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Katzen Lexikon

 

Abdominalerkrankungen
Erkrankung des Bauchfells (z. B. Bauchwassersucht)
oder Operationen zur Behebung von Leiden in der Bauchhöle, wie Magenverdrehung, Fremdkörper im Magen oder Darm und Gebärmuttervereiterung.

Abmagerungskur
Unbedingt muss bei übergewichtigen Katzen beachtet werden:
Fett is
t kreislaufbelastend für jede Katze, zudem wird die Gesundheit nachteilig beeinflußt.
Ein einfaches Mittel:
Verschaffen Sie dem Tier mehr Bewegung.
Bei älteren Tieren:
Einen Fasttag pro Woche einlegen.

Abnabeln
Häufig sind die Neugeborenen noch von den Eihäuten umgeben.
Die Mutter befreit das Gesicht des Neugeborenen leckend .
Durch die Leckmassage des Körpers werden Atmung und Kreislauf angeregt.
Normalerweise zieht die Mutter die Nachbeburt an der Nabelschnur heraus und verzehrt sie.
Anschließend frißt sie die Nabelschnur bis hin zum Bauch des Jungen, bis nur noch ein kleiner Rest übrig bleibt.

Abneigung
Antipathie bzw. Widerwillen gegenüber einer anderen Katze oder Menschen.
Katzen beurteilen die Menschen unterschiedlich.
Immer gibt es bevorzugte Personen und solche die von ihr abgelehnt werden.
Die bevorzugte Person muss nicht unbedingt der Futtergeber sein.
Auch fremde Personen werden unterschiedlich angenommen.
Katzen machen die Pathie oder Antipathie von verschiedenen Gesichtspunkten abhängig. Hierbei handelt es sich um Stimmen und Gerüche.

Abortus
Fehlgeburt

Abreagieren
Verhaltensäußerung an einem Ersatzobjekt. Die angestaute Erregungsenergie wird abreagiert. Übersprunghandlung

Absetzen
Familienauflösung

Abschlagen
Wenn die Katzenmutter ihrer Kinder überdrüssig ist,
hält sie sich ihre Jungen durch Fauchen und Schläge vom Leib.
Sie schlägt sie ab.

Abstammungsnachweis
Die in einer Ahnentafel aufgezeigten Ahnen über 3-5 Generationen,
mit den Angaben der Farbnummer, des Namens und des Zwingernamens.

Abszess
Eiteransammlung in nicht vorgebildeter Körperhöle.
Durch in kleine Stich-, Riss- oder Bisswunden eingedrungene Eitererreger ausgelöst,
oft durch eine bakterielle Infektion an der Wunde. Unbehandelt, kann eine Sepsis entstehen, die zum Tod führen kann. Häufiger bei männlichen Katzen als Folge von Rivalitätskämpfen. Symptome : Fieber, Rötung, Schwellung, Schmerzen, Stelle fühlt sich mitunter heiss an, Schüttelfrost, sichtbarer Eiter bei Punktion.


Abwehrsystem
Immunsystem: Fremdorganismen werden erkannt und beseitigt.
Hierbei handelt es sich um Krankheitserreger, körperfremdes Gewebe oder sonstige Fremdstoffe.

Abwehrverhalten
Typische Verhaltensweisen einer Katze die einen Angriff abwehrt:
Die Katze drückt sich eng und leicht zurückziehend an den Boden, dabei zieht sie ihren Nacken ein und legt ihre Ohren flach an den Körper. Dadurch schützt sie ihren Nacken vor den Bissen des Angreifers.

Adrenalin
Hormon des Niebennierenmarks, welches z.B. bei Angst ausgeschüttet wird.
Die Pupillen der Katze sind dann weit geöffnen und sie droht mit Abwehr.

Afterkralle
Als Afterkralle wird die fünfte Kralle an der Innenseite der Vorderpfoten bezeichnet.
Manchmal wird diese auch als Daumen tituliert.

Aggressivität
Androhung oder Vollzug eines Angriffs oder Verteidigung des Besitzes, der Jungen oder bei sexueller sowie sozialer Rivalität.

Agouti
Grundfarbe der Tigerkatzen, die Tigerung ist ein Resultat
der verschieden stark, bzw. oft gebänderten Einzelhaaren.


Ahnentafel
Abstammungsnachweis

Aktivität
Katzen zeigen verhältnismäßig wenig Aktivität gegenüber anderen Tieren.
Eine Katze schläft ca. 2/3 des Tages und wird erst Nachts aktiv.
Aber auch hier halten sich die Aktivitäten in Grenzen, meist, nachdem sie Ihre Beute erlegt hat, legt sie sich wieder zur Ruhe und schläft.

akustische Informationsübertragung
Lautäußerung

akzessorische Geschlechtsdrüsen
Kommen nur beim Kater vor und produzieren eine Flüssigkeit, die zusammen mit dem Spermien das Ejakulat bilden.

Albinismus
Ausfall der Pigmentbildung: Völliger Ausfall wird selten beobachtet.
Häufiger auftretend ist Teilalbinismus. Dadurch entstehen die eindrucksvollen Phänomtypen wie: Burmesen; Siamesen; Albinos;

Alleinfutter
Fertigfuttermittel

Allergie
Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus auf äußere Einwirkungen durch körperfremde Substanzen.
Äußerungen:
Juckreiz, Entzündungen und Schwellungen der Haut und / oder auch Schleimhäute.

Alopezie
Haarausfall durch: Hautkrankheit,Hormonstörungen,Futtermangel

Alpha-Tier
Das ranghöchste Tier in einer sozialen Gruppe.

Altersveränderungen
Nach dem 12 Lebensjahr lässt der Bewegungsdrang und die sexuellen Aktivitäten nach.
Das Bedürfnis nach Schlaf und Wärme wächst, das Fell wird dünner und die Schnauzenbehaarung ergraut. Auftreten von Verschleißkrankheiten .

Ammenaufzucht
Wenn ein Neugeborenes nicht von ihrer Mutter aufgezogen wird benötigt das Katzenjunge eine Amme.
Diese sollte in der Regel eine andere Katze sein, die gleichzeitig geworfen hat.
Man sollte darauf achten, dass es dadurch nicht mehr Katzenjungen sind als die Mutter säugen kann.
Ebenso sollte man das Junge mit dem Urin der Mutter einreiben, damit es den fremden Geruch verliert und dadurch problemlos adoptiert wird.

Ammenverhalten
Am geeignetsten für eine Amme ist die gewöhnliche Hauskatze.
Häufig wird diese als Amme für artähnliche Tiere verwendet
z. B. wurden Ihr schon Feldhasen, Kaninchen, Eichhörnchen, Hunde kleinerer Rassen, Marderhunde, Wüstenfüchse und Rotfüchse mit in ihren Wurf gelegt.

Analbeutel
Die Analbeutel befindet sich seitlich der Afteröffnung.
In den Analbeuteln wird das von einer Drüse produziertes Sekret gespeichert.
Dieses Sekret enthält Duftstoffe die zur Erkennung unter den Tieren und zur Individualmarkierung dient.
Entzünden sich diese Drüsen, rutschen Tiere mit dem Hinterteil auf dem Boden entlang (Schlittenfahren ).

Analkontrolle
Bei Begegnung zweier Katzen umkreisen sich häufig beide vorsichtig und bemühen sich die Analgegend der anderen zu beriechen.
Bei freundlicher Begegnung legt eine der beiden ihren Schwanz leicht angehoben zur Seite und erlaubt so der anderen die Analkontrolle.

Anämie
Blutarmut
Wenn man von Blutarmut spricht, so ist hierunter jedoch nicht ein Mangel an Blutmenge zu verstehen, sondern eine Verminderung der roten Blutkörperchen oder des in diesen enthaltenen Blutfarbstoffes, des Hämoglobins.
Es ist der eigentliche Träger des Sauerstoffes, ohne den ein Leben nicht möglich wäre.
Blutarmut ist keine selbstständige Krankheit, sondern ein häufig festzustellende Symptom bei verschiedenen Krankheitszuständen.
Wir werden auf sie aufmerksam durch die zunehmende Blässe der Haut und der sichtbaren Schleimhäute. Deutlich erkennbar ist dies an der normalerweise rosafarbenen Lidbindehaut.

Blutarme Katzen lassen in ihren Munterkeit nach, ermüden schnell, haben weniger Appetit und werden immer hinfälliger.
Die Ursachen der Blutarmut sind sehr unterschiedlich, es wird einfacher wenn man diese in 3 Gruppen unterteilt:
1. entstehend durch Blutverlust
2. verminderte Produktion neuer roter Blutkörperchen
3. Zerfall von roten Blutkörperchen

Es leuchtet ein, dass die Behandlung einer Blutarmut nur Aussicht auf Erfolg verspricht, wenn man deren Ursache ergründen kann und sofern diese möglich ist zu beseitigen.
Die Durchführung einer Reihe von Laboruntersuchungen ist in den meisten Fällen eine unerläßliche Voraussetzung. Bei Verdacht auf eine innere Blutung kommen noch weitere Untersuchungen, wie Röntgen und erforderlichenfalls auch eine Punktion von Brust-/Bauchhöhle hinzu.
All dies lässt sich meist nur in Kliniken oder in tierärztlichen Einrichtungen verwirklichen,
die sich auf Kleintiere spezialisiert haben.

angeborener Auslösemechanismus
Diese angeborenen Auslösemechanismen werden von der Tierart in Anpassung
an bestimmte Situationen im Verlauf der Stammesgeschichte erworben und fest in das Genom eingespeichert.
Sie sind daher artspezifisch, d. h. sie bilden für diese Tierart charakteristische Reaktionen auf bestimmte Schlüsselreize.

angeborener Nabelbruch
Eingeweidebruch.
Die Durchtrittstelle des Nabels schließt sich nach der Geburt nicht.
Bei kleinen Nabelbrüchen wird die Bruchstelle meist durch Netz- oder Fettgewebe ausgefüllt. Nur größere Nabelbrüche sollten operiert werden.

Angina
Mandelentzündung.
Merkmale:
- häufiges Gähnen
- vereinzelt Würg- und Brechreiz

Angriffsverhalten
Eigentlich nur beim Katerkampf zu beobachten ansonsten selten bei Katzen.
Angreifender Kater steht drohend auf gestreckten Beinen, den Kopf leicht vorgestreckt.
Da Katzen längere Hinterbeine als Vorderbeine haben ergibt sich dadurch eine optische Täuschung die die Katze grösser erscheinen läßt als sie tatsächlich ist.
Die gesträubten Rückenhaare tragen dazu einen erheblichen Teil bei.
Der Schwanz folgt der Rückenlinie ein kleines Stück und ist dann scharf nach unten hängend abgebogen.
So geht der laut knurrende und jaulende Kater in Zeitlupentempo auf den Gegner zu. Dabei zuckt seine Schwanzspitze nervös hin und her.
Die Pupillen sind verengt.
Die Ohren bleiben aufgerichtet und nach außen gedreht.
Ein gleichstarker Rivale macht fast alle Bewegungen spiegelgleich nach.

Angst
Wenn eine Katze erschrickt zieht sie sich mit einem steifbeinigen Rückwertssprung zurück und klärt die Situation erstmal aus einer sicheren Entfernung ab.
Meist zieht sie sich dann in ein sicheres Versteck oder auf einen hohen Baum zurück.

Anhänglichkeit
Katzen zeigen oft ein starkes Anschlußbedürfnis an vertraute Menschen.
Die positive Beziehung zu diesem Menschen übertrifft meist die soziale Beziehung zum Artgenossen.

Anomalie
Abweichung vom Normalzustand an vielen Organen oder Körperabschnitten.
Je nach Ausprägung unbedeutend bis tödlich.

Anzeigen einer Erkrankung
Verhaltensänderungen:
Schläfrigkeit, Bewegungsunlust, Appetitlosigkeit, vermehrter Durst, glanzloses Fell,
die Katze putzt sich nicht, Abweichung der Körpertemperatur (je niedriger desto schlimmer); Verklebungen von Augen, Nasenöffnung, Mundspalte, After und Scham; Blutiger Harn.

Appetitlosigkeit
Ursache:
Eintöniges Essen, das Wetter (große Hitze, Gewitter, Sturm) Umgebungsveränderung, Vereinsamung, Trennung von den Jungen oder anderen Bezugspersonen, Rolligkeit , Erkrankung.

Arttypisch
artgemäßes Verhalten

Ascites abdominalis
Bauchwassersucht. Ansammlung von Körperflüssigkeit in der Bauchhöhle.

Askaridiasis
Spulwurmbefall

Aspirationspneumonie
Verschluckbedingte Lungenentzündung.
Fehlgeschluckte Fremdkörper (Staub, Fressen, Wasser), Lungenabschnitte die sich entzünden. Futterverweigerung, pumpende, angestrengte Atmung, Fieber, selten Husten.

Atemfrequenz
Anzahl der Ruheatemzüge liegen in der Regel bei 20-40 pro Minute und kann von der Umgebungstemperatur, Geschlecht und Alter abhängig sein.

Atemzug
Bei gesunden erwachsenen Katzen in Ruhe etwa 22-25 pro Minute.

Atropin
Alkaloid aus Tollkirsche, Stechapfel, Bilsenkraut.
Hemmt Drüsensekretion, Darmbewegungen. Krampflösend, pulsbeschleunigend, pupillenerweiternd.

Aufzuchtgewicht
Im Normalfall soll ein Junges täglich 10 -15g, pro Woche also ca. 100g an Körpermasse zunehmen.

Aufzuchttemperatur
Nestwärme.
Entspricht in etwa der mütterlichen Körpertemperatur.
Die Nesthocker sind noch nicht in der Lage ihre Körpertemperatur selbst zu regulieren.
Nur im Notfall mit einem Heizkissen (kleine Stufe) nachhelfen.

Auge
Die Augen liegen bei der Katze fast gerade nach vorn gerichtet in einer Ebene,
so dass die Augenachsen nur 20° voneinander abweichen.
Dadurch ist die Katze in der Lage, ähnlich wie der Mensch, räumlich zu sehen,
was für den Beutefang nicht unerheblich ist.
Bewegte Objekte werden im allgemeinen besser gesehen als ruhende.
Katzen werden mit geschlossenen Augenliedern geboren.
Das Öffnen der Augen beginnt zwischen dem 5. u. 10. Lebenstag
und verläuft langsam über 2 - 3 Tage.
Neugeborene, die mit offenen Augen zur Welt kommen,
sind im allgemeinen durch Schädigung der Hornhaut blind.

Aujesky-Krankheit (Pseudowut)
Dieser Virus kann in rohem Schweinefleisch (beim Kochen wird der Virus abgetötet) vorhanden sein.
Füttern sie ihre Katze damit, erkrankt sie an der stets tödlich verlaufenden Krankheit.,
die wegen ihrer Ähnlichkeit zur Tollwut auch Pseudowut genannt wird.
Zur Zeit gibt es keine Behandlungsmöglichkeit
.

Austrocknung
Gegen Austrocknung einen stets gefüllten Wassernapf aufstellen.
Bei Trockenfutter öfters kontrollieren.
Viele Katzen nehmen einen Wassernapf, ausserhalb vom Futterplatz,
gerne zusätzlich in Anspruch.

 

Backenzähne
Typisch für Fleischfresser sind die dritten Backenzähne des Ober- und Unterkiefers,
die scharfe Kanten haben wie die Blätter einer Schere.
Diese Reißzähne dienen weniger zum Kauen als vielmehr zum Zerteilen größerer Stücke.

Baden
Da Katzen außerordentlich wasserscheu sind,
ist es ratsam sie nur bei stark verschmutzten Fell zu baden oder zu waschen.
Dabei ist darauf zu achten, dass ein sanftes Haarshampoo verwendet wird.
Trotz dieser Aversion gegen Wasser sind Katzen im Notfall fähig zu schwimmen.
Baldrian Beim Gebrauch von Baldrian sollten Sie darauf achten,
dass sich Ihre Katze unter Umständen bei Überdosierung aggressiv verhalten kann.

Baldrian
verhält sich teilweise bei Katzen, wie Drogen bei Menschen.
Also unbedingt auf die Dosierung achten.
Auf Katzen hat sowohl der Geruch als auch der Geschmack eine anscheinend berauschende Wirkung.
Daher eignet sich Baldrian gut als Lockstoff für Spielzeug und Kratzbäume.
Baldrian gehört zur Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae, lat. valere = kräftig, gesund), welche über 150 verschiedene Unterarten umfasst.

Balkonhaltung
Wenn Sie Ihre Katze auf den Balkon lassen, sollten Sie darauf achten,
dass dieser gut abgesichert ist.
Schon oft ist es vorgekommen, dass Katzen beim Haschen nach Fliegen oder Vögeln
vergessen haben, dass sie sich in höherer Ebene bewegen.

Ballaststoffe
Für Stubentiger wird empfohlen, darauf zu achten, dass sie ausreichend mit Ballaststoffen versorgt werden, z. B. Knorpel und Sehnen gut verkleinert bzw. durchgedreht.

Ballen
An den Pfoten befindliche, meist haarlose Hautgebilde,
die aus einer verdickten Epidermis mit einer weichelastischen Hornschicht bestehen.
Die Unterhaut enthält viele elastische Fasern, in denen Fettzellen eingelagert sind.
Dieses Baufett verleiht dem Ballen eine federnde Konsistenz.
Am Ballen befinden sich Schweißdrüsen, die zum Teil Duftstoffe absondern.

Bandwürmer
gehören zu jenen Schmarotzern, die im Körperinneren ihres Wirtes leben
und die man deshalb als Endoparasiten bezeichnet.
Der Körper der Bandwürmer setzt sich aus wenigen Millimeter großen,
gleichartig gebauten Gliedern zusammen und erhält hierdurch ein segmentiertes Aussehen,
sie ähneln in ihrer Erscheinungsform Bandnudeln.
Die Ansteckung erfolg niemals von Katze zu Katze,
sondern stets über einen Zwischenwirt.
Für Menschen gefährlich werden kann der "Fuchsbandwurm".
Katzen, die Mäuse, Fledermäuse oder Bisamratten erbeuten,
können den Menschen damit infizieren.
Nimmt der Mensch die von der Katze ausgeschiedenen Eier auf,
dann fungiert er als Zwischenwirt.
In ihm entwickeln sich nicht die Bandwürmer,
sondern deren Vorstufen, die sogenannten Finnen.
Sie befallen inner Organe, wo sie bisweilen ein enorme Größe erreichen.

Die wichtigsten bei der Katze vorkommenden Bandwürmer

Präpatenz = Zeitraum zwischen Aufnahme der Finnen bis zur Ausscheidung von Bandwurmgliedern bzw. Eiern

1. Dickhalsiger Bandwurm, "Katzenbandwurm"

20 bis 60 cm lnag, Glieder 6-8x3-4 mm, sehr beweglich
Zwischenwirte: Ratte, Maus, Bisamratte
Endwirte: Katze, selten Hund
Präpatenz: etwa 6 Wochen

2. Fünfgliedriger Bandwurm, "Fuchsbandwurm"

1,5-3 mm lang
Zwischenwirte: Feldmaus: für den Menschen gefährlich
Endwirt: Katze, Fuchs
Präpatenz: (mutmaßlich) 8-12 Wochen

3. Geränderter Bandwurm

Bis 100 cm lang, Hinterrand umgreift manschettenartig den Vorderrand des folgenden Gliedes
Zwischenwirte: Schaf, Ziege, Rind, Schwein, Reh- und Rotwild
Endwirt: Katze, Hund
Präpatenz: 10-12 Wochen

4. Gesägter Bandwurm, "Kaninchenbandwurm"

60 bis 100 cm lang, der hintere Rand springt stark über den Vorderrand des folgenden Gliedes vor, so dass der Bandwurm wie gesägt aussieht
Zwischenwirte: Haus- Wildkaninchen, Hase
Endwirt: Katze, Hund, Fuchs
Präpatenz: etwa 8 Wochen

5. Grubenkopfbandwurm, "Fischbandwurm"

2-9 mm lang, Glieder breiter als lang
Zwischenwirte: Krebs und Fische
Endwirt: Katze, Hund, Fuchs, Schwein (selten), Mensch
Präpatenz: 12-17 Tage

6. Kürbiskernartiger Bandwurm

Bis zu 50 cm lang, Glieder hellrosa, kürbis- bzw. gurkenkernähnlich, sehr beweglich
Zwischenwirte: Flo, Haarling
Endwirt: Katze, Hund, Fuchs, Mensch
Präpatenz: etwa 3 Wochen

7. Unbewaffneter Bandwurm

30-200 cm lang, Glieder reiskornähnlich, meist schubweise mit dem Kot abgehend
Zwischenwirte: Insekten, Reptilien, Vögel
Endwirt: Katze, Fuchs, Marder, Nerz, Maus
Präpatenz: etwa 3 Wochen

Bastard Entsteht bei der Kreuzung von Tieren, die verschiedenen Rassen angehören.
Durch einen Bauchbruch fallen einzelne Organe oder Darmabschnitte
unter die unverletzte Haut.


Barfen
bedeutet grundsätzlich so viel wie Rohfütterung.
Der Begriff leitet sich aus der englischen Abkürzung für Knochen und rohes Futter
(BARF = Bones And Raw Foods) ab.

Bauchbrüche
müssen umgehend operiert werden.

Bauchwassersucht
Wie die Krankheitsbezeichnung bereits erkennen läßt,
handelt es sich bei diesem meist unheilbaren Leiden um die Ansammlung von "Wasser"
in der Bauchhöhle.
Bauchwassersucht ist keine selbstständige Erkrankung,
sondern tritt im Gefolge der verschiedensten Erkrankunge auf.
Auffallendstes Krankheitszeichen ist die Zunahme des Bauchumfanges.
Da sie meist sehr langsam erfolgt und Störungen des Allgemeinempfindens häufig fehlen, wird dieser Zustand vom Katzenbesitzer nicht richtig erkannt
und oftmals der guten Ernährung zugeschrieben.
Eine zu gut ernährte Katze wird allerdings am ganzen Körper runder,
vorallem im Bereich des Rückens und der Flanken.
Man kann die Bauchwassersucht besser erkennen,
wenn man die Katze auf ihr Hinterteil setzt und an den Vorderbeinen aufrichtet.
Die Vorwölbung des Leibes sinkt dann nach unter und der Bauch
fällt unter dem Rippenbogen ein.
Der Leib weist hierbei eine birnenartige Form auf.
Mit der Punktion der Bauchhöhle allein ist die Bauchwassersucht nicht zu heilen,
es sollte natürlich ursächlich die auslösende Krankheit behandelt werden.
Da dies meist eine Organkrankheit ist sind die Heilungsaussichten nicht günstig.
Sie sind unter anderem auch davon abhängig wie schnell sich nach der Punktion erneut Flüssigkeit in der Bauchhöhle ansammelt.

Bedeckung Paarung
Begattungsaufforderung Haben sich beide Partner gegenseitig stimuliert,
zeigt das rollige Weibchen die Begattungsaufforderung.
Dabei nähert sie sich dem Männchen mit steil hochgerecktem Schwanz
und angehobenen Hinterteil rückwärts und schiebt ihm die Vagina unter die Nase.

Begrüßungsverhalten
Katzen legen beim Begrüßen ein menschenähnliches Verhalten an den Tag.
Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Katzen kennen und nicht in Rivalität
zueinander stehen.
Bei der Begegnung gehen Katze steifbeinig umeinander herum,
dabei ist der Schwanz steil nach oben gerichtet
und es kommt meist zu Flankenreiben, Maunzen und Schnurren
.
Beißhemmung
Außer beim Beutefang oder Kampf unterliegt die Katze einer Beißhemmung.
Von daher ist es ziemlich ausgeschlossen, dass eine Katze Menschen
oder andere Katzen im Spiel beißt.
Auch wichtig beim Transport der Jungtiere.

