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Nur einmal Babys ?

„Wir möchten gerne, dass meine Kinder auch einmal das Wunder der Geburt miterleben“, mit diesem oder einem ähnlichen Wunsch
treten oftmals Kaufinteressenten an einen Züchter heran.
Wir möchten Ihnen hiermit ein wenig verdeutlichen,
warum die meisten Züchter diesen Wunsch nicht erfüllen werden.
Von den erheblichen Kosten, die bei einer seriösen Zucht entstehen,
wurde bereits unter der Rubrik Anschaffung ausführlich berichtet.
Hinzu kommt aber, dass selbst wenn man mit seiner Katze
auch nur einmal einen Wurf haben möchte,
man zunächst einem Katzenverein beitreten muss.
Weiterhin müssen Sie Ihre Katze auf einer Katzenausstellung präsentieren.

Dort muss Ihre Katze dann von einem Richter die notwendige Bewertung „Vorzüglich 1“ erhalten, denn nur dann darf mit Ihrer Katze eigentlich erst gezüchtet werden.
Gleiches gilt natürlich auch für den passenden Deckkater,
der zunächst auch erst einmal gefunden werden muss,
nur selten in der näheren Umgebung wohnt und natürlich vom Stammbaum her, geeignet sein muss.
Die Katze wird während Ihrer Rolligkeit zum Deckkater gebracht,
es bedeutet enormer Stress, fremde Umgebung unsw., weiterhin fordert
der Deckkaterbesitzer für die Deckung eine Deckgebühr, Gesundheitstest,
etc. , ebenfalls sollte der Katzenbesitzer auf Gesundheitsatteste bestehen,
die weibliche Katze, läuft Gefahr, sich beim Deckakt das tödliche FIV-Virus (Katzenaids) einzuhandeln, welches durch den Nackenbiss übertragen wird.

Weiterhin kommt hinzu, dass kein seriöser Züchter gestattet,
dass seine Katze von einem Kater einer fremden Rasse gedeckt wird.
Sind diese Hürden überwunden und die Katze ist tragend,
kommt irgendwann der planmäßige Wurftag.
Das bedeutet, spätestens fünf Tage vor dem Geburtstermin sollte die Katze nicht mehr allein sein und auch nachts legt man sich in der Nähe der Wurfkiste schlafen. Der Geburtstermin kann sich auch verschieben,
denn in der Natur läuft nicht immer alles planmäßig,
somit läßt sich das Vorhaben mit der Berufstätigkeit schwierig planen.

Bevor die Geburt beginnt, sollte sich die gesamte Familie nicht nur
auf das „Wunder Geburt“ vorbereiten, sondern auch auf den Tod.

Selbst wenn die meisten Katzengeburten problemlos verlaufen
und viele Katzen es ganz allein meistern, kann es vorkommen,
das missgebildete,
deformierte oder auch leblose Kitten geboren werden.

Das Muttertier kann während der Geburt einen Kollaps erleidet
und mit ihr die Kitten im Leib verenden.
Selbst wenn alle Kitten problemlos auf die Welt gekommen sind,
kann eins davon durchaus krank sein und wird von seiner Mutter nicht angenommen.

Sie wird dieses Kitten immer wieder aus der Wurfkiste heraustragen
und sich nur um die anderen kümmern, im schlimmsten Fall wird sie es töten.

Manche Katzenmütter entwickelt keinen Mutterinstinkt oder produzieren
nicht ausreichend Milch.
Das heißt dann für den Züchter die nächsten
4 Wochen alle 2 Stunden (Tag & Nacht) die Kitten per Hand zu füttern.

Nicht selten geht für einen Wurf ein ganzer Jahresurlaub drauf.
Wir möchten hier kein Panik erwecken, sondern nur ein paar Möglichkeiten darstellen, auf die ein Züchter vorbereitet sein muss.

Oft müssen Züchter den Wunsch nach einem einmaligen Wurf
auch aus vertraglichen Gründen verneinen,
wenn z. B. im Deckvertrag mit dem Katerbesitzer eine Klausel enthalten ist, dass mit den Kitten nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen gezüchtet werden darf.

Ein Katzenbesitzer hat es schwer, die kleinen Fehler seines Liebhabertieres
zu entdecken, es kann z. B. ein zu kleines Kinn sein,
nicht perfekt sitzende Ohren, die Form der Augen unsw.
Denn auch das gehört zu einer seriösen Zucht, so dass man nur mit Tieren züchtet, die dem Ideal der Rasse,
sowie Wesen und Charakter sehr nahe kommen.

