkiste suchen und diese halb mit einer Decke abdecken.

Hilft das alles nichts, muss die Katze "in den Knast".

D.h. am besten in einen Aufzuchtdrahtkäfig, Größe ca. 70 x 70 x 140 cm
(wie ein Ausstellungsdoppelkäfig), mit Abdeckung oben
oder beliebt sind auch Nylontransportboxen, die 3 fach zu öffnen sind.

 

Der Boden wird mit warmen Tüchern abgedeckt und in das Gitter
schiebt man rundherum ca. 15 cm hoch einen Streifen aus Pappe,
Plexiglas oder Teppichboden.
Dieser verhindert, daß die Mutter die Kleinen an das Gitter trägt,
dort absetzt und diese dann durch die Trennstäbe kriechen.
Man muss auf die Mutter einreden, wenn sie anfangt zu schleppen
und sie energisch ausschimpfen.

Manchmal hilft es auch, wenn man sie mehrfach scharf anpustet. Katzen empfinden dies als Anfauchen und hören dann häufig mit dem Herumtragen auf.
Der beste Schutz ist aber eine ruhige, abgedunkelte Ecke,
notfalls im Aufzuchtkäfig.

Die Phase des Umziehens geht bei den meisten Katzen
glücklicherweise nach einigen Tagen vorbei.

Manche Mütter sind aber sehr hartnäckig und müssen längere Zeit im Käfig bleiben.

Potente Kater und Zuchtkatzen

Man sollte auch darauf achten, dass Mutterkatzen nicht längere Zeit
allein mit potenten Katern zusammenlaufen.

Wenn man berufstätig ist, bekommt man gar nicht mit,
dass viele Kater Katzen kurz vor und auch nach der Geburt für rollig halten,
weil diese offenbar ähnlich riechen.

Es kann nicht sinnvoll sein, dass der Kater Deckversuche macht
und die Katze ständig belästigt. Also bitte getrennt halten.

Wir haben dieses Verhalten bisher allerdings noch bei keinem unserer Kater bemerken können.

Man sollte die Tiere unter Aufsicht zueinander lassen
und danach entscheiden ob getrennt wird oder nicht.

Potente Kater sollten in der Nähe von Jungtieren unbedingt beobachtet werden.

Es kann in seltenen Fällen vorkommen, dass die Kater die Jungtiere decken wollen - also auch hier bitte getrennt halten wenn Sie dieses Verhalten beobachten sollten.

Übrigens, es kommt häufig vor, dass eine Mutterkatze
bereits wieder rollig wird, wenn sie noch Junge hat!

Manchmal schon 4- 6 Wochen nach der Geburt.

Potente Kater sollte man also fernhalten,
sonst gibt es ganz schnell unerwünschten Nachwuchs.

Problemfall Einzelkinder

Hat eine Katze nur ein Junges bekommen oder ist aus einem Wurf
nur eines am Leben geblieben, hat man schnell Probleme mit der Aufzucht.

Die Katzenmutter bleibt meistens nicht gern bei nur einem Baby liegen
und das Einzelkind ist allein in der Wurfkiste todunglücklich.

Bei den seitlichen Pendelbewegungen, die es mit dem Kopf macht,
findet es weder die Mutter noch weitere Geschwister
und gerät so in Unsicherheit.

Es kann sein Kuschelbedürfnis nicht befriedigen und findet keinen Halt
in der Kiste.
Hat man noch Jungtiere aus anderen Würfen, kann man versuchen,
eines dazuzulegen.

Ansonsten hilft es, z.B. ein Stückchen Fell oder oder ein kleines Spielzeug
mit in die Kiste zu legen (eventuell mit ein wenig Baldrian betupft),
damit das Einzelbaby sich dort ankuscheln kann.

Meist hat das Kind sich nach einigen Tagen an die Situation gewöhnt
und findet sich damit ab.

Einzelbabys brauchen aber mit zunehmendem Alter
besonders viel menschliche Zuwendung,
damit sie sich normal entwickeln und auch genügend spielen,
sonst werden sie später etwas merkwürdig.

Auch bei Welpen aus normalen Würfen muss man sich spätestens
ab der 4. Woche täglich mit den Kleinen beschäftigen,
sie auf den Schoß nehmen, streicheln, kämmen und mit ihnen spielen,
damit sie zu menschenbezogenen Jungtieren heranwachsen.

Was die Babys in dieser Phase zwischen der 4. und der 8. Lebenswoche
an Zuwendung mitbekommen (oder auch nicht), prägt sie für ihr ganzes Leben.

Auch der Umgang in einer menschlichen Wohnung und die Spielregeln,
was man darf und was nicht, müssen in dieser Zeit vermittelt werden.

Vernachlässigt man seine Jungtiere in dieser Zeitspanne, werden sie scheu, lassen sich nicht gern anfassen und die spätere Pflege wie Kämmen und Baden werden zum Problem.

Das typische Verhalten kann man bei vielen Bauernhofkatzen beobachten,
die wild aufwachsen und nie wirklich zutraulich werden.

Viele Unarten wie Betteln, auf dem Tisch liegen, an den Möbeln kratzen etc. kann man am besten in diesem frühen Alter abgewöhnen
und in die richtigen Bahnen lenken.

Erwachsene Katzen lassen sich nur schwer erziehen.

Wichtig im Umgang mit Katzenkindern ist KONSEQUENZ
Entweder die Katze darf ins Bett - oder eben nicht.
Entweder sie darf auf dem Sofa liegen - oder nicht.

Mal ja und Mal Nein versteht kein Tier und man tut sich selbst keinen Gefallen, wenn man sich von seiner Katze tyrannisieren lässt.

Auch ausgefallene Futtergewohnheiten werden den Katzen meistens anerzogen.

Ein Züchter wird bemüht sein, qualitativ gutes und abwechslungsreiches Futter zu geben, aber keine albernen Leckereien,
die letztendlich nur die Futtermittelindustrie erfreuen.
Katzen begreifen sehr schnell, das Katzenfutter grundsätzlich
nur auf dem Fußboden steht, nicht auf dem Tisch.

Man darf sie allerdings nicht zum Betteln verführen.

Info`s zur Handaufzucht sind auf der Infoseite unter Gesundheit zu finden !

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