Beobachtungslernen

Katzen lernen sehr schnell durch Beobachtung der Menschen und Artgenossen.
Z.B. kennen Katzen in der Regel den Zusammenhang zwischen einem Dosenöffner
und dem Essen in der Dose.
Beschwichtigungsgebärde Durch das Vermeiden eines direkten Blickkontaktes
oder das zeitlupenartige Entfernen vom überlegenen Rivalen wird ein aggressives Verhalten abgewandt.

Besitzverteidigung
Das Heim, der Schlafplatz, das Lager oder das Nest wird fremden Artgenossen gegenüber aufs Strengste verteidigt.
Selbst bei vertrauten Artgenossen ist es äußerst selten,
dass diese in das Haus der Katze gehen darf.

Bestrafung
sollte unbedingt nur in unmittelbarem Zusammenhang der zur bestrafenden Handlung stehen, denn ansonsten kann die Katze keinen Zusammenhang zwischen der Straftat
und der Bestrafung nachvollziehen.
Unter Bestrafung sollten keine agressiven Handlungen der Katze gegenüber verstanden werden, vielmehr z.B. das Spritzen aus einer Wasserpistole oder ähnliches.

Beutefang
Katzen unterliegen im allgemeinen immer dem Fangverhalten,
auch wenn sie keinen Hunger haben.

Bewegungsfreiheit
Für eine Katze ist die Größe des Raumes nicht unbedingt ausschlaggebend.
Wesentlich wichtiger ist der Kontakt zwischen Ihnen und der Katze.
Trotdem sollte man darauf achten, daß die Katze genug Bewegung hat.
Man kann ihren Spieltrieb anregen, damit sie sich genug bewegt.

 

Blasenwurmbefall bei Katzen
Auch Haarwürmer der Gattung Capillaria können in den Harnwegen und der Harnblase
von Fleischfressern vorkommen.
Bei freilaufenden Katzen wird in Deutschland eine Befallsrate von etwa 3% angenommen.

Die adulten Nematoden können eine Länge von bis zu 60 mm errreichen,
wobei Männchen (ca. 12 – 30 mm) deutlich kleiner sind als Weibchen( ca. 28 – 60 mm).
Die von den weiblichen Würmern produzierten Eier werden über den Urin ausgeschieden.
Zwischenwirte sind Regenwürmer.
Infektionen verlaufen überwiegend symptomlos.
Erst bei stärkerem Befall treten Symptome wie Harndrang,
Harnblasenentleerungsstörungen teils mit Blutbeimengungen.
Die Diagnose wird durch den Nachweis der Eier im Urinsediment gestellt
.

Therapeutisch wirksam ist Fenbendazol.

Auf den Menschen sind Blasenwürmer nicht übertragbar.
Blasenwurmbefall verläuft meist ohne erkennbare Krankheitszeichen.
Symptome einer Harnblasenentzündung, Harndrang oder Harninkontinenz
zeigen sich erst bei sehr starkem Befall.
Bleiben Reinfektionen aus, heilt eine Infektion mit Blasenwürmern meist von alleine aus.




Blutgruppen
Es gibt drei Blutgruppen bei der Katze. A, B, und sehr selten Blutgruppe AB.
Blutgruppe A ist dominant gegenüber Blutgruppe B.

A/A Blutgruppe A, homozygot (reinerbig) Katze trägt nur Blutgruppe A

A/B Blutgruppe A, heterozygot (mischerbig) Katze trägt Blutgruppe B

B/B Blutgruppe B, immer homozygot

AB eine sehr seltene Blutgruppe, wie die Vererbung vor sich geht,
ist noch nicht genau abgeklärt.

Katzen der verschiedenen Blutgruppen bilden Antikörper gegen die andere Blutgruppen.
Dies ist auf den ersten Blick nicht weiter problematisch.
Gefährlich wird dies, wenn eine B Katze mit einem A Kater verpaart wird.

Katze B/B

Kater A/A

Kitten A/B also Blutgruppe A, B-Träger

Katze B/B

Kater A/B

Kitten A/B Blutgruppe A, B-Träger

Kitten B/B Blutgruppe B

Das Blut der Mutter (Blutgruppe B) hat nun Antikörper gegen Blutgruppe A,
welche die Kitten mit der Kolostralmilch (die erste Muttermilch,
reich an vielen Antikörpern) aufnehmen.
Das Blut der Kitten mit der Blutgruppe A beginnt nun zu verklumpen
(Fading Kitten Syndrom) - für die Kitten mit der Blutgruppe B (gleich der Mutter)
gibt es keine Probleme.

Wie erkennt man dies aber?
Anzeichen können sein:

- rot(brauner) Urin

- Verkümmertheit

- Gelbsucht

- Verweigerung der Nahrung

Fortgeschrittenes Zeichen: abgestorbene Schwanzspitzen

Hat man die Blutgruppenunverträglichkeit schnell genug erkannt, ist Handeln angesagt.
Die Kitten müssen die ersten 48 – 72 Stunden von der Mutter getrennt werden
und eine Ersatzmilch bekommen.

Bluthochdruck
Gerade bei älteren Katzen kommt dieses wohl sehr oft vor.
Das Schlimme ist, daß dadurch viele andere Krankheiten zum Vorschein kommen,
wie Gleichgewichtsstörungen, Verschlechterung der Augen sowie Blutungen etc.
Bis 180 ist wohl noch die Grenze, alles andere ist schon schlecht.
Es gibt "Katzeninternisten", die ganz andere Behandlungsmöglichkeiten haben
und natürlich auf solche Krankheiten spezialisiert sind.
Selbstverständlich sind diese Behandlungen relativ kostspielig, aber zum Wohl der Katze.

Blutspende Blutbank für Katzen & Hunde
http://www.kritische-tiermedizin.de/blutbank/blutbank.htm

Brucellose
Übertragbare Krankheit.
Ansteckung meist durch Milch, Eihäute oder Fleisch von brucelloseverseuter Rinder.



CAC
Championanwartschaft

CACIB
Anwartschaft für den Internationalen Champion

Catnip
Katzeminze

Champion
Als Champion wird eine Katze ausgezeichnet,
die auf mindestens drei Ausstellungen die Beste ihrer Rasse und Klasse war.

Chip
Ein Chip ist eine Erkennungsdatei auf einem elektronischen Datenträger.
Er wird mit einer Art Spritze unter das Fell geschoben
Die Chip Nr. des Tieres kann,von aussen mit einem Gerät ohne Verletzung der Haut gelesen werden.

 

Chlamydiose
entsteht durch eine Infektion mit Chlamydia psittaci , einem intrazellulären Parasiten.
Es handelt sich um eine durch Bakterien hervorgerufene Infektionskrankheit.
Meist entzündet sich dadurch die Bindehaut und schwillt an,
häufig an beiden Augen nacheinander.
Dazu können andere Symptome kommen:
Niesen, klarer Nasenausfluss, bei Neugeborenen Lungenentzündung, Appetitlosigkeit, Abmagerung und bei Weibchen genitaler Ausfluss.
Es gibt chronisch Formen mit einer Verdickung der Bindehaut.
Chlamydia ist sehr empfindlich und kann nicht länger als 1 Woche
außerhalb des Körpers überleben; die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt.
So lässt sich Chlamydiose als eine Krankheit beschreiben, die vor allem Katzen befällt,
die in enger Gemeinschaft leben.

Cholornaphthalinvergiftung
Eine Cholornaphthalinvergiftung kann sich die Katze durch frischimprägniertem Holz zuziehen.
Symptome:
- Hautreizungen
- Bindehautentzündung
- zunehmender körperlicher Verfall.

CNI (Chronischen Nierenerkrankungen)
bei Katzen ist relativ häufig, rund ein Viertel unserer Katzen sterben an den Folgen
einer CNI.
Der Harnapparat (Blase,Harnröhre, Nierereiter) ist bei Katzen besonders anfällig,
die Häufigkeit der CNI ist bei der Katze im Vergleich zum Hund mehr als doppelt so hoch.
Obwohl die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der CNI mit zunehmendem Alter (zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr) steigt, können auch jüngere Tiere daran erkranken.



Damm
Teil der Körperwand, der den Beckenausgang bedeckt und zwischen der Afteröffnung
und der Scheide bzw. dem Hodensack liegt.

Darm
beginnt am Magenausgang und endet am After.
Er liegt in der Bauchhöhle und wird in Dick- und Dünndarm unterteilt.

Darmblutung
Häufiger bei Jungkatzen.
Bei freilaufenden Katzen kann es mehrere Möglichkeiten geben:
- Verletzung mit spitzen oder rauhen Gegenständen
- Verzehr von vergifteten Nagetieren
- tumorbedingte Darmbeschädigung.
Auf jeden Fall umgehend zum Arzt gehen.

Darmentzündung
Wie beim Menschen gehen auch bei der Katze manche Darmentzündungen
mit einem Wechsel von Durchfall und Verstopfung einher.
Manche wirken sich nicht auf das Allgemeinbefinden aus, wenigstens nicht sofort;
bei anderen verschlechtert sich der Zustand der Tiere schnell,
einige sind Symptome einer Allgemeinerkrankung.
Man unterscheidet unter ernährungsbedingter (drastische Umstellung der Ernährung), viraler (meist als Symptom schwerer Allgemeinerkrankungen), bakterieller (meist durch Kolibakterien verursacht), chronischer (warscheinlich allergischen Ursprungs)
und durch Parasiten hervorgerufener Darmentzündung.

Darmerkrankungen Symptome:
- fehlender Appetit
- Durchfall
- Erbrechen
- Verstopfung
- nicht immer Temperatur

Darmpech
Dunkelbraungrüner, zäher Inhalt des Enddarms von Neugeborenen.
Wird in den ersten Stunden nach der Geburt wieder ausgeschieden.

Darmverschluß
Darmverstopfung.

Deckat
Paarung

Deckerlaubnis
Durch die zuständigen Zuchtorganisationen erteilte Genehmigungen zur Zuchtverwendung
von Deckkatern nach erfolgter Prüfung.

Deckhaare
Lange Leithaare und auch die kürzeren, geschmeidigen Grannenhaare bei der Katze.

Dehydration
beschreibt einen Mangel an Wasser im Körper der Katze.
Wasser ist ein wichtiges Medium für den Transport von Nährstoffen und reguliert Körperfunktionen.
Zudem ist die Flüssigkeit auch für den Abtransport von Stoffwechselprodukten wichtig,
sowie für den Transport von Ionen.
Ein Mangel kann daher für das Tier gefährliche Auswirkungen haben.
Der Wassermangel kann durch eine zu geringe Wasseraufnahme entstehen.
Zugleich werden bei Durchfällen und Erbrechen Flüssigkeiten ausgeschieden,
so dass hier ebenfalls eine Ursache zu suchen ist.
Auch eine Überhitzung im Sommer erhöht den Wasserverbrauch stark.
Ein erstes Symptom ist eine verminderte Elastizität der Haut.
Wird sie hochgezogen, dann gleitet sie nicht sofort zurück,
sondern bleibt einen Moment stehen.
Darüber hinaus sind die Augen eingefallen und der Mund ist trocken.
Die Katze wirkt erschöpft und in schweren Fällen können Körperfunktionen ausfallen. Durch den Tierarzt werden Infusionen verordnet.
Der Tierhalter muss stets für genügend Frischwasser sorgen.
Vor übermäßiger Hitze sollte das Tier geschützt werden.
Zugleich gilt es die Maulhöhle mehrfach täglich zu kontrollieren.
Hier können Erkrankungen und Fremdkörper Schmerzen verursachen.
Durch diese Umstände frisst und trinkt die Katze nicht mehr,
so dass auch hier eine Ursache gefunden werden kann.

 

Dermatitis
Hautentzündungen.

Dermatomykosen
Hautpilzbedingte Erkrankungen.

Diabetes mellitus
Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, wobei mit dem Harn Zucker ausgeschieden wird.
Diarrhöe Durchfall.
Nach einem Fasttag (nur schwarzer Tee der leicht gesalzen sein soll)
stets kohlenhydratarme und eiweiß- und wirkstoffreiche Nahrung zum Verzehr geben.
Diät Nur nach Absprache mit dem Arzt.
Außer Sie legen einen Fasttag in der Woche ein.
Doch dann bitte darauf achten, dass das Tier mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden.


Dickdarm
ca. 20 - 45 cm lang und wird in den Blinddarm, den Grimmdarm und den Enddarm eingeteilt.

Distichiasis
Die Lidränder einer Katze sind normalerweise haarlos und glatt. Distichiasis sind wimpernartige, feine Härchen, die aus den Talgdrüsen des oberen und /oder unteren Lidrandes in Augenrichtung wachsen.

DNA
Desoxyribonukleinsäure, auch DNS genannt.
Träger der gesamten Erbinformation eines Individuums und Hauptbestandteil der Gene.

Drohen
Die Katze geht mit steifbeinigen Schritten, Katzenbuckel und aufgebauschtem Schwanz
auf seinen Kontrahenten los, dabei sind die Ohren aufrecht und nach außen gedreht.
Duftdrüsen Sondern Sekrete ab, die bei Sozialverhalten, Geschlechteranlockung
und Markierung eine große Rolle spielen.

Dünndarm
etwa 80 - 130 cm lang und läßt sich in den Zwölffinger-, den Leer- und den Hüftdarm unterteilen.

Durchfall
Diarrhöe

Eierstöcke
Ovarien.
Die Gesamtzahl der Follikel in beiden Eierstöcken beträgt mehrere zehntausend
und ist bereits zum Zeitpunkt der Geburt der Katze festgelegt.
Der größte Teil dieser angelegten Follikel kommt jedoch gar nicht erst zu seiner vollständigen Entwicklung und geht schon vor Eintritt der Geschlechtsreife zugrunde.
Der weitaus geringere Teil entwickelt sich nach und im Laufe der Geschlechtszyklen
über Primär- und Sekundärfollikel zu den Tertiärfollikeln.
In der Regel reifen bei der Katze 4 - 6 Follikel pro Geschlechtszyklus heran.

Eileiter
Häutig-muskulöser, 4 - 5 cm langer Schlauch, der die aus dem Eierstock ausgestoßenen Eizellen auffängt bzw. teils aktiv aufnimmt und sie der Gebärmutter zuleitet.
Im Eierstock kommt es zur weiteren Reifung der Eizellen,
und hier findet auch die Vereinigung der nur 24 h befruchtungsfähigen Eizelle
mit den Spermien statt.

Eisprung
Der Eisprung folgt bei der Katze nicht spontan in bestimmten Zeitabständen,
sondern wird erst durch die Paarung ausgelöst. Es wird angenommen,
dass die mechanische Stimmulation durch den mit Widerhaken besetzten Penis Nervenimpulse an das Katzengehirn leitet, das die Freisetzung von Hormonen durch die Hirnanhangdrüse auslöst.

Eiweiß
Der Bedarf an Eiweiß für Katzen beträgt durchschnittlich 6,3 g/kg täglich.
Werden einer Katze die Eiweiße entzogen, treten neben Abmagerung
auch andere schwere gesundheitliche Schäden ein.

Ejakulat
Gesamtmenge eines Spermaergusses.

Emklapsie
Plötzlich einsetzende, schwere Krampfanfälle entweder in den Tagen vor der Geburt
oder in den folgenden 8 Tagen, durch Kalziummangel ( zu wenig Kalzium im Futter).

Symptome: Bewusstlosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Sabbern, Schüttelkrämpfe, unkontrolliertes Absetzen von Kot und Urin, Verwirrung.

Sofortige Tierarztkontrolle nötig um eine evtl. Epilesie auszuschließen.


Ektoparasiten
Auf der Haut schmarotzende Gliedertiere, die sich entweder vom Blut oder Hautzellen ernähren und durch ihre Anwesenheit bzw. Stoffwechselprodukte den Wirt belästigen
oder schaden.
- Flöhe
- Läuse
- Haarlinge
- Zecken
- Ohrmilben

Ektropium

Augenliederkrankung.

Ekzem
Häufigste Form der Katzenhautkrankheit.
Flächenhafte, mit Juckreiz einhergehende Entzündung der oberflächlichen Hautschichten. Bevorzugt erkranken langhaarige Edelkatzen und Europäische Kurzhaar,
sehr viel seltener Siamkatzen.

Elektrolytlösungen
Meist isotonische, der Blutzusammensetzung entsprechend wässrige Salz-
und Nährstofflösungen, die zur künstlichen Ernährung
oder bei schweren füssigkeitsverlustreichen Erkrankungen (Durchfall)
vom Tierarzt injiziert werden.

Endoparasiten
Im Katzenkörper schmarozende Einzeller oder Würmer (s. Bandwürmer und Spulwürmer ), die dem Tier durch Blutentzug, die Stoffwechselprodukte entziehen oder mechanisch schaden.

Energiebedarf
Eine durchschnittliche erwachsene Katze benötigt pro kg Körpergewicht ca. 60 – 85 kcal,
das sind insgesamt folglich um die 300 kcal. Mäuse machen den Großteil der Beute einer frei lebenden bzw. frei laufenden Katze aus und wären als “Hauptnahrungsmittel” ideal.
Um ihren Energiebedarf allein durch die erbeuteten Mäuse decken zu können,
müsste eine Katze 8 bis 15 Mäuse pro Tag fressen (proMaus hat ca. 30 kcal).

Entwurmung
Sie können natürlich auch vorab eine Kotuntersuchung der Katze machen lassen
um einen Befall auszuschließen oder festzustellen.
Katzen sollten alle 3-4 Monate entwurmt werden,
gerade weil Freigänger Beutetiere verzehren, die als Überträger fungieren.
Bei Katzen treten auf: Hakenwürmer , Spulwürmer und Bandwürmer .
Gegen Bandwürmer hilft sicher nur Droncit® (Bayer),
gibt es in Tabletten- oder Spritzenform.
Gegen Spul- und Hakenwürmer wirken die handelsüblichen Pasten,
z.B. Banminth®, Flubenol®.
Bei richtiger Dosierung sehr sicher, auch bei Jungtieren ohne Nebenwirkungen.


Eosinophiles Granulom
an der Katzenschnauze sieht auf den ersten Blick meist einem Herpesbläschen ähnlich.
Nach etwa 1 Woche bildet sich eine Kruste, die von selbst abfällt.
Die Stelle wächst wieder zu, doch 2 Wochen später bilden es sich wieder heraus.

Epilepsie
Sammelbegriff für Anfallsleiden, das bei verschiedensten Erkrankungen als Symptom auftritt.
Beispielsweise:
- mangelhafte Sauerstoffversorgung des Gehirns,
- zu wenig Blutzucker,
- Vergiftung durch Chemikalien,
- Harnvergiftungen,
- schwere Spulwurmbefall.
In schwerer Form:
- Bewusstlosigkeit,
- andauernde Krämpfe,
- Speichelfluss,
- Kau- und Schnappbewegungen,
- Ganzkörperzuckungen ohne Bewußtseinsverlust.

Epistasie
Die Merkmalausbildung eines Gens kann durch ein anderes Gen
abgeschwächt oder verhindert werden.

Ephiphora
bezeichnet eine Krankheit des Tränen-Nasen-Kanals mit krankhaftem,
leicht bräunlichen Tränenfluss, der vom Augenwinkel bis weit ins Gesicht ziehen kann.
So eine Erkrankung kann auch mit einer Bindehauterkrankung einhergehen.


Erbgang
Der eigentliche Vorgang der Vererbung mit dominanter,
rezessiver oder intermediärer Merkmalsausprägung wird als Erbgang bezeichnet.

Erbrechen
Nach Gras- oder faserreicher Grünpflanzenaufnahme normal, ebenso zur Entleerung
der abgeputzten Haare, die teilweise verknäult erscheinen.
Häufiges Erbrechen kann auf eine Erkrankung hindeuten.
In jedem Fall den Tierarzt zur Abklärung aufsuchen.
Ernährung Manche Besitzer bereiten auch die Nahrung für ihre Katzen selbst zu.
Ist eine gute Alternative, denn nur dann kann man sicher sein,
tatsächlich hochwertiges Futter zu reichen.
Man sollte in jedem Fall darauf achten, dass die Katze alle erforderlichen Nährstoffe
mit dem Futter erhält.
Dies wird auch sichergestellt, wenn man der Katze nicht nur Fleisch und Fisch,
sondern auch mit hochwertigem Dosen- und Trockenfutter versorgt,
nicht jeder bringt die Zeit auf selbst zu kochen.
Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie hochwertiges Futter reichen,
eine Sorte ohne Konservierungsstoffe ist vorzuziehen, da manche Katzen allergisch
auf die Stoffe reagieren.
Rohes Schweinefleisch und Hühnerfleisch ist für Katzen tabu.
Durch die Gabe kann sich die Katze mit einem Bakterium infiziert werden,
welches die tödliche Aujeszkysche Krankheit verursachen kann.
Viele Katzen lieben zwar Milch, herkömmliche ist jedoch für Katzen nicht geeignet
und kann Durchfall hervorrufen.
Ursache ist eine bei vielen Katzen bestehende Laktoseunverträglichkeit.
Zudem ist der Fettgehalt der Milch zu gering für Katzen. Vollfett-Milchpulver
oder sterilisierte Sahne sind gute Alternativen, wenn man seiner Katze ab
und zu ein Festmahl gönnen will.
Katzen sollten keine rohen Eier bekommen, da sie Schwierigkeiten haben, diese zu verdauen.
Zudem können die Eier mit Bakterien behaftet sein.

Vorsicht ist bei manchen kastrierten Tieren beiderlei Geschlechts geboten.
Sie entwickeln sehr oft einen unansehnlichen Hängebauch, wenn sie zu viel fressen
und sich zu wenig bewegen.
Manche Katzen sind äußerst kritisch und mäkelig bei der Wahl ihres Futters.
Dies kann die Folge einer zu eintönigen Ernährung im Jugendalter sein,
wodurch sich die Tiere nie an verschiedenartige Nahrungsmittel gewöhnen konnten.
Andere Katzen sind einfach verwöhnt.
Es muss stets ein Schälchen mit sauberem Trinkwasser bereit stehen,
das mindestens einmal täglich erneuert wird.

Euthanasie
bezeichnet man die schmerzlose Tötung von Tieren.
Diese Handlung wird von einem Tierarzt vorgenommen und erfolgt durch die Injektion
einer tödlichen Dosis eines Narkotikums,
wie es in speziell dafür zugelassenen Tötungsmitteln enthalten ist.
Der Begriff Einschläferung bzw. Einschläfern ist ein Euphemismus,
da es sich nicht um eine Narkose, sondern um eine Tötung handelt.

Laut Tierschutzgesetz ist das Einschläfern von Tieren ohne zwingende Notwendigkeit
nicht gestattet.
Eine zwingende Notwendigkeit ist nur dann gegeben,
wenn das Tier nicht ohne schwerwiegende Beeinträchtigung
seiner artspezifischen Verhaltensweisen weiterexistieren kann.
Häufigster Grund für eine Euthanasie ist folglich,
eine nicht behebbare gesundheitliche Störung
des Tieres.
Ein Einschläfern aus Gründen mangelnder Fürsorgebereitschaft des Besitzers
ist nicht gestattet und strafbar
.


Exsikkose
Austrocknung des Körpers.


Fauchen
Die Katze faucht vor Schreck, Angst oder Wut, mizunter aus Verlegenheit oder Unsicherheit. Was immer der Anlass sein mag, einer fauchenden Katze sollte man nicht zu nahe treten.