Als seriöser Rassekatzenzüchter, bin ich der Ansicht,
dass auch die gezielte Rassekatzenzucht eine Gratwanderung und nur akzeptabel ist, wenn man deren Ziel in der Verbesserung der Rasse sieht, anstatt in der Produktion und dem Verkauf von möglichst zahlreichem Nachwuchs.

Jemand der seine Würfe aufzieht, ohne sie in einem seriösen Katzenverein registrieren zu lassen, sich sonst keinerlei Gedanken zur Rasse macht
und dem es letztendlich auch egal ist, wo die Kätzchen später landen, Hauptsache Bargeld lacht, ist in meinen Augen nur ein sinnloser Vermehrer
und kein Züchter.

Sollten Sie diese Informationen nicht abgeschreckt haben,
Sie aber trotzdem kein Züchter werden möchten, sondern nach wie vor,
nur mal einen Wurf erleben, dann empfehlen wir Ihnen sich mit einem Tierheim oder dem Katzenschutz in Ihrer Nähe in Verbindung zu setzen.

Dort werden immer wieder Pflegeplätze für tragende Katzen gesucht.

So können Sie eine Geburt erleben, ohne das zusätzliche Kitten auf die Welt kommen, für die Sie dann einen Platz auf Lebenszeit suchen müssten,
denn auch das gehört zu den Pflichten eines guten Züchters.

... und niemals das Wohl Ihres geliebten Stubentigers vergessen.

 


Ich liebe mein kleines Kätzchen....


Ich liebe mein kleines Kätzchen, es macht mein Haus zu einem Zuhause.
Es ist immer mein bester Freund und ich fühle mich nie allein.
Es bringt mich zum Lächeln, es bringt mich zum Lachen,
es füllt mein Herz mit Liebe...
Wurde es gezüchtet oder ist es vom Himmel gefallen?
Ich war nie ein Zücher und habe Leben nie durch ihre Augen gesehen.


Ich halte mein Kätzchen während ich hier sitze und nur kritsiere.


Ich kenne ihre Qualen nicht und ich habe niemals ihren Schmerz gefühlt,
ihre Verantwortung und Fürsorge zu jeder Zeit.


Ich habe nie die ganze Nacht durchwacht, um auf die Geburt der Babies
zu warten, der Stress und das Bangen, wenn die Babies am Morgen
immer noch nicht da waren.

Ich habe niemals den Herzschlag eines jungen Lebens in meiner Hand gefühlt,
von diesem geliebten kleinen Baby, das nur 60 g wiegt.

Soll ich dies tun oder das....oder dieses anstelle von jenem?
Alleine kämpfst du und hoffst, daß das Kleine eines Tages zu einer Katze heranwächst,
die anderen Freude bringt und ein Haus zu einem Zuhause macht.
Es hängt alles an dir, und du kämpfst diesen Kampf allein.

Medikamente, Fläschchen, Heizkissen, du hast alles, um es richtig zu machen, fütterst den kleinen schmalen Buben alle 2 Stunden,
Tag und Nacht.

In deinem Herzen weißt du, daß du den Kampf wahrscheinlich verlieren wirst, aber mit Gottes Willen und all deiner Kraft versuchst du,
das kleine Baby zu retten.

Am ersten Tag kämpft der Kleine und du schickst ein Stoßgebet zum Himmel, am zweiten und dritten Tag läuft es mit viel Liebe und Pflege gut.
Am vierten und fünften Tag lebt er immer noch und deine Hoffnungen
steigen himmelwärts, am sechsten Tag fällt er wieder zurück
und stirbt am siebten Tag in deiner Hand.

Du nimmst diesen kleinen Engel und begräbst ihn alleine,
mit schmerzenden Herzen und brennenden Tränen,
aufgebraucht
und voller Leid.
Du fragst dich: "Warum tue ich das?
Warum nehme ich all diese Schmerzen auf mich?"
Doch dann siehst du die Freude, die deine Babies dir machen
und alles erklärt sich von selbst.

Also, wenn du über Züchter nachdenkst und sie als gierig bezeichnest,
denke daran, was sie auf sich nehmen, um eines anderen Wünsche zu erfüllen.
Wenn du ein Kitten mit einem Teil deines kostbaren Geldes kaufst.,
du bezahlst nur mit Geld - wir bezahlen mit unserem Herzen.


Autor unbekannt

Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von D. Raab

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