Feliner Body Mass Index (FBMI)
Waltham hat eine Formel aufgestellt, um den Prozentanteil an Fett
an der Gesamtkörpermasse auszurechnen.
Man muss den Körperumfang auf Höhe der 9. Rippe messen und die Strecke
von Kniescheibe bis Fersenbeinhöcker.
In der Tabelle kann man dann nachsehen:
34cm Umfang und 15cm Unterschenkel = FBMI 21 = normal
44cm Umfang und 15cm Unterschenkel = FBMI 37 = übergewichtig

Als normal ist ein FBMI von 11-30 einzuschätzen.

Links senkrecht, die erste Reihe = Umfang Brust in cm auf Höhe 9. Rippe

Unten waagerecht, die letzte Reihe = Unterschenkellänge in cm von Kniescheibe
bis Fersenbeinhöcker.

= Übergewicht
= Normalgewicht
= Untergewicht



Fellpflege
Für eine gute Fellpflege ist eine gute Ernährung Voraussetzung,
denn durch das richtige Futter werden der Katze viele Vitamine,
Mineralstoffe und Spurenelemente, die für ein gepflegtes Fell Voraussetzung sind, zugeführt.
Zur Fellpflege werden verschiedene Bürsten empfohlen.
Beim Bürsten wird gleichzeitig die Haut massiert, dadurch wird die Durchblutung angeregt, daß wiederum ist die Voraussetzung für einen gesunden Haarwuchs.

FeLV - Katzenleukose
Der Leukose-Virus befällt ausschließlich Katzen
und ist mit dem Immunschwäche-Virus FIV verwandt.
Das Virus kann übertragen werden durch Bißwunden (freilaufende Katzen - Kämpfe),
durch gemeinsame Futternäpfe, aber auch durch das Muttertier.
Bereits infizierte Tiere übertragen das Virus durch die Muttermilch
Nicht alle infizierte Katzen erkranken, werden aber zu Dauerausscheidern des Viruses.
Die Erkrankungen durch Katzenleukose sind sehr vielseitig und die Symptome von FeLV
und FIV sind nicht zu unterscheiden.
Wie bei FIV handelt es sich um eine Abwehrschwäche - die Katze wird für sonst harmlose Erreger sehr anfällig.
Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe ergreifen,
die sich nur noch kurzfristig oder gar nicht mehr behandeln lassen.
Lassen Sie Ihre Katze gegen Katzenleukose impfen.
Durch die Impfung werden Antikörper gebildet und das Risiko einer Infektion minimiert.

Fenster
Fenster tragen nicht unwesentlich zum Wohlbefinden der Katze bei.
Kippfenster stellen für Katzen eine außerordentliche Gefahr dar.
Es empfiehlt sich mit Fenstergitter zu arbeiten.

Fette
sind Energielieferanten und von großer Bedeutung für die Verwertung
von fettlöslichen Vitaminen.
Zuviel aufgenommene Fette werden als Depot-Fett gespeichert,
das im Bedarfsfall entweder der Energieerzeugung
oder dem Aufbau von Kohlenhydraten dient.
Eine Umwandlung von Fett in Eiweiß ist nicht möglich.
Die Bedeutung verschiedener Fette für die Katze ist unterschiedlich.
Pflanzliche Fette und Fischfette, die viel ungesättigte Fettsäuren enthalten,
sind nur wenig geeignet,
dagegen sind andere tierische Fette bekömmlicher und verwertbar für die Katzen.
Es wird ein Fettanteil von 10 - 25% Tagesgesamtfuttermenge empfohlen.


Fettschwanz
Die Drüsen auf der Oberseite des Schwanzes sondern zuviel Fett ab,
wodurch dieser ganz schmierig und Gelb-Braun aussieht. TIPP : Goop & Vetyl Puder.

Fiebermessen
Es empfiehlt sich, ein Thermometer eigens für die Katze anzuschaffen.
Denn das übliche Thermometer ist zu dünn und kann sehr schnell brechen.
Es gibt spezielle Katzenthermometer mit Schutzhüllen zum Drüberziehen,
damit eine einwandfreie Hygiene garantiert wird.
Zum Messen der Temperatur sollten zwei Personen gegenwärtig sein,
eine Person sollte die Katze so halten, daß sie sich nicht befreien kann.
Die zweite Person führt das Thermometer langsam und unter Drehbewegungen
in den After der Katze (verwenden sie hierfür speziell erhältliches Gleitmittel).
Nach ca. 2 bis 3 Minuten hat man den Wert ermittelt.

F.I.Fe
Federation Internationale Feline, europäische Dachorganisation der Katzenverbände.

FIP (Feline Infectiöse Peritonitis)
Erreger: Coronaviren
Inkubationszeit: Wochen bis Jahre
bevorzugt erkranken: Katzen unter 1 Jahr und dann wieder ältere.
Ansteckung: Speichel, Kot, Harn.
Achtung beim gemeinsamen benützen von Freßgeschirr oder Katzentoiletten.
Widerstandsfähigkeit des Virus in der Außenwelt: gering
Formen:
Die "feuchte Form" macht die Bauchwassersucht, die "trockene Form" verursacht
an verschiedenen Organen granulomatöse Veränderungen
(z.b. an den Nieren,der Leber, Lunge, Darm, Netz usw.),
auch zentralnervöse Formen sowie Augenformen werden durch die trockene Form verursacht.
Beide Arten können auch gemischt vorkommen
Symptome: Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber, Ikterus (Gelbsucht),
Durchfall und bei der feuchten Form das birnenförmig, ergrößerte Abdomen.
Diagnose:
Im Blut durch den sogenannten "FIP-Test", welcher den Antikörpertiter bestimmt,
nicht das Virus selbst nachweisen kann; sagt also nur aus,
dass die Katze einmal mit dem Virus in Berührung gekommen ist und Antikörper gebildet hat.
Dieser Titer erlaubt keine prognostische Aussage und darf ohne klinisch manifeste Symptome nie als Euthanasiegrund herangezogen werden!
Seit einiger Zeit Nachweis viraler Nucleinsäuren (damit direkter Coronavirusnachweis)
mittels "PCR"....da aber auch hier viele Faktoren mitspielen,
die zu erläutern hier den Rahmen sprengen würde,
ist auch diese Methode keine perfekte in der Prognostik.
Impfung:
Seit einigen Jahren am Markt "Primucell", erfolgt in die Nase der Katze, Wirksamkeit umstritten.
Prognose :
Man ist hier geteilter Meinung, die Mehrheit meint, die Erkrankung verlaufe stets tödlich.
Dem ist entgegen zu halten, daß weder jede Katze, die sich infiziert hat,
auch tatsächlich an FIP erkranken muß und daß es immer wieder Fälle gibt,
bei denen der Titer auf Null sinkt, sowie Fälle von Spontanheilungen.
Zur Therapie ist ebenfalls zu sagen, daß sich hier die Geister scheiden,
man aber allgemein sagt, es gebe keine kausale Therapie,
allenfalls eine symptomatische......auch hier würde eine Erklärung zu sehr in die Tiefe gehen.


FIV (Feline Immunodeficiency Virus)
1987 wurde erstmals in einem kalifornischen Bestand von chronisch kranken Katzen
ein bis dahin noch unbekanntes, das Immunsystem schwächendes Virus isoliert,
das die Entdecker als Katzenimmunschwächevirus (FIV) bezeichneten.
Es gehört zu einer Gruppe von Viren, die auch bei Rindern und Affen vorkommen.
Bekanntester Vertreter dieser Gruppe ist das menschliche Aids-Virus (HIV).
FIV wirkt sich für die Katze ähnlich aus wie HIV für den Menschen.
FIV wird nach den bisherigen Erkenntnissen durch Bisse auf andere Katzen übertragen.
Es kann bei Katzen ein Immunschwäche- bzw. AIDS-ähnliches Syndrom verursachen,
weshalb man auch von "Katzen-Aids" spricht.
Trotzdem unterscheiden sich FIV und HIV deutlich voneinander.
Untersuchungen zeigten, dass männliche Katzen häufiger infiziert sind als weibliche.
Das ist darauf zurückzuführen, dass Kater öfter in Auseinandersetzungen
mit Bisswunden verwickelt werden.
Eine Übertragung von FIV auf den Menschen wurde noch nie beobachtet.
Sie können von Ihrer Katze kein AIDS bekommen.

Flehmen
Im Gegensatz zum Menschen verfügen Katzen, aber auch einige andere Tierarten
über einen dritten, zwischen Geruch und Geschmack angesiedelten chemischen Sinn.
Dieser nimmt bestimmte Reize (riechbare Moleküle) mittels eines eigenen,
nach seinem Entdecker als Jakobson-Organ bezeichneten Fühlers wahr.
Das winzige Organ ist in einem schmalen, vom Gaumen abgehängten Gang daheim
und sieht in etwa wie ein zigarrenförmiger Beutel aus.
Um sich seiner zu bedienen, "leckt" das Tier die entsprechende Substanz aus der Luft
und preßt sie mit der Zunge gegen den Gaumen, so daß sie den Rezeptor erregen.
Während dieses Vorganges nimmt die Katze einen charakteristischen, als "Flehmen" bezeichneten Gesichtsausdruck an, der auf Menschen reichlich dämlich wirkt.
Man sieht Kater oft flehmen, wenn sie auf den betörenden Duft im Urin
einer rolligen Artgenossin gestoßen sind.

Flohbefall
Wenn Katzen von Flöhen befallen sind sollten Sie am besten einen Tierarzt aufsuchen.
Die meisten Mittel lassen sämtliche Flöhe binnen 24 Stunden absterben.
Da sich allerdings Flöhe nicht permanent auf ihren Wirt befinden ist damit zu rechnen,
daß ihre Eier an den Lieblingsplätzen der Katzen aufzufinden sind.
Diese sollten konterminiert werden.
Diese Prozedur sollten Sie möglichst zweimal innerhalb von vierzehn Tagen wiederholen,
denn es dauert ca. 4 bis 12 Tage bis die Flöhe aus ihren Larven schlüpfen.
Gegen adulte Flöhe können Insektizide wie Fipronil, Imidacloprid, Metaflumizon, Nitenpyram oder Selamectin eingesetzt werden.
Zur Verhinderung der Larvenentwicklung eignen sich Chitininhibitoren wie Lufenuron.
Zur chemischen Umgebungsbehandlung werden Chlorpyrifos, Permethrin, Propoxur, Fenoxycarb, Methopren bzw. Kombinationen dieser Wirkstoffe eingesetzt.

FORL
ist eine häufige, sehr schmerzhafte Erkrankung der Zähne bei Katzen.
Sie ist durch eine Entkalkung der Zahnsubstanz vor allem im Bereich der Zahnhalses
durch körpereigene Zellen, die Odontoklasten, gekennzeichnet.
Veraltete Bezeichnungen für diese Erkrankung bezeichnte man als Neck Lesions und Katzenkaries.
Die Erkrankung kommt bei 25–30 % (Prävalenz) der Hauskatzen vor,
bei Katzen über 5 Jahren ist jede 2. betroffen.

Bei dieser Erkrankung lösen sich die Zähne von selbst auf, es entstehen Löcher,
vor allem im Wurzel- und Zahnhalsbereich.

Die Ursache ist immer noch nicht endgültig geklärt.
Neuere Untersuchungen gehen davon aus,
dass es sich um eine Störung des Calcium-Gleichgewichts im Körper handelt.
Die Erkrankung tritt bei verminderter Calciumaufnahme
oder niedrigem Calcium/Phosphor-Verhältnis in der Nahrung gehäuft auf
.
Auch hormonelle Störungen (z. B. die Hormonumstellung nach einer Kastration,
mit Osteoporose) können beteiligt sein.
Wenn sich Fütterungsfehler ermitteln lassen, ist selbstverständlich eine Futterumstellung
oder die Zugabe von Calcium ratsam..
Auch eine eventuelle Osteoporose muss behandelt werden,
um ein weiteres Fortschreiten der Prozesse zu verhindern
.




Frühgeburt
Wird das Katzenjunge vor dem 57 Tag zur Welt gebracht,
spricht man von einer Frühgeburt.
In diesem Fall kann ist es schwierig sein das Junge am Leben zu erhalten.

 



Gameten
Sind die Geschlechtszellen, welche die halbe Chromosomenzahl enthalten bei der Befruchtung entsteht daraus das neue Chromosomenpaar, dass sich aus dem männlichen Gameten (Spermatozyt) und dem weiblichen Gameten (Eizelle) zusammensetzt.

Gastritis
Magenschleimhautentzündung
Symptome:
- Erbrechen
- verminderte Lebhaftigkeit
- verminderter Appetit
Ursache:
- Unverträgliche Nahrung
Bei einer Gastritis sollten Sie die Katze mindestens 12 h fasten lassen.

Gastroenteritis
Magen-Darm-Entzündung.
Ursache:
- bakterielle Infektion
- Vergiftung
- Futterallergie
Symptome:
- Erbrechen
- Durchfall

Gaumenstaffel
Am oberen Teil des Gaumens befinden sich, aneinandergereihte Schleimhautquerleisten.
Katzen haben davon 7 Paar.
Die Gaumenstaffel bildet ein Widerlager für die Zunge.


GCCF
Governing Council of the Cat Fancy, Britische Dachorganisation der Katzenzüchterverbände

 

Gebährmuttererkrankungen
Symptome:
- Mattigkeit
- Fieber
- blutig-eitriger Ausfluß
- Futterverweigerung


Gebiss
Die Katze ist ein Fleischfresser und ihr Gebiss ist perfekt auf diese Ernährungsweise abgestimmt.
Den Biss, der ihre Beute in Sekundenschnelle tötet, bringt sie mit den langen,
spitzen Eck- oder Fangzähnen an.
Die daran angrenzenden Schneidezähne und Vorbackenzähne dagegen bleiben klein.
Typisch für Fleischfresser sind die dritten Backenzähne des Ober- und Unterkiefers,
die scharfe Kanten haben wie die Blätter einer Schere.
Diese Reißzähne dienen weniger zum Kauen als vielmehr zum Zerteilen größerer Stücke.
Junge Katzen werden zahnlos geboren.
Nach 2-3 Wochen beginnen die 26 Zähne des Milchgebisses durchzubrechen.
Zwischen dem vierten und siebten Monat machen die Milchzähne den bleibenden Zähnen Platz.
Das Gebiss einer erwachsenen Katze hat 30 Zähne:
im Oberkiefer auf jeder Seite je drei Schneidezähne, einen Eckzahn,
drei Vorbackenzähne und einen Backenzahn, im Unterkiefer identisch,
jedoch nur je zwei Vorbackenzähne.

Geburt
Die Geburt kann bei Katzen entweder 30 Minuten oder auch 5 - 6 h dauern.
Wenn eine Katze zum ersten mal wirft kann es passieren,
daß die Mutter während der Geburt das Lager verläßt und das Neugeborene
an der Nabelschnur hinter sich herzieht.
Wenn Sie das beobachten, können Sie ungehindert eingreifen und die Katze wieder zurück
ins Lager bringen.

Geburtsanzeichen
Die ersten Voranzeigen stellen sich 12 - 24 h vor der Geburt ein.
Angefangen mit einer gewissen Unruhe.
Ihre Anschmiegsamkeit und das Bedürfnis nach Liebe nimmt merklich zu,
das Lager wird häufig aufgesucht und wieder verlassen oder auch zerwühlt.
Es zeigen sich die ersten Milchspuren an den Zitzen
und die Nahrungsaufnahme wird meist völlig eingestellt.
Ebenso kann es sein, dassdas Weibchen kurz vor der Geburt
etwas Fruchtwasser verliert und ihre Körpertemperatur um ca. 1°C fällt.
Dann folgen die Eröffnungswehen, die der Erweiterung der Geburtswege dienen.
Geburtsgewicht Ein Fötus wiegt bei der Geburt zwischen 80 u. 120 g,
bei schweren Rassen zwischen 90 u. 150 g.
In den ersten 24 h ist mit einem Gewichtsrückgang zu rechnen.
Geburtsvorbereitung Eigentlich gibt es dafür keine festen Regeln,
denn es hängt völlig von der einzelnen Katze ab
ob sie einen Menschen dabei akzeptiert
oder nicht.
Wenn die Katze äußerst anhänglich und zärtlichkeitsbetont ist und die Bezugsperson
nicht aus den Augen läßt, können Sie ruhig bei der Geburt anwesend sein.
Doch sollten Sie möglichst nicht aufgeregt sein, denn das überträgt sich sofort auf die Katze und wird für sie ein zusätzlicher Streßfaktor.
Bereiten Sie die Geburt schon lange vorher vor, indem Sie das Lager so bald wie nur möglich der Katze vertraut machen. Um so früher desto gewisser ist es,
dass die Katze es auch akzeptiert.
Sollte das nicht der Fall sein, beobachten Sie gut wo die Katze ihr Geburtslager einrichtet.
Bevorzugte Stellen sind Schränke.
.
Gehör
Das Gehör der Katzen ist ausgezeichnet.
Wesentlich feiner ausgeprägt, als das des Menschen.
Die Hörgrenze liegt bei der Katze bei ca. 50 000 Hz,
beim Menschen liegt er bei 20 000 Hz.
Der normale Hörbereich liegt bei der Katze bei ca. 1 600 Hz.
Wie alle Tiere, filtern auch die Katzen sämtliche Töne und Laute die sie umgeben aus
und hören nur auf die, welche für sie von Interesse sind.
Eine Katze hört eine Maus auf 20 m Entfernung.
Natürlich läßt das Gehör der Katze im zunehmenden Alter ab.
Gehörgangentzündungen Parasitäre Entzündung, hervorgerufen durch Milben.
Milben werden direkt übertragen (durch gegenseitiges Putzen).
Sie sollten, wenn Ihre Katze Milben aufweist sofort gegen die Milben angehen (Pulver).
Chronische Fälle müssen operiert werden.

Geisterzeichnung
Ghost markings.
Bei einfarbigen Katzen kann es vorkommen, dass die Spitzen etwas heller sind
als das dichtere Wollhaar (unregelmäßig).
Je nach dem wie das Licht auf das Fell fällt, sieht man eine Zeichnung im Fell
die sobald das Licht seinen Winkel ändert wieder verschwindet.

Genitalerkrankung
Beim Weibchen tritt eine Anomalie nur selten auf. z. B.:
- nichtdurchgängiges Jungfernhäutchen,
so daß die Gebärmuttersekrete nicht korrekt auslaufen können.
Nur operativ zu beseitigen.
- Tumor an Scheide und Eierstöcke.
In diesem Fall ist der Ausfluß blutig oder eitrig.

- Gebärmutterverdrehung.
Die Katze erbricht, der Bauch schwillt einseitig an und ist extrem schmerzempfindlich
und die Katze ist sehr matt.

Beim Männchen:

-wird der Kater zu früh kastriert, kann es passieren,
daß sich der Penis nicht von der Vorhaut trennt.
Dadurch kann der Kater seinen Penis nicht richtig putzen und bekommt
eine schmerzhafte Entzündung.
In diesem Fall muß der Penis entfernt werden.
Des weiteren können sich die Hoden nicht richtig entwickeln und verklemmen sich zwischen den Leisten. Kastration wird erforderlich.

- Verletzungen durch Bisse und Kratzen bei Kämpfen.
Dabei können starke Schwellungen und eitrige Entzündungen auftreten,
ebenso Fieber und Apathie. Fast immer einseitige Kastration.

Geräusche
die für uns völlig normal sind, können für die Katze, die ja ein überaus gutes Gehör besitzt, störend sein.
Plötzliches Einschalten von Staubsauger, Fön, Fernseher, Radio oder ähnlichem können bei der Katze panischen Schrecken erzeugen.
Darum sollte man die Katze mit diesen Geräten vertraut machen. Die Katze lernt schnell und versteht wenn sie sieht, daß Sie den Staubsauger aus dem Schrank holen, dann kann sie sich darauf einstellen, daß es gleich laut wird.
Auch sollten Sie darauf Rücksicht nehmen diese Geräte einzuschalten während die Katze schläft oder döst.
Ebenso sollten Sie Ihr Radiogerät oder ähnliches der Katze zu liebe nicht zu laut einstellen.

Geruchsbelästigung
Bei einer ordnungsgemäßen Haltung ist mit einer Geruchsbelästigung nicht zu rechnen.
Voraussetzung ist, daß Sie das Katzenklo gut säubern.
Eine Gefahr besteht allerdings darin, dass Sie Ihren Kater nicht kastriert haben, denn er beginnt sein Revier zu markieren.
Geruchswahrnehmung
Der Geruchssinn ist zwar bei der Katze um ein Vielfaches ausgeprägter als beim Menschen, ist aber unter den Sinnen der Katze der am geringsten ausgeprägteste Sinn.
Hauptsächlich wird er eingesetzt bei der Begrüßung von anderen Artgenossen (Analkontrolle) oder beim Sexualtrieb.
Beim Beutefang spielt er ebensowenig eine große Rolle, da die Katze im Gegensatz zum Hund keine Fährte aufnehmen kann.

Geschlechtsbestimmung
Wenn man es versäumt hat in den ersten Tagen nach der Geburt das Geschlecht zu bestimmen, kann es unter Umständen wochenlang dauern
bis man erkennen kann ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt.
Erst nach Wochen heben sich die Hoden durch eine kleine Beule ab.
Geschlechtsreife Weibchen erreichen mit ca. 6 -12 Monaten ihre Geschlechtsreife.
Männchen mit 8 -9 Monaten.
Beim Weibchen äußert sich die Geschlechtsreife durch die sogenannte Rolligkeit,
beim Männchen durch Markieren des Reviers.

Geschmack
Der Geschmack löst Reflexe im Verdauungssystem aus
(z. B. Reflex der Spiechelabsonderung und der Bildung des Magensaftes).
Geschmacksqualitäten sind bitter, süß, salzig und sauer.
Wobei bittere Stoffe meist von Katzen abgelehnt werden.

Gewürze
wie wir sie kennen werden meist von den Katzen abgelehnt
oder sind gar unverträglich für sie.
Salz jedoch ist gut für Katzen und sollte bei ihren Speisen nicht fehlen.
Natürlich ist der Salzgehalt auch eine beliebte Beeinflussung der Katze
wenn es um die Bekömmlichkeit der Speise geht.
Viele Katzenfutterhersteller nutzen das aus und übersalzen ihr Produkt,
dass wiederum führt dazu, daß die Katze lieber dieses Futter frißt,
es aber wesentlich ungesünder ist als das weniger gesalzene von einem anderen Anbieter.


Glossitis
Zungenentzündung, Entzündung der Mundschleimhaut nach Verbrennung, Verätzungen. Symptome:
-Durch den immer stärker werdenden Trend, Tiere aus südlichen und östlichen Ländern
nach Deutschland zu importieren, hat die Giardiose sich bei uns dramatisch verbreitet.
Inzwischen ist sie, nach Würmern, die zweit häufigste parasitäre Infektion.
Ganze Tierheim-Bestände an Hunden und Katzen sind mitunter von Giardien befallen.
Die birnenförmigen Giardien gehören unter den Protozoen (Einzellern) zu der Gattung
der Flagellaten (Geißeltierchen).
Der medizinisch wichtigste Vertreter ist Giardia intestinalis, auch Giardia lamblia genannt.
Die Parasiten nisten sich im Dünndarm von Wirbeltieren ein und ernähren sich vom Darminhalt. Sie schädigen die Darmschleimhaut, indem sie sich mit ihrem an der Bauchseite befindlichen Saugnapf an der Darmwand festhalten.
Auch frei zwischen den Darmzotten kommen sie in großer Menge vor.
Futterverweigerung
- vermehrte Speichelabsonderung
- Lustlosigkeit
- unangenehmer Geruch aus der Mundhöhle
- Zunge gerötet und leicht geschwollen
- Bläschenbildung
Bei schweren Fällen Zungenamputation.

Glückskatze
Drei- und vierfarbige Katzen bezeichnet man als Glückskatzen.

Haarlinge
Untern den bei Katzen vorkommenden Hautschmarotzern sind sie die harmlosesten
und zugleich auch seltensten.
Sie saugen weder Blut, wie die Läuse oder Flöhe, noch bohren sie Gänge in die Haut,
wie die lästigen Räudemilben.
Sie begnügen sich mit Hautschuppen, Haartrümmern und Sekreten der Haut.
Da sie sehr beweglich sind und niemals Ruhe finden,
verursachen sie durch ihr ständiges Umherlaufen einen starken Juckreiz.
Kratzexzeme und Haarausfall können bei übermäßigem Befall die Folge sein.
Besonders gerne lassen sie sich im Bereich des Kopfes und Halses nieder.
Sie sind etwa Stecknadelkopf groß, von ovaler Form und von gelblicher oder grauer Farbe.
Von den ähnlich aussehenden Läusen unterscheiden sie sich durch die Form des Kopfes.
Er ist breiter als das nachfolgende Brustsegment.

Haarwechsel
Jahreszeitlich bedingtes Abwerfen und Nachwachsen von Haaren (Fellwechsel),
besonders im Frühjahr und Herbst.


Hakenwurmbefall
Für Jungkatzen die in feuchten, warmen Zwingern leben besteht die Gefahr
sich mit 4 - 18 mm langen Rundwürmern zu infizieren.
Diese nisten im Dick- und Dünndarm und saugen täglich 0,12 ml Blut.
Das kann unter Umständen bis zum Tot der Katze führen.
Symptome:
- Blasse Schleimhäute
- blutiger Durchfall
Behandlung durch den Arzt.

Halskrause
Bei Langhaar- und Semilanghaarkatzen die Mähne am Hals,
die besonders im Winter ausgeprägt ist.

Haltung
Eine Katze kann in jeder Wohnung leben.
Es sollte nur darauf geachtet werden daß die Wohnung die richtige Größe und Höhe hat.
Sollte die Katze länger als 8 Stunden alleine sein
empfiehlt es sich eine zweite Katze anzuschaffen.
Doch dann sollten Sie wiederum darauf achten,
daß die Wohnung genügend Platz für Auslauf bietet.

Harnblasenentzündung
Nach Unterkühlung oder durch bakterielle Infektion.
Häufiges Harnen, wobei nur wenige Tropfen, manchmal bluthaltigen Urins abgesetzt werden. Durch Wärme und rechtzeitige Behandlung gute Heilungstendenz.

Harnen
Eine durchschnittliche Hauskatze setzt innerhalb 24h 2- 4 mal Harn ab.

Harnspritzen Markierung

Hautmilben
leben in der Haut ihres Wirten und verursachen Hauterkrankungen,
die zusammenfassend als Räude bezeichnet werden.
Neben starkem Juckreiz entstehen Pusteln, Krusten, Ekzeme und Haarausfall.
Je nach Milbenart entwickeln sich die Symptome nur am Kopf oder am ganzen Körper
der Katze.
Räudemilben werden von Katze zu Katze durch direkten Kontakt übertragen.
Die Parasiten bohren sich in die Haut des Wirtes ein und legen dort ihre Eier ab,
sie leben in verzweigten Bohrgängen in der Haut.
Die Behandlung der Milben muss mit speziellen Präpararten über längere Zeit
konsequent durchgeführt werden.

Hautpilz
Fast alle Haus- und Nutztierarten können von Hautpilzen befallen werden.
Diese mikroskopisch kleinen Organismen siedeln sich im Fell und auf der Haut an
und erzeugen tausende von Pilzsporen, die der Weiterverbreitung dienen.
Sowohl durch direkten Kontakt als auch durch Pflegeutensilien, Futtermittel,
Decken und andere Gegenstände kann die Erkrankung von Tier zu Tier,
vom Tier auf den Menschen und vom Menschen aufs Tier übertragen werden.
Bei erkrankten Tieren finden sich als typische Hautveränderungen kreisrunde haarlose Stellen, hauptsächlich am Kopf, am Hals, in Ohr Nähe oder an den Gliedmaßen.
Sie sind mit Schuppen oder Borken belegt und zur geschlossenen Felldecke hin
mit einem roten, entzündeten Randsaum begrenzt.
Teilweise können diese Veränderungen mit deutlichem Juckreiz verbunden sein.
An derart vorgeschädigten Hautstellen haben auch Bakterien leichtes Spiel
und können das Krankheitsbild deutlich komplizieren.
Darüber hinaus gibt es auch atypische Verlaufsformen, die je nach Tierart, Pilzart
und Abwehrlage des Tieres variable Hautveränderungen hervor rufen.
Deshalb sollten alle Tiere mit deutlichen Hautveränderungen frühzeitig tierärztlich untersucht werden.
Da auch nicht übertragbare Hautkrankheiten vergleichbare Krankheitsbilder zeigen können, ist zur Diagnose in aller Regel eine Laboruntersuchung erforderlich.
Beim Menschen beginnt die Erkrankung mit einem rötlichen, linsengroßen schuppigen
und juckenden Fleck, meist an Unterarmen, Beinen oder im Gesicht, der nach außen wächst, während die Mitte abheilt.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, entstehen zahlreiche solcher Herde,
die landkartenartig zusammenfließen können.
Am behaarten Kopf können rundliche, kahle, grauweiß beschuppte Flecken entstehen.
Zur Behandlung bei Tier und Mensch stehen pilz- und sporenabtötende Salben, Lotionen, Sprühlösungen und Tabletten zur Verfügung.
Die Heilung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Vorbeugend sollte auf besondere Hygiene im Umgang mit hauterkrankten Tieren
geachtet werden.

Hecheln
Da die Katze nur an Sohlen, Zehballen, an den Lippen, am Kinnwinkel, in der Zitzenumgebung und am After Schweißdrüsen besitzt muß sie bei erhöhter Temperatur zu Hecheln beginnen, dadurch wird Ihr Schweiß absorbiert und ihre Körpertemperatur reguliert.


Herpesvirus
Hauptsächlicher Erreger des Katzenschnupfens.
Inkubationszeit 5 - 7 Tage

Herzfrequenz
einer Katze im Normalbereich beträgt etwa 110-130 Schläge pro Minute

Hybriden
Nachkommen von Zuchtkatzen verschiedener Rassen.

 

 

.

Ikerus
Gelbsucht.
Augen, Mundhöhle oder Ohrmuschel färben sich gelb.
Die Ursache ist meist eine Lebererkrankung.
Symptome:
- Erbrechen,
- starker Durst,
- Untertemperatur,
- heller oder dunkelgrüner Urin oder
- weißlicher bis hellgrüner Kot.
Auf jeden Fall Tierarzt aufsuchen.

Immunglobulie
Eiweißstoffe mit Antikörperaktivität.
Ist in der Milch der Katzenmutter und wird von den Jungen aufgenommen.
Bildet eine Abwehrsystem.

Immunität
Erworbene Unempfänglichkeit gegen einen spezifischen Krankheitserreger
durch körpereigene Antikörper.
Nachdem eine Katze eine Infektionskrankheit überwunden hat,
haben sich auch Antikörper gebildet, die verhindern daß dieselbe Krankheit
nochmals zum Ausbruch kommt.
Was nicht zu bedeuten hat, daß die Katze nicht in der Lage ist andere Katzen anzustecken.

Imponierverhalten
Das Imponierverhalten wird bei Katzen schon ab der 5 Lebenswoche geübt.
Später wird es Rivalen und Weibchen gegenüber eingesetzt.
Katzen versuchen ihre körperliche Erscheinung optisch zu vergrößern
indem sie sich langbeinig, mit gesträubtem Fell oder auch mit Buckel vor ihrem Kontrahenten oder das umgarnte Weibchen stellen.

Infektionskrankheit
Krankheiten, die durch einen Erreger in den Körper gelangen
und nach einer bestimmten Zeit (Inkubationszeit) zum Ausbruch kommen.
Diese Erreger werden über Schleimhäute, Kot, Husten, Urin oder Blut übertragen
Infektiöse Anämie Ansteckende Blutarmut.
Vorwiegend bei Jungkatzen (1-3 Lebensjahr).
Die Übertragung ist noch nicht geklärt, es wird jedoch angenommen,
dass es durch Zecken, Flöhe, Insekten, Kratz- und Bißwunden übertragen wird.
Inkubationszeit ist die Zeit die zwischen der Ansteckung einer Krankheit
und den ersten Krankheitszeichen liegt.
Die Inkubationszeit ist unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Krankheit,
der Anzahl der eingedrungenen Erreger und der Widerstandsfähigkeit der Katze ab.
Inneneinrichtung Die Inneneinrichtung ist eine sehr wichtige Sache,
die von den meisten Katzenhaltern unterschätzt wird.
Auf jeden Fall ist darauf zu achten, daß ein ausreichender Kratzbaum zur Verfügung steht.
Ebenso brauchen Katzen ein geeignetes Schlaflager.
Das Schlaflager sollte möglichst ein Kasten sein der gut zu öffnen ist, wegen der Reinigung, er sollte weich ausgestattet und möglichst nur durch einen Eingang betretbar sein.
Ideal wäre ein runder Eingang.
Ebenso sollten Sie darauf achten, daß die Kiste erhöht angebracht ist,
dass wird von den meisten Katzen bevorzugt.
Bei Räumen mit Beton oder Fliesen als Fußbodenbelag sind größere Holzliegeflächen notwendig.
Ebenso sollten Fensterbretter so breit sein,
daß sich die Katze bequem darauf ausruhen und sonnen kann.
Katzentoilette, Freßnäpfe sowie Spielzeug ist netürlich auch erforderlich.
Innereien Innereien sollten wegen ihres hohen Nährstoffgehaltes häufig verfüttert werden, zumal Katzen außerordentlich gerne verschiedene Geschmacksrichtungen in ihrer Nahrung haben.
- Leber empfiehlt sich, nur sollte sie nicht zuviel und zu häufig auf dem Speiseplan stehen.
- Herz ist reich an Vitaminen und darf ruhig häufiger verfüttert werden.
- Lunge muß vorher gekocht werden und verliert dadurch an Nährstoffen und Vitaminen.
- Milz enthält einen enorm hohen Eisengehalt, ist jedoch nicht so beliebt bei Katzen.
- Nieren sind ein Leckerbissen für Katzen, von einer häufigen Verabreichung
ist jedoch abzusehen.
Nieren sollten vor der Verabreichung gut gewässert werden,
wegen der enthaltenen Schadstoffe.
- Gehirn ist ein ausgezeichnetes Futter für Katzen.

Inkubationszeit
ist die Zeit die zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch vergeht.


Insektenstiche
Bienen- oder Wespenstiche in Hals, Rachen und Zunge sind sehr gefährlich,
da sie stark anschwellen können und die Katze ersticken könnte.
Geben sie ihr einen Eiswürfel ins Maul und bringen sie sie so rasch wie möglich zum Tierarzt.
Bei Stichen in die Pfoten, die sehr stark jucken können, helfen naßkalte Wickel
oder Umschläge mit essigsaurer Tonerde.
Manche Katzen reagieren allergisch auf Insektenstiche.
Anzeichen dafür sind kalte Gliedmaßen, blasse oder bläulich verfärbte Schleimhäute, oberflächliche Atmung, vollkommene Schwäche bzw. ein Kreislaufkollaps.
Wickeln sie die Katze SOFORT in warme Decken (um Unterkühlung zu vermeiden)
und bringen sie sie zum Tierarzt.

Insektizitvergiftung
Besonders gefährdet sind freilebende Katzen auf dem Land.
Durch ihren Putztrieb nehmen sie die Gifte auf die sich auf ihrem Fell niedergelassen haben.
Anzeichen /Auswirkungen:
- Krämpfe
- Unruhe
- geweitete Pupillen
- Erbrechen
- Schreien
- Exsikkose
- Lähmung
- Appetitlosigkeit
- Koma
- Tod

Instinkt
angeborenes Verhalten.

Inzucht
Verwandtschaftliche Beziehung aus einer gemeinsamen genetischen Abstammung.
Die Verpaarung nahe verwandter Individuen reduziert die genetische Variabilität.
Langfristig gesehen ist das problematisch,
die Nachkommen werden immer anfälliger für Erbkrankheiten.

 

Isospora
Mikroskopisch kleine, einzellige tierische Schmarozer,
die im Darmepithel leben und die Kokzidiose hervorrufen.
Es erkranken ausschließlich Jungtiere.
Symptome:
- blutiger Durchfall
- Abmagerung
- Anämie

Kann zum Tode führen.

Jacobsonsches Organ
Als Jacobsonsches Organ versteht man ein dem Menschen fehlendes Sinnesorgan im Gaumen der Katze.
Dieses Organ kann durch chemische Reize stimuliert werden und Gerüche speichert.
Jagdschädling Die Katze ist eindeutig ein Mäusejäger.
Ihr Jagdverhalten ist hauptsächlich auf Boden-Beute ausgerichtet.
Auch haben Untersuchungen bewiesen, daß 50% aller streunenden Katzen
nur von Hauskost gelebt hatten, und von den restlichen über 90% nur Nagetiere
als Beute hatten.
Von daher dürfte der Beweis erbracht worden sein, dass Katzen keine Jagdschädlinge sind.


Jungenverteidigung
Die Mutterkatze verteidigt ihr Nestrevier gegenüber Feinden mit blizartigem Angriff.
Dies ist jedoch kein Angriff im herkömmlichen, sondern eine Verteidigung.
Da die Katzenmutter keine Fluchtdistanz hat, flüchtet sie auch dann nicht,
wenn ein ihr überlegenes Tier in die Nähe des Nestes kommt.
Wenn eine schüchterne Katzenmutter ihr Nest häufig gegen Menschen verteidigt,
können sich die jungen Katzen ebenfalls zu menschenscheuen Tieren entwickeln.
Jungtierentwicklung Nach der Geburt sind die Jungkatzen noch nicht vollkommen entwickelt.
Erst nach der 2. Woche prägt sich ihr Gehör aus und erst nach 5 - 12 Tagen öffnen
sich ihre Augen.
Optische Reize werden erst 3 - 5 Tage nach dem Öffnen wahrgenommen.
Das Zahnwachstum beginnt zwischen dem 10. und 16. Lebenstag.

Kalziummangel
wird durch einseitige Fleisch- und Tierkörperorgangfütterung
-Leber,
-Lunge,
-Herz und
-Nieren
hervorgerufen.
Durch Umstellung des Ernährungsplanes kann dies behoben werden.
Kannibalismus Kannibalismus ist das Auffressen von neugeborenen Artgenossen.
Bei zu jungen, unerfahrenen Erstlingsmütter, die gestört wurden kann Kannibalismus auftreten.

Kartoffeln
gekocht, püriert oder gebraten sind kein optimales Katzenfutter,
in kleinen Mengen kann man sie aber durchaus mit anbieten.
Gefährlich sind alle grünen Teile der Kartoffel, die bei Katzen zu schweren Vergiftungen führen können.

Kastration
Nach gängiger, aber irrtümlicher Meinung medizinischer Laien werden weibliche Tiere sterilisiert, männliche kastriert.
Kastration bedeutet vielmehr, bei den geschlechtsreifen Katzen beider Geschlechter
die Entfernung der
-Keimdrüsen,
-Hoden bzw.
-Eierstöcke.

Eine Kastration ist die Entfernung der Geschlechtsdrüsen,
also der Eierstöcke beim weiblichen und der Hoden beim männlichen Tier.
Durch den Eingriff wird außer den sexuellen Aktivitäten
auch das hierdurch bedingte Verhalten beendet.
Die Katze wird nicht mehr rollig, Kater können kein Sperma mehr produzieren
und zeigen fast nie mehr Aufspringen.

Katerbacken
Ausgeprägte fleischige Hautfalten, entwickeln sich bei den meisten Katern
nach Erreichen der Geschlechtsreife

Katergesang
wird oftmals falsch als "Liebeslied" interpretiert,
vielmehr handelt es sich um Drohlaute zwischen konkurrierenden Katern.

Katzenakne (feline Akne)
Die Katzenakne ist eine eher seltene Hauterkrankung der Katze.
Ganz im Gegensatz zur menschlichen Akne sind vor allem erwachsene Tiere betroffen.
Die Ursache der Katzenakne ist trotz intensiver Forschung noch unbekannt.
Bei einigen Tieren ist die Akne ein lebenslanges Problem,
während andere nur einmal in ihrem Leben eine kurze Episode dieser Erkrankung mitmachen und danach dauerhaft geheilt sind.
Betroffen sind vor allem Kinn und Unterlippe, gelegentlich auch die Oberlippe.
Oftmals bilden sich zunaechst einige Mitesser, die sich spaeter entzuenden.
Entzündliche Pusteln treten auf, in schweren Fällen entstehen Furunkel oder
aber hochgradige Entzündungen der gesamten Haut des betroffenen Bereichs.
Kinn und Lippen koennen stark anschwellen.
Katzen mit Katzenakne reiben Kinn und Lippen oft an rauhen Oberflächen.
In chronischen Fällen kommt es hierdurch sogar zur Narbenbildungen.
Katzenakne kann durch unsaubere Fressplätze und Plastikschüsseln verursacht werden.
Aus diesem Grund sollte, als erster Schritt im Fall von Akne,
noch vor medikamentoeser Behandlung, der Fressplatz überprueft werden.
Er sollte immer sauber sein.
Fressensreste sollten weggeräumt, Plastikteller durch Porzellan ersetzt werden.
Ausserdem sollte man darauf achten, dass die Katze keine Reste
an ihrer Schnurrhaaren hängen hat.
Gegebenenfalls sollte man der Katze das Maul abwischen.

Katzenfloh
Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist ein parasitierendes flügelloses Insekt der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera).
Weibchen sind 2 bis 3 mm, Männchen etwa 1 mm lang und braun bis rot-braun gefärbt.
Der Katzenfloh hält sich vorwiegend auf befallenen Tieren auf und ernährt sich vom Blut
des Wirtes, seine Entwicklungsstadien sind dagegen vorwiegend in Verstecken anzutreffen. Durch sein weites Wirtspektrum ist der Katzenfloh eine sehr häufige Flohart.

Katzenminze
ist ein kleine Pflanze (Nepeta cataria), die bevorzugt an Wegrändern wächst
und deren Geruch in den meisten Fällen von Katzen heiß geliebt wird.
Mehr als 50% der Katzen reagieren auf ihren Geruch.
Bei dafür empfänglichen Tieren erzeugt die Katzenminze Reaktionen,
die denen des Menschen auf bewusstseinserweiternde Drogen ähneln.
Zuerst wird die Pflanze beschnuppert, dann werden einige ihrer Blätter gekaut
und letztendlich wälzen sie sich auf dem Boden und geraten in immer stärkere Erregung, wobei sie die Körperhaltung eines rolligen Tieres annehmen.
Natürlich verhält sich nicht jede Katze gleich.
Katzenminze gibt es im Gartencenter zu kaufen, da sind die fertigen Pflanzen in Töpfen erhältlich.
Es ist wesentlich billiger die Pflanzen dort zu kaufen.

Katzenschnupfen
ist eine sehr häufige Erkrankung junger, ungeimpfter Katzen oder Katzenwelpen,
die von einer ungeimpften Mutter stammen.
Aber auch ältere Tiere können erkranken.
Der Katzenschnupfen wird zumeist durch zwei Viren verursacht:
Das Rhinotracheitis- und das Calici-Virus.
Die Katze steckt sich entweder an einer kranken Katze an
oder an einem gesund aussehenden Tier, dass die Erkrankung überlebt hat und zeitweilig Viren ausscheidet.
So harmlos wie sein Name ist der Katzenschnupfen leider selten.
Er beginnt in der Regel mit Niesen, gefolgt von einem zunächst klaren Nasen-
und Augenausfluß, der schnell schleimig und eitrig wird.
Hinzu kommen Fieber, Niedergeschlagenheit und Appetitlosigkeit.
Die Nasenlöcher verkleben, die kranke Katze atmet nunmehr durch den Mund,
wodurch die Infektion tiefergelegene Abschnitte des Atmungsapparates ergreift.
Es kommt zur Entzündung der Luftröhre, der Bronchien und sogar der Lunge.
Husten ist die Folge.
In manchen Fällen treten schmerzhafte Geschwüre in der Mundhöhle auf.
Nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, führt der Katzenschnupfen nicht selten zum Tode.

Katzenseuche
ist in ihrer Häufigkeit seit der Einführung der Impfung zurückgegangen.
Ausbrüche beobachtet man heute bei ungeimpften oder nicht ausreichend geschützten Katzen jeden Alters.
Ihr Erreger ist ein Virus, das in der Außenwelt extrem widerstandsfähig ist und Jahre überleben kann.
Die Katzenseuche wird darum nicht nur durch direkten Kontakt mit einem kranken Tier übertragen, sie kann auch vom Menschen mit dem Schuhwerk, der Kleidung,
den Händen oder mit Gegenständen, die von mehreren Katzen benutzt werden,
eingeschleppt werden.
Wie bei den meisten Viruskrankheiten der Katze gibt es auch bei der Katzenseuche
gesunde Virusausscheider als weitere Ansteckungsquelle.
Typisch ist das plötzliche Auftreten der ersten Symptome:
Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unlust.
Zu diesem Zeitpunkt haben die Katzen zumeist sehr hohes Fieber.
Kurz darauf erbrechen die Tiere massiv, zunächst Reste der letzten Mahlzeit,
bald nur noch Schleim und Galle.
Überleben sie dieses Stadium, so kann sich ein schwerer, beinahe unstillbarer Durchfall einstellen, der Blut und Darmschleimhautfetzen enthalten kann.
Erbrechen und Durchfall führen zu einer sehr raschen Austrocknung,
einem deutlich sichtbaren Verfall und letztlich zum Tode.
Die Behandlung der Katzenseuche ist aufwendig und nicht immer erfolgreich,
was aber keinem von einem Behandlungsversuch abhalten sollte.


Katzentyphus
ist eine sehr heftige, ansteckende, für Katzen charakteristische Erkrankung
und wird hervorgerufen durch das Parvovirus .
Sie ist gekennzeichnet durch starken Kräfteverfall, Magen-Darm-Katarrh
und einer Verringerung der weißen Blutkörperchen.
Die Inkubationzeit dauert 2-10 Tage; dann entwickelt sich die Krankheit tödlich
(in 12-24, nach Fieber, auf das Untertemperatur folgt) oder aber in anderer heftiger Form: eine Phase mit Fieber, völliger Entkräftung und Dehydration,
während der die Katze in Brustlage verharrt,
auf keine Bemühungen reagiert und ein struppiges und unsauberes Fell aufweist.
Weitere Symptome sind:
Appetitlosigkeit, extremer Durst, galliges Erbrechen mit Schaumbildung, Durchfälle, Bauchschmerzen.

Katzenwaisen
Katzenwelpen, deren Mutter aus diversen Gründen nicht mehr für sie sorgen kann,
müssen besonders behutsam und konsequent versorgt werden.
Suchen Sie in jedem Fall schnellstmöglich einen Tierarzt auf,
der die Erstversorgung vornimmt.
Bis zur 3.-4. Woche müssen die Babies mit Aufzuchtsmilch regelmäßig 8-12 Mal am Tag versorgt werden.
Es empfiehlt sich hierfür ein spezielles Saugfläschchen oder Pipette,
zur Not tut es aber auch ein Puppenfläschchen.
Halten Sie die Welpen warm. Zur Erstversorgung ist eine Wollsocke sehr gut.
Ein warmes Fell, Wärmflasche, Heizkissen oder eine Infrarotlampe eignen sich
um dem Wärmebedürfnis (25°-30°) der Kleinen gerecht zu werden.
Es ist wichtig, dass die Kleinen immer wieder mit einem weichen Baumwolllappen
am Bauch, Richtung After und Genitalien gestreichelt werden, um die Darmregulierung
sowie die Urinabsonderung zu reizen und aufrecht zu erhalten.
Viele Streicheleinheiten sind auch nicht zu vergessen!

Kennel
Transportkorb

Knickschwanz

Vererbliche Deformation des Schwanzes.

Knochen
sind für den Mineralstoffhaushalt der Katzen wichtig.
Deshalb ist als Futterzusatz Knochenmehl empfehlenswert.
Knochenaufbaustörungen - Mangelerscheinungen
Krankheitsbild:
Mangelerscheinungen entstehen durch ein Fehlen oder ein Zuwenig an lebenswichtigen Bestandteilen, die durch die Nahrung dem Organismus zugeführt werden.
Dazu zählen die Fette, Kohlenhydrate, Proteine, Elektrolyte, Spurenelemente und Vitamine.
Hier seien die Elektrolyte, wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Chlor,
die Spurenelemente, wie Eisen, Kupfer, Kobalt, Mangan, Zink, Fluor, Jod, Selen, Molybdän, Brom, Nickel, Zinn, Silizium und Vanadium, und die Vitamine, wie A, B-Komplex, D, E, H und K, genannt, die dem Oraganismus zugeführt werden müssen,
da er sie selbst nicht aufbauen kann.
Ein Mangel an diesen Stoffen kann zu mannigfaltigen Krankheitsbildern
und Knochenaufbaustörungen führen, die im einzelnen wegen ihrer Vielfalt nicht aufgeführt werden können.
Therapie:
Mit einer ausgewogenen Kost können diese Mangelerscheinungen vermieden werden.
Kohlenhydrate Kohlenhydrate sind Energielieferanten, die für die Lebensfunktion gebraucht werden.
Es werden pro Tag 3,15 g/kg Körpermasse der Katze benötigt.



Körpertemperatur
einer Katze liegt zwischen 38°C und 39,2-39,3°C.
Ab 39,3°C spricht man von erhöhter Temperatur und ab 39,5°C von Fieber.
Liegt der gemessene Wert aber unter 38°C spricht man hingegen von Untertemperatur.

Kokzidien
sind kleine, einzellige Darmparasiten, die nicht nur durch Beutetiere,
sondern auch durch rohes Schweinefleisch und Innereien übertragen werden,
noch ist die Verbreitung seltener.
In der Wohnung sind Katzentoiletten und Schlafdeckender die größte Infektionsquelle.
Daher gilt auch hier wie bei allen Parasiten absolute und gründlichste Hygiene.
Die Katzentoilette muss mehrmals täglich mit kochendem heißem Wasser gründlich gereinigt werden, ebenso die Futtertellerchen. ( Empfehlung DISIFIN zur Desinfektion).
Schlafdecken sollten ausgekocht und desinfiziert werden.
Kokzidien sind sehr widerstandsfähig, daher kann die Behandlung langwierig werden.
Kranke und geschwächte infizierte Katzen magern ab und leiden durch den wässrigen,
oft blutigem Durchfall unter Austrocknung. Fieber, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit können die Katze weiter schwächen.
Gesunden Tiere leiden mitunter nur unter eine leichten Darminfektion,
die oft nach einer Woche abklingt.
Andere Katzen wiederum haben oft Appetit.
Durch eine Kotuntersuchung stellt der Tierarzt den Befall der Darmparasiten fest
und verschreibt ein geeignetesPräparat.

Kolostralmilch
Diese Milch wird unmittelbar nach der Geburt abgegeben und ist für die Neugeborenen
sehr wichtig.
Die Jungen sind dann weniger für Infektionen anfällig.


Körperbau
Das Skelett der Katze, mit seinen 244 Knochen
und der mit über 500 Muskeln ausgestattete Körper erlauben geschmeidige und schnelle Bewegungen..
Körperpflege : Das empfindliche weiche Fell sowie die geschmeidige Haut
werden bei jeder Gelegenheit ausgiebig geputzt und gepflegt.
Das Belecken des Felles ist die häufigste Putzhandlung,
die mit der reibeisenartigen Zunge ausgeführt wird.


Körpertemperatur

Die Körpertemperatur der Katze liegt normalerweise
zwischen 38 und 39°C
Bei einer Temperatur über 39°C muß unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.
Wenn sie unter 38°C liegt, sollten Sie noch einmal kontrollieren,
ob das Thermometer tief genug eingeführt war, einfach erneut messen.
Koten Kot und Harn werden bevorzugt im lockeren Untergrund abgesetzt.
Solange die Jungtiere gesäugt werden, nimmt das Muttertier die Exkremente
auf
und frißt diese dann, damit das Nest völlig sauber bleibt.
Kotverstopfung Durch falsche Ernährung oder bei sehr fetten und trägen Tieren.
Krallen Dienen der Katze zum Schutze des Krallenbeins.
Sie stellen dolchartig gekrümmte, scharfe Horngebilde dar,
die beim Laufen durch Sehnen der Zehenstreckmuskeln in Hauttaschen
zurückgezogen werden und somit keine Bodenberührung haben.
Daher bleiben die Krallen stets scharf.
Die Krallen der Vorderpfoten sind größer und kräftiger als die der Hinterpfoten.
Für die Katze sind die Krallen wichtige Waffen im Kampf mit Rivalen,
aber auch beim Beutefang und zum Festhalten beim Klettern sind sie unentbehrlich.
Hier sehen Sie eine Skizze der beweglichen Kralle.

 

Kokzidien
sind eine Ordnung der Sporen- tierchen, einer Klasse der Protozoen,
die in der Regel intrazellulär parasitisch in höheren Tieren leben.

Die Kokzidien befallen vorwiegend den Magen-Darm-Trakt und bewirken je nach Befallsstärke Durchfall.
Die Erkrankungen durch Kokzidien nennt man Kokzidiosen.
Als Therapie werden sog. Kokzidiostatika verabreicht.
Die Krankheit kann nach erfolgreicher Behandlung rasch abheilen.
In besonderen Fällen, z. B. bei Jungtieren, kann sie auch tödlich enden
.


Kolostrum
Das Kolostrum (lat. colostrum, auch Colostrum) ist die Erstmilch für Säugetiere,
die von der weiblichen Milchdrüse produziert wird,
um das Neugeborene in den ersten Tagen optimal zu ernähren.
Es wird auch als Vormilch, Kolostralmilch, oder Erstmilch bezeichnet
und besteht aus Proteinen, Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Wachstumsfaktoren,
Aminosäuren und Antikörpern.
Auf diese Weise wird die Stärkung und die Immunabwehr des Jungtiers
oder Kindes unterstützt.

Kyphose
Ein Katzenrücken, der bogenförmig gekrümmt aussieht wie der eines Karpfens,
ist ein erkennbarer Hinweis auf die Erkrankung.
Meist erblich bedingt, tritt die Kyphose auch bei jüngeren Katzen (meist wenig auffällig) auf, schreitet aber im allgemeinen nur wenig fort, solange die Katze gesund und kräftig ist.
Im Alter versteift sich dann die Wirbelsäule durch Verknöcherungen der Bandscheiben zunehmend, und der Rücken krümmt sich stärker.

 

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Kryptorchismus
Fehlen eines oder beider Hoden im Hodensack durch unterbliebenen Abstieg.
Nahezu ausschließlich bei Edelkatzen.
Beidseitige Kryptorchiden sind unfruchtbar,
einseitige sollten wegen der Erblichkeit des Leidens kastriert werden.


Langhaarkatzen
sollen 1521 oder 1551 erstmals nach Italien gelangt sein.
Die bewußte Züchtung der Langhaarkatzen geht auf Harrison Weir zurück,
der 1871 die ersten Rassestandards erarbeitete.
Ursprünglich wurde angenommen, daß Langhaarkatzen ein Kreuzungsprodukt
zwischen Kurzhaar und Manul sind.
Heute sind die Felidologen der Auffassung,
daß eine Einkreuzung der Wildkatze Felis silvestris caucasica in Betracht
gezogen werden muß.
Die Gesichts- und Körperkonstitution bestärken diese Annahme

Lauerstellung
Teil des Verhaltens beim Beutefang.
Zwischen Anschleichen und Absprung nimmt die Katze meist noch eine Lauerstellung ein.
Sie verharrt dabei in geduckter Haltung und fixiert die Beute für längere Zeit
intensiv mit den Augen


Laufen

Als verschiedene Gangarten sind Trab, Galopp und als besondere Form
das Schleichlaufen zu nennen.
Die Gangarten unterscheiden sich nicht nur in der Schnelligkeit,
in der das Tier eine bestimmte Wegstrecke zurücklegt,
sondern auch in der Bewegungsweise.

Läufigkeit

Rolligkeit - bereit zur Paarung

Läuse
Die gelblich weißen, blutsaugenden Insekten sind nur bei ungepflegten
oder durch andere Krankheiten geschwächten Tieren zu finden.
Die Läuse werden durch direkten Kontakt übertragen.
Die ca. 1mm langen Nissen werden an die Haare geklebt.
Das Fell sieht schmutzig aus und riecht eigenartig.
Bei Massenbefall hilft nur noch Haare scheren.
Vorsichtig mit Alugan waschen und im wöchentlichen Abstand mindestens 3Mal wiederholen, damit alle inzwischen geschlüpften Läuse vernichtet werden.
Eiweiß- und Vitaminreich füttern.
Auf jeden Fall den Gesundheitszustand der Katze vom Tierarzt überprüfen lassen.


Lautäußerung
Akustische Informationsübertragung, bei der die akustischen Signale durch das Ohr
des Empfängers aufgenommen werden.
Oftmals sind Lautäußerungen mit entsprechenden Ausdrucksbewegungen gekoppelt,
wie z.B. das Fauchen mit Drohbewegung.
In der Beziehung zwischen Katzen und Menschen besitzt die stimmliche Veränderung
einen hohen Stellenwert und sie stellt das Medium dar, das wir am besten verstehen.
Beim Versuch zu Sprechen bemühen sich die Katzen um eine Annäherung an den Menschen.
Die Domestizierung hat das Lautrepertoire der Tiere bereichert und jeder Besitzer
sollte in der Lage sein seinen Hausgenossen "gesprächig" zu machen.

Lebenserwartung
Normalerweise erreichen Katzen ein Alter von 9-15 Jahren.
Wobei natürlich die Lebenserwartung extrem stark von der Haltung, Pflege
und Ernährung abhängt.
Nach neueren Erkenntnissen kann man als Vergleichsmaßstab folgende Berechnung vornehmen:
Für das erste Lebensjahr der Katze setzt man 20 und für jedes weitere Jahr
4 menschliche Lebensjahre an.

Lebererkrankungen
werden nach Vergiftungen oder als Folge chronischer Infektionskrankheiten in Form allgemeiner Gelbsucht erkennbar:
Urin gelblich oder dunkelgrün, Kot hell oder grünlich.
Das Allgemeinbefinden ist stets beeinträchtigt gekoppelt mit :
-Appetitlosigkeit,
-Erbrechen oder Durchfall

Leberschonkost: Fett frei, leicht verdauliche Zucker (Traubenzucker, Bienenhonig, Gebäck), Quark, sowie zerkleinerter gekochter Fisch (mager).
Im Bedarfsfall künstliche Ernährung und Elektrolytersatz zum Ausgleich
des hohen Wasserverlustes.

Leckerbissen
Viele Katzenbesitzer sehen in der Gabe von Leckerbissen - meist handelt es sich um menschliche Leckerbissen, wie Schokolade - die Möglichkeit ihre Lieblinge zu verwöhnen.
Keine Katze, die nicht an solche Leckerbissen von Menschenhand gewöhnt wurde,
würde neben den Mahlzeiten etwas missen.
Wesentlich besser geeignet um die Mensch-Tier Beziehung zu vertiefen sind Liebkosungen und Aufmerksamkeit.


Leckmassage
Unmittelbar nach der Geburt auftretende Verhaltensweise der Jungenpflege.
Damit wird nicht nur die Säuberung des Fells, sondern vielmehr die Anregung
der Atmung und des Kreislaufs bezweckt.
Gleichzeitig vollzieht sich auch eine erste geruchliche Prägung zwischen Mutter
und Jungtier.
In den ersten Lebenstagen und -wochen ist die Leckmassage der Mutter besonders wichtig um den Kot- und Urinabsatz anzuregen.
Lebenswichtig ist dies vor allem in den ersten 24 Stunden.
Bei notwendiger künstlicher Aufzucht muß der Mensch diese Leib- und Aftermassage unbedingt vornehmen, da es sonst zu Verstopfungen kommen könnte.
Dazu verwendet man am besten ein mit Babyöl getränktes Leinen- oder Frottiertuch.


Lernen
Optimierung des Verhaltens durch individuellen Einbau von Erfahrungen.
Der Verhaltenserfolg bestimmt Richtung und Geschwindigkeit der Optimierung.
Man kann bei der Katze ein direktes "Lernen am Erfolg" durch Probieren einer Handlung
und anschließender Zuordnung von positivem oder negativem Ergebnis und eine Nachahmung durch Zuschauen unterscheiden.
Die Katze lernt gleichsam nur in Selbstdressur aus eigenem Trieb als vorteilhaft
erkannte Handlungen in ihr Verhalten einzubauen.
Beim Lernprozeß kommt den Katzen ihr außerordentliches Beobachtungsvermögen
und ihre Geschicklichkeit zugute.
Katzen müssen erst lernen, welche Tiere als Beutetiere, welche als Feinde in Betracht kommen.
Vollkommen unerfahrenen Katzen benötigen zur Auslösung ihrer Beutefang-Handlung
den Bewegungsreiz eines flüchtenden Tieres.
Ausschließlich erfahrene Katzen sind in der Lage, sich still verhaltende Beutetiere
zu fangen.
Aufgrund ihres ausgezeichnet ausgeprägtem Orientierungssinn sind Katzen in der Lage
einen Ort, wo sie erfolgreich Beute machten, sofort wiederzufinden,
obgleich seither Wochen vergangen sind.

Letalfaktoren
In allen Populationen gibt es Allele, die zu Defekten oder zum Tode des Trägers
führen können.
Diese oftmals rezessiven Allele werden je nach ihrer Wirkung als subvitale,
semiletale oder letale Faktoren bezeichnet.
Als Letalfaktoren bezeichnet man Allele, die den Tod des Tieres hervorrufen.
Semiletale Faktoren führen bei mehr als 50% der Trägertiere,
subvitale bei weniger als 50%; der Trägertiere zum Tode.
Bei Katzen ist die dominante Schwanzlosigkeit als Letalfaktor bekannt.
Nur heterozygote Katzen sind lebensfähig.

Erbanlage, führt zum Tod eines Lebewesens vor oder (kurz) nach der Geburt.

Leukose - FeLV
Der Leukose-Virus befällt ausschließlich Katzen und ist mit dem Immunschwäche-Virus FIV verwandt.
Das Virus kann übertragen werden durch Bißwunden (freilaufende Katzen - Kämpfe),
durch gemeinsame Futternäpfe, aber auch durch das Muttertier.
Bereits infizierte Tiere übertragen das Virus durch die Muttermilch
Nicht alle infizierte Katzen erkranken, werden aber zu Dauerausscheidern des Viruses.
Die Erkrankungen durch Katzenleukose sind sehr vielseitig und die Symptome von FeLV
und FIV sind nicht zu unterscheiden.
Wie bei FIV handelt es sich um eine Abwehrschwäche - die Katze wird für sonst harmlose Erreger sehr anfällig.
Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe ergreifen,
die sich nur noch kurzfristig oder gar nicht mehr behandeln lassen.
Lassen Sie Ihre Katze gegen Katzenleukose impfen.
Durch die Impfung werden Antikörper gebildet und das Risiko einer Infektion minimiert.
Das Leukose-Virus ist ausserhalb des Körpers nicht sehr widerstandsfähig.
Im trockenen Milieu stirbt es innerhalb von 3 Tagen ab.
Es ist auch empfindlich gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmitteln.
Zwischenträger, wie andere Tiere oder der die Katze betreuende Mensch,
sind für die Weiterverbreitung von Leukose von untergeordneter Bedeutung.
Katzen infizieren sich in der Regel durch unmittelbaren Kontakt mit kranken,
häufig aber noch mit klinisch gesunden Artgenossen, die den Erreger in ihrem Blut beherbergen und hauptsächlich mit dem Speichel oder Blut ausscheiden.
Beißereien und gegeseitiges Belecken fördern die Verbreitung.

Liebkosungen
für Liebkosungen an Hals, Bauch und Genick sind Katzen besonders empfänglich.
Häufig fordern uns die Kätzchen durch Köpfenchengeben an unseren Beinen regelrecht auf, sie zu streicheln.
Man sollte sich dafür auf jeden Fall ausreichend Zeit nehmen,
da es sehr zum Wohlbefinden ihres Kätzchen beiträgt.


Linienzucht
Geplante Paarung verwandter Katzen.

Lungenblutungen
sind nach Unfällen ganz und gar nicht selten.
Erschwerte Atmung sowie hellrotes, schaumiges Blut aus Mund und Nase.
Lungenblutungen werden gelegentlich auch durch Lungenwurmbefall oder Geschwüre verursacht.
Die Patienten sind dann zumeist stark abgemagert und haben ein stumpfes,
glanzloses Fell.
Die erschwerte Atmung sowie zunehmender Husten sind auffällige Merkmale.
Lungenerkrankungen Meist vom Katzenschnupfen ausgehende Bronchitis oder Pneumonie, Bronchialasthma.
Anfallsweise auftretende Atemnot infolge einer Verengung der Bronchien.
Die Schleimhäute sind bläulich gefärbt.
Lungenwurmbefall Lungenwürmer sind etwa 4-10mm lange, haardünne Rundwürmer,
die in den Lungenbläschen schmarotzen.
Dort schlüpfen auch die Larven, welche dem Luftstrom entgegen wandern und vom Wirt ausgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot ausgeschieden werden.
Schnecken fungieren als Zwischenwirte, kleine Nager oder Reptilien als Transport-
oder Wartewirte.
Nach Verzehr der Zwischen - oder Transportwirte setzt sich die Blutwanderung zur Lunge
in Gange.

Lymphgefäßsystem
Die Lymphgefäße transportieren die Lymphe, welche vor allem Transport-
und Abwehrfunktionen erfüllt.
In den Lymphknoten wird sie gefiltert und auf etwaige Fremdstoffe kontrolliert bzw. gereinigt.
Für die Beurteilung von Krankheiten z.B. ist die Kenntnis dieser Gebiete von Bedeutung.

Lyssa
Tollwut

Magen-Darm Diät
ist die Grundvoraussetzung für die Wiederherstellung der Gesundheit.
Um Ruhe für das erkrankte Organsystem zu gewährleisten
wird mit 1 bis 2tägigem Fasten begonnen.
Am besten kleine Mengen beruhigend wirkender Getränke wie leicht gesalzener Schwarz-, Pfefferminz- oder Kamillentee.
Kombiniert mit gekochtem Reis oder Haferschleim, sowie leicht verdauliches,
gekochtes Fleisch oder Fisch.
Nötigenfalls künstliche Ernährung und Gabe von Elektrolyten.

Maligne Lymphom
(Syn. felines Lymphosarkom) ist eine bösartige (maligne) Tumorerkrankung bei Katzen , bei der sich zumeist solide Tumore in den lymphatischen Organen (Lymphosarkome) bilden.
Es ist die häufigste Tumorerkrankung bei Hauskatzen,
etwa ein Drittel aller Neoplasien sind bei diesen maligne Lymphome.
Hauskatzen sind innerhalb der bislang untersuchten Arten am häufigsten
von dieser speziellen Tumorform betroffen.
Die Erkrankung ist zumeist virusbedingt und vergleichbar mit den Non-Hodgkin-Lymphomen des Menschen.
Das klinische Bild ist sehr variabel und hängt von der Lokalisation und Größe des Tumors ab. Die Heilungsaussicht mit einer Chemotherapie ist nicht immer befriedigend,
bei malignen Lymphomen des Wirbelkanals ist sie schlecht.

Magen - Darm - Entzündung
Gastroenteritis

Magenerkrankungen
Bei Magenerkrankungen spricht man in erster Linie von Entzündungen (Gastritis),
die oft von verschluckten Fremdkörpern verursacht werden.
Anzeichen dafür sind mangelnder Appetit sowie Erbrechen
meist kombiniert mit Darmentzündungen.

Mammatumor
darunter versteht man eine Geschwulst der Milchdrüsen,
die bevorzugt in der zweiten Lebenshälfte auftritt.
Die anfänglich kleinen Gebilde wachsen unterschiedlich schnell und können
auch auf das benachbarte Gewebe übergreifen.
Oftmals bösartig mit Tendenz zur Tochtergeschwulstbildung (Metastasierung).
Bei frühzeitiger Erkennung und vollständiger operativer Entfernung
bestehen gute Heilungsaussichten.

Mandelentzündung
Angina
Merkmale:
- häufiges Gähnen
- vereinzelt Würg- und Brechreiz

Mangelerkrankungen
können schon bei jungen Kätzchen aufgrund einseitiger Ernährung auftreten.
Zu Beginn durch ausgewogene Kost (ganze Tierkörper mit Fell) schnell zu beheben.
In späteren Stadien können Symptome wie Nachtblindheit, verzögertes Wachstum,
erhöhte Infektionsanfälligkeit sowie Fortpflanzungsstörungen, Totgeburten und mißgebildete auftreten.

.
Markierung
über das Geruchssinnesorgan informieren sich Katzen gegenseitig durch Markierung
mit Harn, seltener mit Kot, die Sekrete von Schweiß- und Talgdrüsen werden gemischt
mit Harn zur Markierung des Territoriums sowie zur Information innerhalb des Geschlechtslebens genutzt.
Hauptsächlich führen Kater das Spritzharnen aus.
Dazu treten sie rückwärts dicht an das zu kennzeichnende Objekt mit steif aufgereckten Hinterbeinen heran, den Schwanz mit zitternder Spitze steil nach oben gestreckt,
und bestäuben dann mit fein zerteiltem Urinstrahl die Umgebung bis 1 m weit und hoch. Besonders häufig spritzen Kater in der Ranzzeit.
Aber auch manche Weibchen spritzen ab und zu in dieser Zeit, vor allem,
wenn sie keinen Kater finden.
Kratzspuren von Krallenschärfen an Bäumen sollen auch Markierungs Wirkungen besitzen.
Haben Katzen Möbel mit Geruchsmarken versehen, so kann man, mit einigen Hausmitteln, versuchen sie davon abzuhalten. Man reibt solche Stellen in gewissen Zeitabständen wiederholt mit einer Knoblauchzehe, ausgepreßten Zitronenschalen aber auch mit Maiglöckchen-, Rosen- oder Nelkenöl ein.
Auch bestimmte Sprays sollen Katzen vom Bespritzen abhalten,
die Wirkung allerdings ist zweifelhaft.
Eine Normalreinigung wird die Katze wohl lediglich dazu verführen ihre Kennzeichnung
sofort zu erneuern.

Mastitis
unter Mastitis bezeichnet man eine Entzündung der Milchdrüsen.
Beginnt meist als Milchstauung aufgrund von Tod oder zu schnellem Absetzen
der Jungen.
Bei geduldigen Katzen kühlende Umschläge anlegen, doch meist sind Antibiotika
und eine chirurgische Behandlung notwendig.

Megakolon
krankhafte Erweiterung des Dickdarms.
Immer auffällig durch lang anhaltende Kotverstopfung.
Entweder angeboren oder als Folge von einseitiger, ballastarmer Ernährung.
Im Anfangsstadium durch ballastreiche Fütterung vollkommen heilbar.
Im fortgeschrittenem Stadium selbst durch Operation nicht immer heilbar.


Mendelsche Gesetze Mendelsche Regeln.
Die Bildung der Keimzellen führt zur Verminderung der Chromosomenzahl im Zellkern
um die Hälfte, die homologen Chromosomen werden einzeln auf die Gameten verteilt.
Das genetische Material kann somit bei der Befruchtung neu kombiniert werden.
Mendel erkannte die dabei auftretenden Gesetzmäßigkeiten.
Er ist der Begründer des Uniformitätsgesetzes, des Spaltunggesetzes
und des Unabhängigkeitsgesetzes.

Menschliches Fehlverhalten

Falsche Einstellung zum Tier aufgrund von Unkenntnis
der artspezifischen Verhaltensweisen oder Vermenschlichung.
Selbst gelegentlich auftretende Aggression oder bestimmte Abneigungen
sollten nicht der Katze, sondern vielmehr dem Menschen angelastet werden,
da sie zumeist auf Haltungsfehler und Pflegemängel zurückzuführen sind.
Das Misstrauen einer Katze dem Menschen gegenüber beruht meistens
auf schlechten Erfahrungen.

Menschliche Speisen
Da "menschliche Speisen" oftmals mit Gewürzen zubereitet werden,
die Katzen nicht vertragen, sollte man davon absehen sie als Futter zu verabreichen.
Abgesehen davon ist der Eiweißbedarf der Katze höher als der des Menschen
und daher "menschliche Speisen" für Katzen nicht ausreichend wären.
Lassen Sie sich aber nicht davon abhalten für Ihr Kätzchen selbst zu kochen.
Achten Sie in jedem Fall darauf genügend Kenntnisse über die von der Katze benötigten Stoffe zu haben.

Mikrosporie
Hautpilzerkrankung
Sie wird durch Microsporum canis oder Microsporum gypseum hervorgerufen.
Bleibt jedoch meist ohne Symptome.
Die Katze spielt eine wesentliche Rolle als Ãœberträger.
Milben Milben leben in der Haut ihres Wirtes und verursachen Hauterkrankungen,
die zusammenfassend als Räude bezeichnet werden.

Milchmangel
aufgrund von Frühgeburt, bei oder nach schweren Erkrankungen, entzündlichen Veränderungen der Brustdrüsen oder Zitzen.
Relativ häufiges Auftreten bei Erstgebährenden oder übergewichtigen Katzen.
Durch Hormone oder regelmäßiges Anlegen der hungrigen Jungtiere häufig zu beheben.
Die Gabe von Vitaminen und Eiweiß kann die Milchproduktion des Muttertieres unterstützen.

Milchtritt
Tretende Bewegung auf den Forderpfoten.

Mineralstoffmangel
Im gesunden Organismus werden die notwendigen Elektrolyte
(Na, K, Mg, P, Ca, Chloride) durch den Stoffwechsel (Darm und Nieren)
im erforderlichen Gleichgewicht gehalten.
Deshalb sind Störungen vor allem bei erheblichem Flüssigkeits- und Elektolytverlust
durch Erbrechen und Durchfall, aufgrund von Erkrankungen der Nieren, Leber, Magen
und Darm zu erwarten.
Vorgefertigter Nahrung sollten stets Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt werden.


Mundgeruch
Eine Katze riecht immer leicht aus dem Mund,
aber man muß unterscheiden lernen, ob es sich um normalen oder krankhaften Mundgeruch handelt.
Oft steckt eine bakterielle Besiedelung der Mundhöhle dahinter.
Seltener bedingt eine Funktionsstörung der Filterorgane, besonders der Nieren,
den üblen Geruch. In diesem Fall sind sie nicht mehr in der Lage die Abbauprodukte
des Organismus auszuscheiden, sodaß die Stoffe in die Atemluft abgegeben werden.
Wenn ein Tier fauligen Mundgeruch hat, liegt eine Erkrankung der Zähne
und ihres Halteapparats vor.
Betroffen sind Stellen, an denen sich Speisreste und Zahnstein abgelagert haben.
Dabei entstehen giftige Stoffe, die schwerwiegende Schäden in Leber und Niere bewirken können.
Da diese Organe besonders empfindlich sind und ihre Erkrankung eine der häufigsten Todesursachen bei Katzen darstellt, wird klar, wie wichtig ein guter Zustand
der Mundhöhle und der Zähne ist.
Dafür gibt es kein besseres Mittel als regelmäßiges Zähneputzen.
An die Prozedur sollte man die Katze in frühester Jugend gewöhnen,
damit sie diese später einigermaßen geduldig über sich ergehen läßt,
die meisten Katzen bleiben allerdings zeitlebens ablehnend.

Mundpflege
Wenn ein Tier fauligen Mundgeruch hat, liegt eine Erkrankung der Zähne
und ihres Halteapparats vor.
Betroffen sind Stellen, an denen sich Speisreste und Zahnstein abgelagert haben.
Dabei entstehen giftige Stoffe, die schwerwiegende Schäden in Leber und Niere bewirken können.
Da diese Organe besonders empfindlich sind und ihre Erkrankung
eine der häufigsten Todesursachen bei Katzen darstellt,
wird klar, wie wichtig ein guter Zustand der Mundhöhle und der Zähne ist.
Dafür gibt es kein besseres Mittel als regelmäßiges Zähneputzen.
An die Prozedur sollte man die Katze in frühester Jugend gewöhnen,
damit sie diese später einigermaßen geduldig über sich ergehen läßt,
die meisten Katzen bleiben allerdings zeitlebens ablehnend.
Bitte achten Sie darauf die Zähne Ihrer Katze mit einer speziellen Katzenzahnpasta
zu putzen, da manche Stoffe der für Menschen bestimmten Zahnpasta,
für Katzen gefährlich werden können.





Nackenbiß
kann bei Katzen in 3 verschiedenen Formen auftreten.
Als Tötungsbiß.
Bei der Paarung, als Zugriff des Katers im Nackenfell der Katze.
Beim Transport der Jungtiere durch das Muttertier.
Im 2.und 3. Fall existiert eine durch das Zentralnervensystem gesteuerte Hemmung,
die das tödliche Zubeißen verhindert.
Alle Beutetiere, werden vor dem Auffressen durch einen gezielten Biß in den Nacken getötet.
Normalerweise tritt der Tod der Beute daraufhin sofort ein.
Auch im Rivalenkampf wird der Tötungsbiß angewendet, doch flieht die unterlegene Katze meist bevor es zum äußersten kommt.
Bei der Paarung faßt das Männchen das Weibchen mit dem Gebiß im Nackenfell,
bevor es über sie tritt und die Begattung vollzieht.
Einerseits hält dieser Biß die Katze fest und andererseits gewährt er dem Kater Halt.
Man sollte Katzen nie nur im Nackenfell fassen und hochheben, da sie sich sonst angegriffen fühlen und sich daraufhin eventuell wie im Kampf zur Wehr setzen könnten.

Nährstoffe
Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette bilden die Hauptnährstoffe.
Außerdem gehören dazu noch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente,
welche oft als Wirkstoffe den Nährstoffen gegenübergestellt werden.
Oftmals werden Fermente (Biokatalysatoren) auch als Wirkstoffe bezeichnet.
Anders als bei Pflanzen, die nur anorganische Nährstoffe benötigen,
verhält es sich bei Tieren anders.
Sie müssen organische Nährstoffe aufnehmen.
Alle Tiere sind von den durch Pflanzen produzierten organischen Nährstoffen abhängig, da sie nicht in der Lage sind aus anorganischen Nährstoffen organische aufzubauen.
Außerdem sind die Nährstoffe für die Stoffwechselvorgänge,
die Bereitstellung von Energie und für die komplizierten Vorgänge im Körper verantwortlich.
Bei Mangel, aber auch bei Ueberschuß, wird der ganze Mechanismus gestört.
Darum ist es von großer Bedeutung dem Kätzchen alle benötigten Nährstoffe (im richtigen Mengenverhältnis) mit dem Futter zu verabreichen.

Narkoserisiko
Das Narkoserisiko ist abhängig vom Gesundheitszustand und dem verwendeten Narkotika.
Bei Inhalationsnarkose geringer als bei injiziertem Betäubungsmittel.
Man sollte unbedingt darauf achten vorherige Aufregung zu vermeiden
und die tierärztlichen Hinweise während der Wiederaufwachphase, wie Wärme,
Ruhe und viel Liebe strikt zu befolgen.

Nasenbluten
Tritt Nasenbluten einseitig auf ist es meist ein Hinweis für eingedrungene Fremdkörper oder Geschwüre.
Tritt es beidseitig auf, so kann eine heftige Entzündung oder ein Unfall dafür verantwortlich sein.
Bis zur tierärztlichen Versorgung, die selbstverständlich sofort in Ansruch genommen werden muß, mit Eisbeuteln oder kalten Kompressen kühlen und Ruhe für das Kätzchen gewährleisten.

Nasenspiegel
Bezeichnung für die unbehaarte Haut der Nasenöffnungen.
Der Nasenspiegel geht in eine ebenfalls unbehaarte Stelle der Oberlippe über.
Die Oberlippe trägt eine seichte Furche, die zusammen mit dem Nasenspiegel
die für die Katze typische Nasenform ausmachen.
Die Benetzung des Nasenspiegels mit Flüssigkeit erfolgt unter anderem wesentlich
über die Tränenflüssigkeit, die durch den Tränennasenkanal zur Nasenöffnung fließt und dort verdunstet.
Aus diesem Grund ist die Nase im Allgemeinen kühl und trocken.

Nestwechsel
während der ersten Lebenswochen müssen die Jungtiere von der Mutter im Nest gehalten werden.
Wird ein Nestwechsel, aufgrund zu häufiger Störungen notwendig, oder muß ein verirrtes Jungtier zurück ins Nest gebracht werden, so zeigt das Muttertier eine interessante angeborene Verhaltensweise.
Sie packt die jungen Kätzchen im Nacken und trägt sie nacheinander an einen anderen, sicheren Ort.
Die Jungen fallen dabei in eine sogenannte Tragestarre, d. h. sie hängen wie leblos unbeweglich im Maul der Mutter. Dies verhindert Verletzungen durch die Zähne.
Eine Beißhemmung macht den direkten Zubiß der Mutter unmöglich.
Sind alle Jungen sicher weg transportiert, kehrt die Mutter noch ein oder mehrere Male
zum alten Nest zurück, um "vergessene" Tiere zu suchen.
Dieses Verhalten zeigt, daß der Mutter die tatsächliche Anzahl ihrer Jungen nicht klar ist.
Oftmals erfolgen solche Nestwechsel über größere Entfernung,
dies bedeutet einen erheblichen Aufwand an aktionsspezifischer Energie.
Dennoch ist diese angeborene Verhaltensweise praktisch unerschöpflich.
Lediglich eine körperliche Ermüdung kann bei weiten Strecken auftreten, welche zu Nachlässigkeit der Katze führen kann.

Neugeborenenperiode
Zwischen dem 1.-15. Tag besteht die Hauptaktivität der Nesthocker aus saugen
und schlafen.
Hunger, Kälte, aber auch zu große Wärme lösen bei ihnen Unruhe und Kontaktlaute aus.
Wimmernde Klagelaute sind Auslöser für das Eintragen von verirrten Jungen.
Auch Schnurren, Fauchen und Piepsen sind schon in der Neugeborenenperiode zu hören.
Da die Hörfähigkeit etwa mit der 2. Lebenswoche einsetzt,
ist erst dann ein direkter Stimmfühlungskontakt mit der Mutter möglich.
Zwischen dem 5. und 12. Tag öffnen die Kätzchen die Augen.
Beide Augenlider sind zum Zeitpunkt der Geburt fest miteinander verwachsen.
Erst wenn die äußere Epidermis dort angewachsen ist, trennen sich die Lider.
Es ist absolut falsch und gefährlich, gewaltsam nachzuhelfen!
Ist allerdings die Zeit von 12 Tagen verstrichen, ohne das sich die Lider öffnen,
kann man mit lauwarmem Kamillentee abtupfen, besser aber den Rat des Tierarztes einholen.
Gegen Ende der Neugeborenenperiode werden erste, recht wacklige Bewegungsversuche unternommen.


Neugierverhalten
Der Trieb, bzw. der Drang, alles Erregende, d.h. alle von den Sinnesorganen in der sich ständig verändernden Umwelt wahrgenommenen Informationen näher kennenzulernen, ist so stark ausgeprägt, dass die Neugier, das Erkundungsverhalten, als ein Grundzug des angeborenen Verhaltens der Katze bezeichnet werden kann.


Nickhaut
Katzen haben eine Nickhaut, das ist eine Art drittes Augenlid.
Die Nickhaut bedeckt das Auge vom Augeninnenwinkel her.
Man sieht, wie sie sich vorschiebt, wenn Katzen müde werden.
Man sieht sie besonders deutlich bei kranken Katzen.
Die Nickhaut ist ein besonderer Schutz des Auges.
Die sogenannte, normalerweise nicht sichtbare Nickhaut schiebt sich zwischen Pupille
und Augenlider, damit werden Fremdorganismen erkannt und beseitigt.
Hierbei handelt es sich um Krankheitserreger, körperfremdes Gewebe oder sonstige Fremdstoffe.
Ist die Nickhaut Ihres Kätzchens deutlich zu sehen muß man von einer Erkrankung ausgehen und einen Tierarzt aufsuchen.


Nidationsverhütung
Hormonspritzen, welche die Einnistung der befruchteten Eizellen in der Gebärmutterschleimhaut verhindern.
Entweder 24 h nach dem Deckakt mit Gestagen oder innerhalb der folgenden 5 Tage 3mal mit Oestrogenen.
Nicht Risikofrei.

Nierenerkrankung
Entzündungen der Nieren sind relativ häufig.

akute Nephritis:
welche nur selten typische Krankheitszeichen, wie aufgekrümmter Rücken, Berührungsschmerz bei Betastung der hinteren Bauchhälfte aufzeigt. Meist mit Fieber, Apathie und Futterverweigerung verbunden. Häufig in Folge von Vergiftungen, akuten Infektionskrankheiten, selten nach Unfällen. Ohne Laboruntersuchungen nicht sicher erkennbar.

chronische Nephritis:
weit verbreitetes Leiden, vor allem bei älteren Katzen.
Die Fähigkeit der Niere harnpflichtige Stoffe zu eliminieren ist eingeschränkt.
Die Katze ist meist durstiger als normalerweise.
Das Fell ist stumpf und glanzlos. Nickhautvorfall. Je nach Ausprägung des Leidens Durchfall, Erbrechen und nicht heilende Exzeme.
Harnvergiftung:
Zustand, der das unabwendbare Ende der meisten chronischen Nephrosen signalisiert. Ständiges Erbrechen, übel nach Urin riechende Ausatmungsluft,
nicht heilende Wunden in der Mundhöhle, rapider Kräfteverfall, Untertemperatur, Tod.
Nierengeschwülste: meist als Symptom oder in Folge von Leukämie.
Krankheitsverlauf ist sehr wesentlich durch zweckentsprechende Diät beeinflußbar,
nach Absprache mit dem Tierarzt leicht verdauliche, je nach Form eiweißreiche oder eiweißreduzierte Kost reichen. Mehrere kleine Tagesportionen,
z.B. hartgekochte Eier, Quark, Traubenzucker, Bienenhonig.
2 x täglich 1Tl Bohnenkaffee oder schwarzen Tee.
Flüssigkeitsverluste ausgleichen.
Zur Sicherheit von allen Katzen jenseits das 6. Lebensjahrs in kürzer werdenden Abständen Harnkontrollen durch tierärztliches Labor vornehmen lassen.


Notoedres-Räude
Durch mikroskopisch kleine Milben hervorgerufene, typische "Katzenkrätze".
Die Weibchen der Milben legen ihre Eier in die von ihnen in die obersten Hautschichten gebohrten winkligen Nischen und Gänge.
Bevorzugt erkranken ganz junge, alte und geschwächte Tiere.
Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt oder Pflegegeräte.
Auf Mensch, Hund und andere Säugetiere übertragbar.
Anfangs als leicht gerötete, juckende, kleine Ekzeme, später dann flächenhaftere Ausdehnung auf alle Körperregionen. Haare brechen ab, ständiger Juckreiz,
der in warmer Umgebung intensiviert wird.
Durch Kratzen und Scheuern entstehen eiternde Hautwunden,
wobei unbehandelt Blutvergiftungsgefahr besteht.
Vor der (Tierarzt!) Behandlung Haare scheren und die Borken mit lauwarmem Seifenwasser ablösen.
Alugan oder andere, gut verträgliche Insektizide mit einer weichen Bürste vorsichtig einmassieren.
Die Behandlung in 8-10 tägigem Abstand mindestens 3x wiederholen.


Obst
Das Vitaminangebot wird durch Zugabe von etwas geriebenem Obst verbessert
und außerdem wirkt es Appetit anregend.
Für Kastraten und während einer Abmagerungskur kann Obst zum Sattfüttern
mit eingesetzt werden.

 

Odd eye
Katze mit verschieden-farbigen Augen.

 

Oestrus
Zeit, in der die Kätzin empfängnisbereit ist (Rolligkeit) und verpaart werden kann.
Erfolgt keine Paarung, kann die Kätzin „dauerrollig” werden. '
Eine Dauerrolligkeit kann gefährliche Erkrankungen der Gebärmutter zur Folge haben.



Ohrenpflege
Für Katzen sind die Ohren ein sehr wichtiges Sinnesorgan, welches einer regelmäßigen Kontrolle, um Verklebungen mit Ohrenschmalz oder Milbenbefall vorzubeugen,
unterliegen muß.
Beides ist lästig für die Katze und kann außerdem zu Entzündungen des Ohres führen.
Ein ständiges Schütteln oder Kratzen der Ohren weist daraufhin,
dassmit ihnen etwas nicht stimmt.
Man sollte die Ohren wöchentlich vorsichtig mit einem Wattestäbchen,
dass man mit Hautöl befeuchtet, austupfen.
Sollten sich trotz dieser Pflegemaßnahmen Ohrmilben einstellen,
ist zum Austupfen ein handelsübliches Bekämpfungsmittel gegen Ektoparasiten zu verwenden.
Bei Katzen, die ins Freie dürfen können manchmal Fremdkörper in das Ohr eindringen.
An das Entfernen des Fremdkörpers darf nur sehr vorsichtig gegangen werden,
um ihn nicht weiter ins Ohr hineinzustoßen.
Sicherlich ratsamer ist es umgehend einen Tierarzt zu konsultieren.
Die Katze bei der Pflege gut festhalten, da bei der Berührung der Ohren mit Abwehrbewegungen zu rechnen ist.

Othämatom
Blutohr.
Durch häufiges Schütteln oder Kratzen, gelegentlich auch durch einen Unfall,
entsteht ein Bluterguß zwischen Ohrknorpel und darüberliegender Haut.
Die Ohrmuschel fühlt sich prall an und ist anfangs oft warm und sehr empfindlich.
Trotz chirurgischer Maßnahmen entwickelt sich meist eine Verknorpelung der Ohrspitze, sodaß sie umkippt.

Otitis externa
Unter Otitis externa versteht man eine Entzündung des äußeren Ohres.

Otitis media
Mittelohrentzündung.
Meist als aufsteigende Infektion vom äußeren Gehöhrgang.
Anzeichen dafür sind schief Halten des Kopfes, Augenzittern, Erbrechen, nicht selten Fieber, stets erheblich beeinträchtigter Gesundheitszustand.

Outcross
(Fremdzuchtpaarung, Kreuzungszucht)
Hiermit bezeichnet man die Paarung von Angehörigen verschiedener Familien, Gattungen, Arten oder Rassen.

Ovariohysterektomie
Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke.


Ovulation

Eisprung, wird bei Katzen erst durch den Deckakt ausgelöst.

Der Follikelsprung, der das befruchtungsfähige Ei der Katze im Eierstock entläßt,
ist bei der Katze vom Paarungsakt abhängig.
Die Ovulation erfolgt 24-30h nachder Paarung.

Paarung

Zusammenfinden von Männchen und Weibchen zwecks Begattung und Befruchtung.
Bei der Katze ist die Ovulation an den Paarungsakt geknüpft.
Findet keine Paarung statt bilden sich die reifen Eier zurück.
Die Paarung ist mit komplizierten, genau aufeinander abgestimmten Verhaltensfolgen der Geschlechtspartner verknüpft.
Katzen und Kater werden im Verlauf ihres ersten Lebensjahres geschlechtsreif.
Kätzinnen werden je nach Rasse im Alter von 5-9 Monaten geschlechtsrei.

Neben der Geschlechtsreife ist auch der individuelle Entwicklungsstand der Tiere ausschlaggebend.

Paarungsbereitschaft signalisiert bei Weibchen die Rolligkeit,
bei Männchen die ständige Markierung und das häufige Lecken des erigierten Penis.
Erst bei starker Rolligkeit zeigt das Weibchen gegen Ende des Paarungsvorspiels
die Begattungsaufforderung mit dem sogenannten Präsentieren.
Diese Begattungsstellung kann zu diesem Zeitpunkt auch vom Menschen ausgelöst werden, wenn man den Rücken der rolligen Katze in der Körpermitte leicht nach unten drückt
und über das Fell streicht.
Bei der eigentlichen Paarung faßt das Männchen das Weibchen mit dem Nackenbiß
und tritt erst mit der Vorderpfote, danach auch mit der Hinterpfote über sie.
Paarungsvorspiel Werbung Balz.
Begegnet ein Männchen in dieser Phase einem Weibchen,
so versucht es durch Köpfchengeben und Analkontrolle eine Annäherung.
Das Weibchen bleibt der Werbung des Männchens zunächst indifferent.
Erst wenn bei ihr die Rolligkeit einsetzt beginnt auch sie das Paarungsvorspiel.
Kommt das Männchen dem Weibchen überraschend zu nahe, so flieht es zunächst.
Diese Fluchten werden jedoch immer kürzer und langsamer.
Man bezeichnet dieses Verhalten als "Kokettierflucht".
Gegebenenfalls kann sich dieses wechselseitige Zeremoniell,
welches der Stimulation der Paarungsbereitschaft dient, über mehrere Tage erstrecken.
Da Katzen in dieser Phase gegen Störungen und fremden Lärm empfindlich sind,
kommt es meist nachts und in deckungsreichem Gelände zur Paarung.
Häufig entfällt das Paarungsvorspiel, wenn das Weibchen den Höhepunkt ihrer Rolligkeit schon erreicht hat und die Paarung wird sofort vollzogen.


Panleukopenie
Fachausdruck für Katzenseuche .
Zum Teil starke Verringerung aller weißen Zellen des Blutbildes.


Panophthalmie
Eitrige Entzündung des gesamten Auges, nicht selten vollständige Zerstörung.
Meist in Folge eines Unfalls, Beißerei, manchmal als Herd einer allgemeinen Infektion.
Schnellstmögliche operative Entfernung.

Papillen
Kleine Wärzchen auf der Zunge zum Ertasten des Geschmacks.
Durch diese Wärzchen fühlt sich eine Katzenzunge wie Sandpapier an.

P articolor
Bicolor Mehrfarbig, Zweifarbig

Passereffekt
Spezieller Zuchtwert, der die Kombinationseignung von Zuchtlinien zur Erzielung
von Kreuzungstieren bestimmt, die durch Heterosis weitgehend einheitlich
und den Ausgangslinien überlegen sind.

Peritonitis Bauchfellentzündung.

Verursacht durch verschiedenste bakterielle Erreger, die entweder von außen
oder durch entzündete, geplatzte oder Keimdurchlässige innere Organe
auf das Bauchfell gelangen.
Stets sehr ernste mit hohem Fieber verbundene Erkrankung.
Apathie, Appetitlosigkeit, bei Berührung schmerzempfindlicher Leib.
Durch gezielte Antibiotikagaben, sorgfältige Pflege und künstliche Ernährung bestehen Heilungschancen.


Pflanzliche Fette

Es herrschen sehr große Meinungsverschiedenheiten über die Verdaulichkeit
und Bekömmlichkeit pflanzlicher Fett.
Während die einen von der Gabe pflanzlicher Fette vollkommen abraten
empfehlen andere diese sogar.
Pflanzliche Fette enthalten recht viel ungesättigte Fettsäuren
und können deshalb
oft Durchfälle verursachen.
Tatsache ist, daß pflanzliche Fette nicht zu den natürlichen Nahrungsbestandteilen
der Katze gehören.
Werden pflanzliche Fette gefüttert, so ist auf die ausreichende Gabe von Vitamin E
zu achten.
Der Bedarf an diesem Vitamin steigt bei einem größeren Anteil ungesättigter Fettsäuren
im Futter.


Pflegetrieb
Generell übernimmt die Mutterkatze die Aufgabe für Nahrungsansprüche
und Schutzverlangen der Jungen zu sorgen.
Der Pflegetrieb wird vor allem durch Kontaktlaute der Neugeborenen ausgelöst
und ist während der Säuglingzeit am stärksten ausgeprägt.
Bei Erstlingsmüttern finden man manchmal einen mangelhaft ausgeprägten Pflegetrieb,
beim nächsten Wurf verläuft dann alles stets normal.
In seltenen Fällen zeigen Hauskater, aber auch Wildkater einen gering ausgebildeten Pflegetrieb.
So konnte man Wildkater beobachten, die das Nest mit Nachwuchs beschützten
und das Muttertier mit Beute versorgten. Hauskater liegen nicht selten mit im Nest
und wärmen und belecken den Nachwuchs.


Pheromone
Chemische Botenstoffe, die die Katze über den Geruchssinn wahrnimmt
und die u.a. anzeigen, dass eine Kätzin rollig ist. Soziohormone.
Stoffe, die sowohl vom Kater als auch der Katze ausgeschieden
und durch die Nase wahrgenommen werden.
Sie spielen im Sozialverband, in der Beziehung zwischen den Geschlechtern
und bei der Prägung eine bedeutende Rolle.
Sie werden unter anderem über Stoffe der Duftdrüsen ausgeschieden.


Pilze / Hautpilze
Fast alle Haus- und Nutztierarten können von Hautpilzen befallen werden.
Diese mikroskopisch kleinen Organismen siedeln sich im Fell und auf der Haut an
und erzeugen tausende von Pilzsporen, die der Weiterverbreitung dienen.
Sowohl durch direkten Kontakt als auch durch Pflegeutensilien, Futtermittel,
Decken und andere Gegenstände kann die Erkrankung von Tier zu Tier,
vom Tier auf den Menschen und vom Menschen aufs Tier übertragen werden.
Bei erkrankten Tieren finden sich als typische Hautveränderungen kreisrunde haarlose Stellen, hauptsächlich am Kopf, am Hals, in Ohr Nähe oder an den Gliedmaßen.
Sie sind mit Schuppen oder Borken belegt und zur geschlossenen Felldecke hin
mit einem roten, entzündeten Randsaum begrenzt.
Teilweise können diese Veränderungen mit deutlichem Juckreiz verbunden sein.
An derart vorgeschädigten Hautstellen haben auch Bakterien leichtes Spiel
und können das Krankheitsbild deutlich komplizieren.
Darüber hinaus gibt es auch atypische Verlaufsformen, die je nach Tierart,
Pilzart und Abwehrlage des Tieres variable Hautveränderungen hervor rufen.
Deshalb sollten alle Tiere mit deutlichen Hautveränderungen frühzeitig tierärztlich untersucht werden.
Da auch nicht übertragbare Hautkrankheiten vergleichbare Krankheitsbilder zeigen können, ist zur Diagnose in aller Regel eine Laboruntersuchung erforderlich.
Beim Menschen beginnt die Erkrankung mit einem rötlichen, linsengroßen schuppigen
und juckenden Fleck, meist an Unterarmen, Beinen oder im Gesicht,
der nach außen wächst, während die Mitte abheilt.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, entstehen zahlreiche solcher Herde, die landkartenartig zusammenfließen können.
Am behaarten Kopf können rundliche, kahle, grauweiß beschuppte Flecken entstehen.
Zur Behandlung bei Tier und Mensch stehen pilz- und sporenabtötende Salben, Lotionen, Sprühlösungen und Tabletten zur Verfügung.
Die Heilung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Vorbeugend sollte auf besondere Hygiene im Umgang mit hauterkrankten Tieren geachtet werden.


Pneumonie Lungenentzündung
Verschiedenste Auslöser, am häufigsten als Komplikation des ansteckenden Katzenschnupfens.
Bei jungen und geschwächten Tieren gelegentlich tödlich endend.
Stets deutlich erschwerte Atmung, anfangs oberflächlich, später angestrengt
mit geöffnetem Fang und vorgestrecktem Kopf.
Meist Fieber, Teilnahmslosigkeit, Husten, nicht immer schleimiger
oder eitriger Nasenausfluß.
Häufig auch durch überall vorkommende Bakterien, sehr viel seltener
durch spezifische Erreger (Tuberkulose) verursacht.
Sollte trotz mehrtägiger, zielgerichteter Antibiotikagabe keine Besserung eintreten, würde der Verdacht auf, durch Pilze oder Lungenwürmen verursachte Entzündungen bzw. Lungengeschwülste fallen.
Unterbringung in nicht zu warmen, gut belüfteten Räumen.
Liebevolle, vorsichtige Pflege und Zwangsernährung sind sehr wichtig.


Prägung
Nicht umkehrbarer kurzzeitiger Lernvorgang in einer sensiblen,
d.h. besonders empfindlichen Periode der Entwicklung eines Tieres.
Es erfolgt meist sehr frühzeitig eine Prägung auf die Eltern und umgekehrt werden
die Elterntiere auf ihre Jungen geprägt.
Sie müssen lernen sich gegenseitig zu erkennen.
In den meisten Fällen sind mehrere Sinnesorgane, z.B. Gesichtssinn, Gehör,
Geruch, an der Prägung beteiligt.
Eine Prägung kann nicht rückgängig gemacht werden.
Zwischen Prägung und Lernprozeß bestehen deutliche Unterschiede.
Beim Lernen muß meist über längere Zeit geübt werden, um die Erfahrung zu festigen.
Für die Prägung genügt ein einziges kurzes "Erkennen".
Während man mit Bestrafung dem Lernvorgang entgegenwirken kann,
wird eine Prägung dadurch meist verstärkt.
Bei jungen Katzen findet etwa in der 2. Lebenswoche eine akustische Prägung auf Mutter
und Geschwister statt, der erst in der 3. Lebenswoche eine optische Prägung folgt.
Präsentieren Teil der Begattungsaufforderung des rolligen Weibchens.
Dabei geht das Weibchen mit eingeknickten Hinterbeinen,
mit steil erhobenem Schwanz und hochgestellter Anogenitalregion rückwärts
auf das Männchen zu und "präsentiert" ihm auf diese Weise ihre Begattungsbereitschaft.
Pupille Von der Regenbogenhaut gebildete Oeffnung im Auge,
die als eine Art Blende für das einfallende Licht wirkt.
Die Pupille paßt sich den Lichtverhältnissen reflektorisch an,
um nur soviel Licht wie zum Sehen nötig, auf die empfindliche Netzhaut fallen zu lassen.
Bei sehr hellem Licht sind die Pupillen zu einem schmalen, feinen, senkrecht stehenden Schlitz verkleinert.
Bei schwächerem Licht vergrößern sie sich, um bei Dunkelheit ihre maximale Größe
(rund und weit) zu erreichen.
Bei Erregungszuständen kann es auch bei Tageslicht zu einer maximalen Erweiterung
der Pupillen kommen.
Hier spielt dann das in der Nebennieren gebildete Hormon Adrenalin beim Reflexablauf eine Rolle.

Pupillenveränderungen
sind gut bei Lichteinfall zu erkennen, bleibt eine (oder beide) Pupille, trotz Lichteinfall,
groß oder starr, handelt es sich um einen ernstzunehmenden Hinweis auf eine Erkrankung.
Da die Pupillen sich nun bei Lichteinfall nicht mehr schließen,
kann es zu einer erheblichen Schädigung des betroffenen Auges kommen,
bei der der Sehnerv durch Lichteinfall verletzt wird - dieses kann zu Erblindung führen. Pupillenveränderungen stehen sehr oft im Zusammenhang mit einer Virusinfektionen (FeLV oder FiP), einer Nervenerkrankungen oder Tumoren des Zentralnervensystems
sowie Gehirnschädigungen.
Deshalb sollte schon bei den kleinsten Veränderungen der Pupille sofort ein Tierarzt aufgesucht werden!

Pyometra

Pyometra bezeichnet man eine Gebärmutter, die mit eitrigem Sekret gefüllt ist.
Die Krankheit wird durch Bakterien ausgelöst, die gegen Ende der Rolligkeit in die Gebärmutter aufsteigen.
Pyometra kann auch durch Hormonpräparate wie Progestagene entstehen,
die zur Unterdrückung der Rolligkeit, zur Behandlung von Hautproblemen oder bei Verhaltensstörungen eingesetzt werden.
Die Krankheitssymptome sind ähnlich wie bei der Endometritis,
hinsichtlich Veränderungen d. Gebärmutterwand unterscheiden sich die beiden Krankheiten deutlich:
Bei der Pyometra sind die Drüsen in der Gebärmutterwand normal und die entzündlichen Veränderungen der Wand deutlich schwächer ausgeprägt als bei der Endometritis.
Oftmals entwickelt sich die Erkrankung erst 4 bis 6 Wochen nach der Rolligkeit.
In solchen Fällen müssen Kätzinnen, die nicht zur Zucht verwendet werden, kastriert werden.
Soll die Zuchtfähigkeit erhalten bleiben, kann der Tierarzt eine medikamentelle Therapie einleiten,
um die Gebärmutter zu entleeren.
Zusätzlich werden die Kätzinnen ca. 3-4 Wochen mit Antibiotika behandelt.
In den meisten Fällen ist eine Woche nach Behandlungsbeginn kein Sekret mehr in der Gebärmutter nachweisbar.
Eine Ultraschalluntersuchung ist in jedem Fall ratsam, damit eine ungenügende Entleerung rechtzeitig erkannt und die medikamentelle Behandlung fortgesetzt werden kann.
Die Chancen für eine vollständige Abheilung sind gut.
Es besteht aber die Gefahr eines Rückfalls, die verringert werden kann,
indem die Kätzin in der nächstfolgenden Rolligkeit gedeckt wird.

Quarantäne
Sichere Absonderung infektionsverdächtiger oder als krank bekannter Tiere
in besonderen Räumen, deren Zu- und Ausgang nur über eine Seuchenmatte erfolgt,
die so breit sein muß, daß jedermann sie mit beiden Schuhen betreten kann.
Tägliche Erneuerung notwendig.
Fütterung und Betreuung der Tiere muß von einer Person, die keinen Zutritt zu gesunden Tieren hat, übernommen werden.
Dauer, mindestens 14 Tage oder so lange, bis alle Untersuchungsergebnisse
die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Patienten einwandfrei belegen.


Quecksilbervergiftung
Heutzutage sehr selten, jedoch über Nahrungsmittel (Thunfisch)
oder defekte Fieberthermometer möglich.
Muskelzittern, Taumeln, Durchfälle Schwäche sind unter anderem Anzeichen
für eine Quecksilbervergiftung.

Rabies Tollwut
Rachitis Knochenweiche.
Im eigentliche Sinne bei der Katze nicht vorkommend.
Das durch Phosphorüberangebot rachitisch erscheinende Krankheitsbild - verbogene Gliedmaßen und Wirbelsäulenabschnitte - ist die Osteogenesis imperfekta.

Rassestandard
Zusammenfassung aller Merkmale, die für eine bestimmte Rasse idealtypisch sind: Körperbau, Farbe und Muster.

 


Reflex
Unwillkürliche Reaktion des Körpers aus einen bestimmten Reiz.
Der Reflex erfolgt in einem Reflexbogen, in dem ein Empfänger den Reiz aufnimmt,
in eine Erregung umwandelt und diese über Nervenbahnen zu einem Zentralorgan weiterleitet.
Hier erfolgt eine Umschaltung, welche die Erregung an ein Erfolgsorgan führt
und eine entsprechende Reaktion erfolgt.
Im Laufe des Lebens können unter Beteiligung des Gehirns
sogenannte Reiz-Reaktions-Beziehungen erworben werden,
bei denen ein unbedingter Reflex ohne Beteiligung des eigentlichen Reizes ausgelöst wird.
Dieser bedingte oder erworbene Reflex wird durch den Einbau erlernter Reizmuster
als Auslöser gebildet.
Für die Katze genügt nach entsprechender Erfahrung das Klappern der Futterschale,
um schnellstens zu ihrem Freßplatz zu kommen und das Futter zu erwarten.
Selbst aus dem Schlaf fährt die Katze bei diesem Geräusch auf.


Regenbogenhaut
Iris.
Sie umgibt die Pupille und bildet durch die Einlagerung von Pigmenten die Grundlage
für die Farbe der Augen.
In der Iris befinden sich Muskeln, die für das Erweitern und Verengen der Pupille verantwortlich sind.
Die Farbe der Regenbogenhaut ist von ihrem Pigmentgehalt abhängig und individuell verschieden.
Katzenbabys werden mit blauen Augen geboren, erst mit 8.12 Wochen beginnen
sich die Augen zu verfärben.
Dieser Prozeß kann sich über mehrere Monate hinziehen und ist manchmal
erst nach 1-1 1/2Jahren abgeschlossen.


Reifung
Entwicklung von Verhaltensweisen zur vollen Funktionsfähigkeit.
Etwa mit 70 Lebenstagen sollten normalerweise alle angeborenen Verhaltensweisen,
wie z.B. Körperpflege, Beutefang, Tötungsbiß vorhanden sein.
Mit einsetzen der Geschlechtsreife ist auch die letzte Verhaltensweise
zu voller Funktionstüchtigkeit herangereift
Reinigung Die größte Aufmerksamkeit sollte der Toilette gewidmet werden.
Sie muß immer gründlich gereinigt werden.
Manche Katzen benutzen ihre Toilette nur ein einziges Mal.
Damit solche Katzen nicht unsauber werden, stellt man einfach mehrere Katzentoiletten auf.
Die Unterlage in der Schlafkiste wird entweder regelmäßig gewaschen oder erneuert.

Reinzucht
Reinzucht ist eine Zuchtmethode zur Ausnutzung der Aehnlichkeit zwischen Eltern
und Nachkommen.
Reinzucht wird auch als Rassezucht oder Fremdzucht innerhalb einer Rasse bezeichnet und ist die häufigste Zuchtmethode bei der Zucht von Liebhabertieren.
Durch Paarung verschiedener Populationen oder Linien der gleichen Rasse
sind durch Neuzuführung von Genen züchterische Fortschritte zu erreichen.
Reisen Katzen sind keine Freunde von ständigen Ortswechseln.
Katzen sind ihrem einmal bezogenen Revier treu. Nur dort fühlen sie sich sicher
und geborgen.
Für ältere Katzen stellen Reisen eine eindeutige Belastung dar.
Deshalb sollte man, wenn möglich, unbedingt darauf verzichten Katzen mit auf Reisen
zu nehmen.
Ist es trotzdem unumgänglich, so sollte man für einen Transportbehälter sorgen,
der zu Hause als Schlafplatz dient, um der Katze das Gefühl zu geben
sie verreise mit ihrem "Heim".
Ist eine Reise ins Ausland vorgesehen, so sollte man sich im Vorfeld
nach den für das entsprechende Land gültigen Veterinärbestimmungen erkundigen.
Rekelsyndrom Stoffwechselbedingte Streck- und Reckbewegung,
die vorrangig der Muskeldurchblutung dient.
Aus einer Ruhelage zur Bewegung übergehende Katzen rekeln sich meist.
Erhebt sich die Katze aus dem Ruhesitzen oder der Kauerlage bevorzugt sie den Streckbuckel, welcher mit der Buckelstellung im Abwehrverhalten nichts zu tun hat.
Schlief die Katze in Seitenhaltung oder eingerollt, so reckt sie sich zuerst
auf den Hinterpfoten hoch und stellt die Vorderpfoten möglichst weit nach vorn.
Meist folgt danach die umgekehrte Handlung. Dies ist oft mit Gähnen, Krallenspiel
und Krallenschärfen verbunden.


Resorption
Aufsaugung der abgestorbenen Frucht.
Selten mechanische Ursachen, meist als Folge von schweren Infektionskrankheiten.
Manchmal durch falsche Ernährung.
Sofern nur ein Teil des Wurfs resorbiert wird fehlen meist deutliche Symptome.
Sonst Ausfluß, Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber.


Rezessives Gen
Gen, das sich in Kombination mit einem dominanten Gen nicht erkennbar auswirkt,
aber unter Umständen Erbkrankheiten weitergeben kann.


Ringflechte
Hautpilzerkrankung


Rohasche
unter Rohasche versteht man den Gesamtgehalt an Mineralstoffen
und Spurenelementen in einem Futtermittel.

Rolligkeit
auch Brunst, Ranz und Läufigkeit genannt.
Periode des Zusammenstrebens von Männchen und Weibchen zum Zwecke der Fortpflanzung.
Sie tritt normalerweise 2-3 mal im Jahr und zwar meist im Februar/März auf
und hält jeweils 4-10 Tage an.
Günstigste Deckungszeit ist zwischen dem 3 und 6 Tag.
Die Rolligkeit tritt normalerweise erstmalig im Alter von 6-9 Monaten auf.
Dann aber sind weibliche Katzen oft noch nicht ausgereift.
Erst mit 12-15 Monaten erlangen, speziell die Edelkatzen,
ihre Zuchtreife.
Nach einer Geburt tritt in der Regel die nächst Rolligkeit erst nach 2-5 Monaten erneut auf.
In der Phase der Rolligkeit neigen Katzen zu größerer Unruhe und zu weitem Streunen.
Die Futteraufnahme ist auf ein Minimum herabgesetzt oder wird ganz eingestellt.
Die Tiere informieren sich gegenseitig über ihren Zustand, durch Markierung mit Harn,
durch Spritzharnen, Analduft und unverscharrtem Kot.
Auch Weibchen können während der Rolligkeit spritzharnen.
Männchen begegnen sich häufiger außerhalb ihre Territorien und lassen ihren lautstarken Kampfgesang hören, es kommt oft zu Rivalenkämpfen.
Stark rollige Weibchen laufen mit eingeknicktem und hochgerecktem Schwanz umher,
jaulen in immer stärkerem Maße und zeigen das typische Treteln.
Nähert sich dem rolligen Weibchen endlich ein Männchen, so kommt es zum Paarungsvorspiel und daraufhin schließlich zu Paarung.


Rotationskreuzung
Die Anpaarung von Vatertieren aus 3 oder mehr genetisch differenzierten Linien
in gleichbleibender Reihenfolge an die jeweils aus der vorangegangenen Paarung stammenden Weibchen.
Es entstehen leistungsstarke weibliche Kreuzungstiere, die eine gute Selektionsbasis bilden.
Eine Form der Rotationskreuzung ist die Wechselkreuzung.
Als Ausgangsbasis werden nur 2 Reinzuchtlinien oder Reinzuchtpopulationen verwendet.
An die Kreuzungsprodukte werden in folgenden Generationen abwechselnd die Ausgangspopulationen zur Erzielung von Liebhabertieren oder von weiblichen Zuchttieren angepaart.

Rückkreuzung
werden uniforme F1-Tiere auf ihre reinerbigen Eltern rückgekreuzt,
so ergeben sich homozygote Elternmerkmale und heterozygote F1-Merkmale
im Verhältnis 1:1.
Für die praktische Zuchtarbeit hat die Rückkreuzung insofern Bedeutung,
als damit die Reinerbigkeit einer Katze für ein bestimmtes Merkmal festgestellt werden kann.
Die Rückkreuzung ist tierzüchterisch eine gebräuchliche Inzestzuchtmethode.


Ruhe
Ruhigstellung der motorischen Aktivität, äußerlich meist gekennzeichnet
durch eine spezielle Ruhelage.
Die Ruhe kann bedingt sein durch eine rein physische Ermüdung
des Bewegungsapparates, dann zeigt sie sich als bloßes Entlasten und Entspannen
des Körpers durch Anlehnen oder Niederlegen.
Eine solche Rast findet bei der Katze bei völligem Wachsein statt,
d.h. alle Sinne bleiben aktiv und die Reaktionen auf äußere Reize erfolgen prompt.
Der Zustand der Ruhe, besonders beim liegenden Tier,
kann auch schlafherbeiführend wirken.
Das Tier beginnt zu dösen, die Aufmerksamkeit ist herabgesetzt,
die Muskulatur erschlafft.
Tiere suchen in dieser Phase gerne ruhige, geschützte,
hochgestellte Üeberblick gestattende Plätze auf.
Katzen verbringen einen großen Teil des Tages inaktiv.
In einer Ruhe-Periode wird auch meist ausgiebig Körperpflege betrieben.
Die Ruhestellungen lassen sich nach dem Grad von Wachsamkeit und latenter Aktionsbereitschaft ordnen:
Das Ruhe-Sitzen stellt den flüchtigsten Ruhe-Zustand dar.
Es zeigt die Katze oft beim entspannten Beobachten, aber auch beim Dösen.
In der Kauerlage sind die Extremitäten entlastet. Bei weiterer Entspannung
wird diese Kauerlage durch das sogenannte "Muffen" modifiziert,
wobei die Vorderpfoten zueinander eingeschlagen werden,
als würden sie in einen Muff gesteckt.
Bei völliger Entspannung und großer Wärme liegen sie vollkommen gelöst auf der Seite oder auf dem Rücken.

Salmonellosen
sind Darminfektionen aufgrund sehr weit verbreiteter Bakterien.
Katzen sind weitgehend resistent und erkranken nur nach Belastung
(Streß, massiver Wurmbefall).
Ansteckung erfolgt über Futter, von Tier zu Tier, besonders aber über Beutetiere.
Anzeichen für eine Erkrankung sind fieberhafter Durchfall und Erbrechen.
Erkrankte Tiere einzeln halten und persönliche Hygiene besonders beachten.
Hände desinfizieren.
Ohne krank zu sein sind etwa 3-5% aller Katzen Salmonellenträger
und Salmonellenausscheider.
Genaue Erkenntnis gibt nur eine Stuhlkontrolle.


Salz
ist wichtig für die Bildung der Salzsäure im Magen.
Deshalb sollte man selbstzubereitetem Futter winzige Prisen Salz zufügen
oder das Katzenfutter in schwach gesalzenem Wasser kochen.
Bei Durchfall benötigen Katzen mehr Salz.
Salzlösung für Hausbehandlungen zum Ausspülen des Mäulchens und Abtupfen von Wunden wird so hergestellt:
Auf einen halben Liter abgekochtes Wasser kommt ein Teelöffel Salz.
Scheckung Als Schecken werden zwei-oder mehrfarbige Tiere mit flächiger Verteilung
des Pigments bezeichnet.


Scheinträchtigkeit
tritt in erhöhtem Maße bei streng isolierten Wohnungskatzen auf,
welche nur ganz kurzzeitig zu einem Deckungskater gebracht werden.
Ist bei diesem kurzen Zusammensein zwar eine Begattung aber keine Befruchtung erfolgt,
so kommt es häufig zu einer Scheinträchtigkeit.
Diese kann mit allen Begleiterscheinungen einer normalen Trächtigkeit auftreten.
Der Leibesumfang kann zunehmen, Gesäuge und Milch entwickeln sich, es können sogar regelrechte Wehen einsetzen.
Scheinträchtige Katzen können auch über längere Zeit Säugen und Jungenpflege vortäuschen.
Aus diesem Grund kann man solche Katzen erfolgreich als Ammen mutterloser Jungtiere benutzen.
Man verschaffe scheinträchtigen Katzen als therapeutische Maßnahme möglichst viel Bewegung und Abwechslung.
Auf das Absaugen der Milch sollte man verzichten.
Um den Milchfluß nicht in Gang zu halten, macht man kalte Umschläge mit Essiglösung und beschränkt die Flüßigkeitszufuhr.

Schildpatt
Tortoiseshell.
In Folge geschlechtsgebundener Vererbung von Rot und Nicht-Rot gibt es fast
nur Schildpatt-Weibchen.
Schildpatt-Männchen, die sehr selten vorkommen,
sind aufgrund ihrer Chromosomenüberzahl meist steril.
Die Farben Schwarz, Rot und Creme sollten in gut abgegrenzten Farbzonen verteilt sein - auch im Gesicht.
Bei Schildpatt-Weibchen tritt die Stromung als Geisterzeichnung auf.


Schlafplatz
Im Leben der Katze ein sehr wichtiger Platz, der ruhig, warm,
vor Zugluft geschützt und etwas erhöht sein sollte.
Nur Muttertiere mit Jungen erhalten ihren Schlafplatz auf der Erde.
Man kann Katzen entweder ein geflochtenes Körbchen, eine Schlafkiste ,
aber auch den Transporbehälter anbieten.
Als Unterlage nimmt man am Besten eine leicht zu Reinigende Decke oder ähnliches.
Schleichlaufen Eine beim Beutefang verwendete Methode des Anschleichens.
Ganz an den Boden geduckt, schleicht sich die Katze an ihre Beute heran, immer wieder in absoluter Bewegungslosigkeit verharrend.
Je näher sie der Beute kommt, desto zeitlupenhafter werden die Bewegungen.
Dabei werden die Pfoten nur einzeln vorgesetzt, so dass der Körper stets sicher
auf 3 Beinen ruht.
Jede noch so geringe Deckung wird dabei geschickt genutzt.

Schluckvorgang
Die Nahrung wird über den Rachen und die Speiseröhre in den Magen befördert.
Der Ablauf des Schluckvorgangs erfolgt in einer willkürlichen und einer unwillkürlichen Phase.
Bei der willkürlichen Phase wird die Nahrung mit der Zunge gegen den Gaumen gepreßt und nach hinten in den Rachen befördert.
Hier werden bestimmte Schluckstellen berührt, die eine komplizierte Reflex-Bewegung auslösen (unwillkürliche Phase), welche die Nahrung blitzschnell in die Speiseröhre befördern.

Schmarotzer
Parasiten
Tierische Schädlinge, welche in oder auf der Katze leben.
Schmeißfliegenbefall Während der warmen Jahreszeit legen Schmeiß-
und Fleischfliegen ihre Eier in riechende oder eitrige Wunden,
manchmal bei durchfälligen Tieren in Afternähe.
Durch Bakterieneinwanderung verzögerte Wundheilung,
bei Massenbefall kann es zum Tod kommen.
Durch sorgfältiges Ablesen, wiederholtes Baden in warmem Wasser, vorsichtigen Gebrauch von Kontaktinsektiziden, gute Pflege und energiereiche,
hochwertige Ernährung bestehen gute Heilungschancen.


Schnurren
tritt Geschlechts unabhängig auf.
Es entsteht durch stetige Schwingung der Stimmbänder unter reflektorischem
Ein- und Ausatmen.
Es gilt im allgemeinen als Ausdruck der Zufriedenheit, des Wohlbefindens
und der Sicherheit, ist aber nicht unbedingt damit verbunden,
da es auch von erkrankten Tieren oder unter Schmerzeinfluß geäußert wird.
Katzen können grundsätzlich in jeder Körperhaltung schnurren,
meist tun sie dies nur in Zusammenhang mit einer Ruhehaltung.

Katzen schnurren bereits nach der Geburt, sobald sie von ihrer Mutter das erste Mal gesäugt werden.
Die Mutter schnurrt während des Säugens und beruhigt so die Jungen und sich selbst.
Schon im Babyalter schnurren die Kätzchen, wenn sie Milch saugen.
Das Schnurren zeigt dem Muttertier an, dass die Babys gut mit Milch versorgt
und somit zufrieden sind.

Katzen schnurren jedoch auch in Stresssituationen, beispielsweise bei Schmerzen.
Es wird vermutet, dass dies der eigenen Beruhigung dient.
Eine Grundübereinstimmung aller Situationen, in denen Katzen schnurren, ist,
dass sie friedlich gestimmt sind.

Forschungen zufolge soll das Schnurren der Katzen eine heilende Wirkung haben.
Knochen, die man Vibrationen im Frequenzbereich von 20 bis 50 Hertz aussetzt,
heilen wesentlich schneller und weisen eine höhere Festigkeit und Stabilität auf.
Ebenso wurden Muskelentzündungen und -,verspannungen dadurch gemildert.
Da sich das Schnurren einer Katze im Frequenzbereich von 27 bis 44 Hertz bewegt,
könnte die Katze durch ihr Schnurren also auch für einen Heilungs- und Linderungsprozess
von etwaigen Knochen- und Muskelkrankheiten sorgen.
Dies deckt sich mit der Beobachtung, dass Knochenbrüche bei Katzen schneller verheilen
als beispielsweise bei Hunden.

 

 


Schock
Zusammenbruchzustand des Blutgefäßsystems aufgrund erhebliche innerer
oder äußerer Blutungen, schwere, fieberhafte Allgemeinerkrankungen, Vergiftungen, erhebliche Schmerzzustände, wesentlicher Flüssigkeits- und Elektrolytverlust.
Nase, Ohren und Zehen fühlen sich kalt an.
Blutdruckabfall
Test:
Durch Daumendruck erzeugte Blässe in der Mundschleimhaut bleibt länger
als 1s bestehen.
Pupillen geweitet.
Schnellstmöglich tierärztliche Hilfe suchen!
Auf dem Weg dahin die Katze warm halten und den Kopf leicht nach unten halten.

Schwanzdrüsen
Im oberen Schwanzwurzelbereich gelegene, mit Duftdrüsen gekoppelte Talgdrüsen,
die dem Kater als Duft- und Markierungsorgan dienen.
Schwanzpflege Bei Zuchttieren ist außer der normalen Fellpflege ein 1mal
wöchentliches einpudern des Schwanzes angebracht.
Damit wird vermieden , daß das Sekret der Geschlechtsorgane den Schwanz verschmutzt
und dessen Fell verklebt.

Schweißdrüsen
sind bei Katzen rudimentär ausgebildet und sitzen
vor allem im Rückenbereich, im Bereich der Zitzen, an den Ballen sowie am äußeren Gehöhrgang.
Katzen sind nicht in der Lage sichtbaren Hautschweiß zu bilden.


Schwimmvermögen
Fähigkeit zur Fortbewegung in Wasser und sich mit Ueberlebenschancen über Wasser zu halten.
Katzen gelten als ausgesprochen wasserscheu!
Alle Katzen können aber, falls notwendig, äußerst geschickt schwimmen.
Im Wasser führen Katzen tretende Bewegungen aus, wobei die Vorderpfoten die Vorwärtsbewegung hervorrufen.
Trotz ihrer Schwimmfähigkeit passiert es häufig, dassKatzen ertrinken.
In Badewannen, Zierfischteiche oder ähnlichem gefallene Katzen gelangen meist an den glatten oder senkrechten Rändern nicht wieder heraus.

Schwimmende Brettinseln oder Katzentreppen können dies verhindern.

Sehvermögen
Mikroskopische Untersuchungen der Netzhaut zeigen verschiedene Sinneszellen auf.
Zäpfchen, die auf die Farben Blau und Grün reagieren,
sind weniger zahlreich vorhanden als im menschlichen Auge.
Die für Rot verantwortliche Sorte von Zäpfchen fehlt völlig.
Daraus schließen die Experten, dass Katzen Farben nicht gut unterscheiden können
und die Welt in verschiedenen Schattierungen von Hellblau sehen.
Stäbchen, die das Sehen bei schwachem Licht ermöglichen,
kommen in der Netzhaut der Katze in sehr großer Zahl vor.
Sie sorgen für hervorragendes Sehvermögen selbst bei Nacht,
wobei das Tier scharfe Konturen allerdings nicht besonders gut erkennt.
Auch im Alter sehen Katzen meist noch sehr gut.
Sie leiden selten an grauem Star oder einer Degeneration der Linse - im Gegensatz zu Hunden.
Ihr Alter erkennt man nur daran, dass die Iris nach und nach an Farbe verliert.
Die hat jedoch keine Konsequenzen für die Sehfunktion und verleiht dem Auge
außerdem ein apartes marmoriertes Aussehen.

Selektion
Auslese.
Bei der Selektion wird die genetische Struktur durch Auswahl von Tieren zur Zucht verändert. Die Zuchtwahl durch die Arbeit des Züchters ist künstliche Selektion.
Man unterscheidet positive und negative Selektion.
Negative Selektion bedeutet Merzung und Ausschluß von der Zucht.
Positive Selektion erfolgt als Individual-Selektion und Familien-Selektion.
Die Individual-Selektion bedeutet Auswahl von Katzen zur Erzeugung
der nächsten Generation aufgrund ihres Erb- oder Zuchtwertes.
Bei der Familien-Selektion werden eng verwandte Tiere auf der Grundlage ihrer Leistungen zur Zucht ausgewählt oder gemerzt.
Selektion ist bei der Edelkatzenzucht eine der wichtigsten Maßnahmen.
Letztlich muß sie bei allen Zuchtmethoden und -verfahren durchgeführt werden

Sexualhormone
die die Ausbildung und die Funktion der Geschlechtsorgane und -merkmale
sowie die Fortpflanzung steuern. Testosteron ist für das männliche Sexualverhalten verantwortlich.
Progesteron und Prolaktin spielen beim Weibchen in Bezug auf Pflege und Ernährung
des Nachwuchses eine Rolle.

Sexuelle Rivalität
Konkurrenz zwischen Katern, vor allem in der Phase der Rolligkeit der Weibchen.
Eine Begegnung der Kater führt dann meist zum Rivalenkampf.
Da die Kater in dieser Phase weit umher streunen begegnen sie sich häufig
auf neutralem Boden, wobei die an das eigene Territorium gebundene Ueberlegenheit wegfällt.
Sieg oder Niederlage werden einzig durch die Kampfkraft entschieden.
Während Angriffe zur Revierverteidigung umgehen, ohne Imponierverhalten begonnen werden, geht den Rivalenkämpfen das Imponieren und Drohen voraus.
Der Kampf läuft mit dem "Katergesang" nach bestimmten Regeln ab.

Signalhandlung
Unter Signalhandlungen versteht man alle Verhaltensweisen, welche der Signalerzeugung dienen, im Unterschied zu den Gebrauchshandlungen, welche die unmittelbare Funktion
der Individual- und Arterhaltung erfüllen.
Zu Signalhandlungen zählen Ausdrucksbewegungen einschließlich der Mimik, Lautäußerungen, Abgabe chemischer Signale und ähnliches.
Signalhandungen gehen entwicklungsgeschichtlich aus Gebrauchshandlungen hervor.
Sinnesempfindungen Die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Katzen werden durch Wahrnehmungen bzw. Reizeindrücke, denen physiologische Vorgänge im Organismus zugrunde liegen, ausgelöst, die ihnen ihre hochentwickelten Sinnesorgane vermitteln.
Die Sinnesorgane sind auf das Volkommenste ihrer Lebensweise angepaßt
und übertreffen die des Menschen bei weitem.


Sinneshaare
Sinushaare, Tasthaare, Bart- oder Schnurrhaare.
Steife, teils sehr starke, die Felloberfäche meist weit überragende Haare,
deren Wurzeln mit Wurzelscheide in ein mit Blut gefülltes Säckchen (Sinus) hineinragt.
An der Wand dieses Sinus befinden sich Tastkörper, die bei Bewegung der Sinneshaare gereizt werden.
Die Sinneshaare sind beim Beutefang und der Orientierung für die Katze unentbehrlich.
Wurde die Beute erwischt und im Maul davongetragen,
so registrieren die Sinneshaare jede Bewegung der Beute,
die sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Sichtwinkels
der Katze befindet.
Beginnt die Katze die Beute zu verzehren, ertasten die Sinneshaare der Haarstrich,
um richtig am Kopf beginnen zu können.


Sinusitis
Entzündung der Nasennebenhöhlen.
Nicht selten führt chronischer Katzenschnupfen zu Sinusitis.
Weder mit ausgewählten Antibiotika noch durch Operation sicher heilbar.


Speichelsekretion
Die Katze produziert, über einen Reflex, relativ wenig Speichel, da die Nahrung normalerweise aus saftigem Fleisch oder Beutetieren besteht

Spielgegenstände
sind bei jungen Tieren und Katzen ohne Auslauf gut geeignet, um sie zu beschäftigen
und ihnen die nötige Bewegung zu verschaffen.
Es ist alles geeignet, was nicht zu groß ist, um bewegt, und nicht zu klein ist,
um verschluckt zu werden.
Zoofachgeschäfte bieten meist eine große Auswahl an geeigneten Gegenständen.
Hin und wieder ein neues Spielzeug steigert die Neugier und Spiellust mehr als ständig das selbe.


Spielverhalten
Verhaltensweisen, die weder mit dem biologischen Zweck einer Gebrauchs- noch einer Signalhandlung ablaufen.
Im Spielverhalten wird die Sensorik und die Motorik gegenüber der Umwelt geübt
und erweitert, und es dient somit der Informationsaufnahme und dem Lernen.


Springen
Katzen sind im Weitsprung in der Lage ein vielfaches ihrer Körperlänge zu überspringen.
Der Schwanz dient beim Sprung als Balancierstange und Steuergerät.
Senkrechte Hindernisse, wie Mauern, werden häufig nicht in einem Satz,
sondern möglichst im Dreieckssprung oder mit einem Zwischenaufsetzen der Pfoten überwunden.
In unbekanntem Gelände versucht die Katze ein Hindernis eher zu umgehen.
Will sie von einem hohen Hindernis herunterspringen, so tastet sie möglichst weit
daran herunter, zieht blitzschnell die Hinterpfoten nach und stößt sich daran ab.

Spulwurm
sind bei der Katze am häufigsten vorkommende Darmschmarotzer.
Erwachsene Katzen erlangen eine gewisse Immunität.
Aus den von ihnen aufgenommenen Spulwurmeiern gehen Larven hervor,
die nicht zu geschlechtsreifen Würmern heranreifen, sondern sich im Larvenstadium
im Gewebe - vorallem in der Muskulatur - niederlassen.
Aufgrund ihrer Form und Größe sind Spulwürmer kaum mit Bandwürmern
oder anderen Darmparasiten zu verwechseln. Sie ähnenln Fadennudeln.
Sie sind rund und etwa 6 bis 10 cm lang, leben im Dünndarm und ernähren
sich von den Nährstoffen im Darmbrei.
Katzen können sich zum einen über die Muttermilch infizieren und zum anderen
durch gegenseitiges Belecken und oder durch verunreinigtes Futter.
Bei stärkerer Verwurmung können Jungtiere in ihrer Entwicklung zurück bleiben.
Der Spulwurmbefall der Katze ist auch für den Menschen von Bedeutung.
Er gehört zu den Nebenwirten, bei denen sich die Larven in den verschiedensten Geweben
und Organen ansammeln.

Sterilisation
Nach gängiger, aber irrtümlicher Meinung medizinischer Laien werden weibliche Tiere sterilisiert, männliche kastriert.
Sterilisation ist meist nur die irrtümliche Bezeichnung für eine Kastration
der weiblichen Katze.
Bei der Sterilisation erfolgt eine Unterbrechung der Samenleiter
beim männlichen bzw. eine Unterbindung der Eileiter beim weiblichen Tier.
Dadurch wird beim Männchen die Abgabe von Sperma zur Befruchtung unmöglich,
beim Weibchen der Abstieg von Eizellen in die Gebärmutter verhindert.
Die Tiere sind unfruchtbar.
Der Geschlechtszyklus und die hiermit verbundenen Aktivitäten bleiben jedoch vollständig erhalten, denn sie werden durch Hormone aus den Geschlechtsdrüsen gesteuert.
In der tierärztlichen Praxis wird deshalb fast ausschließlich eine Kastration durchgeführt.

Stomatitis
Mundentzündung.
Bei jungen Katzen meist als Folge von Katzen-Schnupfen-Infektionen.
Später meist durch Zahnstein verursacht.
Trotz des meist vorhandenen Appetits haben Katzen Schwierigkeiten Futter aufzunehmen.
Ueb
ler Mundgeruch, gerötete und leicht blutende Mundschleimhaut sind Anzeichen dafür.
Die Behandlung gestaltet sich problematisch, da die Ursachen nicht immer erkannt werden.
Regelmäßige Zahnsteinentfernung und wenn möglich, regelmäßig Zähne putzen.
Streß Im übertragenen Sinne alle Belastungen, Anforderungen und Schädigungen,
die den Organismus zu typischen Alarmreaktionen veranlassen.
Dadurch versucht der Körper, die Auswirkungen der Alarmsituation abzuschwächen
oder zu überwinden. Falls das nicht gelingen sollte treten meist Anpassungskrankheiten auf.


Streßverhalten
Zustand einer Katze unter Einwirkung von Belastungsfaktoren verschiedenster Art.
Dazu gehören "sozialer Streß", z.B. durch Haltung mehrerer Katzen in Käfigen,
in Tierheimen etc., sowie ungewohnte Situationen auf Reisen oder Ausstellungen.
Ebenso können auch plötzliche Familienauflösung, tiefgreifende Veränderung
in der ständigen Umwelt des Tieres oder längere Abwesenheit der Bezugsperson, Aussetzung oder ähnliche Situationen zu Streß führen.
Durch Streß werden Katzen krank und können sogar in besonderen Fällen
durch Erhöhung der Infektionsbereitschaft des Organismus daran zugrunde gehen.

Streunen
In der Brunstzeit unternehmen, vor allem die männlichen Tier,
aber auch die Weibchen zum Teil recht ausgedehnte Wanderungen,
die beträchtlich über die Grenzen der eigenen Territorien hinausgehen.

Stromung
Marmorzeichnung, Leier-, Austern- oder Rädermuster.

Stubenreinheit
Die Ahnen unserer Hauskatzen, Wildkatzen,
verscharren Kot und Urin in der Erde.
Das Verscharren der Abgänge ist den Hauskatzen noch genauso eigen
wie ihren Vorfahren.
Da in der Wohnung außer der Toilette keine Möglichkeit zum Verscharren besteht,
nehmen die meisten Katzen das Klosett aus diesem Grund ohne erzieherische Maßnahmen von allein an.
Auch wenn die meisten Jungtiere von allein zur Klobenutzung übergehen,
ist es auf jeden Fall sicherer, wenn man sie auf frischer Tat ertappt und
dann in die Toilettenschale setzt.
Man sollte bei der Erziehung zur Sauberkeit viel Verständnis,
Einfühlungsvermögen und Geduld aufbringen.
Wird eine zunächst stubenreine Katze plötzlich unsauber, muß man zuerst versuchen,
die Ursachen der Unsauberkeit zu ergründen.
Das "Spritzen" von Harn an Gegenstände und Wände durch unkastrierte Männchen
hat nichts mit Unsauberkeit zu tun, sondern ist ein Markierungsverhalten.

Suchautomatismus
Suchreflex der Neugeborenen nach der Mutter und den Wurfgeschwistern
und vor allem der Milchquelle mit pendelnden Suchbewegungen des Kopfes.
Fallen Neugeborene aus dem Nest, so geben sie Klage- oder Kontaktlaute von sich.
Systemmykosen Pilzbedingte innere Erkrankungen, die einzelne Organe
oder den Gesamtorganismus befallen.

Tabak
Zum Glück sind Katzen Nichtraucher.
Es kann aber vorkommen, daß vor allem junge Kätzchen neugierig an Tabakwaren knabbern.
Deshalb sollte man in einem Katzenhaushalt Zigaretten u.ä. unter Verschluß halten.
Denn die Folgen sind dramatisch: Brechreiz, nervöse Zuckungen, Koliken, Sehstörungen,
kalte Pfoten, Nase und Ohren sowie verminderte Atemfrequnz.
Sofort fachkundige Hilfe holen.
Auch Tabakpflanzen sind für Katzen hochgiftig.
Tagesablauf Katzen leben nach einem geregeltem Tagesablauf.
Es fällt auf, daß sie zu bestimmten Zeiten nach Futter suchen, schlafen und ihre Jungen säugen, welche auch stets ungefähr um die gleiche Zeit spielen.
Da sich Katzen auf einen vorgegebenen Zeitplan einstellen,
ist es für ihr Wohlbefinden wichtig, bestimmte Fütterungszeiten einzuhalten.
Sie haben eine "innere Uhr" und können unruhig werden, wenn die Fütterungszeit naht.
Wird diese Zeit überschritten, so machen sie gerne durch lautes Maunzen
auf sich aufmerksam.

Tasthaare
Lange, feste „Schnurrhaare” auf der Oberlippe, an den Wangen,
über den Augen und an den Vorderbeinen.


Taurin
Im Jahre 1970 berichteten Forscher, daß sie bei 25 Katzen in New York
eine Netzhautdegeneration festgestellt hatten.
4 Jahre später wurde diese Diagnose auch bei anderen Tieren festgestellt,
aber eine ernährungsbedingte Ursache für unwarscheinlich gehalten.
Nach einigen Jahren haben dann andere Wissenschaftler bewiesen,
dass ein Mangel an Taurin, einer Aminosäure, die Erkrankung verursacht:
Sie hatten ihre Tiere ausschließlich mit für Katzen minderwertigem Hundefutter ernährt,
in dem dieser Stoff nicht enthalten war.
Im Gegensatz zu Katzen können Hunde nämlich das Taurin selbst herstellen.
Taurin spielt eine wichtige Rolle bei der Synthes von Gallensalzen
und damit auch bei der Aufnahme von Fetten.
Heute steht fest, daß diese Aminosäure, die in den meisten Fleischsorten enthalten ist
und der Katzenfertignahrung außerdem in bestimmten Mengen zugesetzt wird,
für eine normale Gallenfunktion sorgt.
Außerdem verhindert sie die Degeneration der Netzhaut, das Zusammenklumpen
von Blutplättchen, Herzerweiterung, nervöse Reizbarkeit und weitere Störungen.
Ein verantwortungsvoller Katzenhalter sollte sein Tier keinesfalls mit Hundefutter ernähren.

Teaniasis
Bandwurmbefall.
Krankheitserscheinungen selten.
Der Bandwurm ist als platte, bandnudelartige, ca. 2cm lange Glieder im Kot erkennbar.
Die Behandlung ist nur dann sinnvoll, wenn die Zwischenwirte vernichtet werden.
Am Besten den Freigang unterbinden oder ausschließlich gekochtes Fleisch oder Fisch füttern.

Telegonie
Auch als Fernzeugung bezeichnete unwissenschaftliche Annahme,
wonach bei Rassenkreuzungen die weiblichen Zuchttiere bei allen späteren Geburten
nicht rassereine Nachkommen hervorbringen.
Somit dürften Edelkatzen, die von einem Hauskater gedeckt wurden,
nie mehr rassereine Würfe bringen.


Territorialverhalten
Unter Territorialverhalten versteht man alle Verhaltensweisen,
welche einem Raumanspruch einzelner Individuen zugeordnet sind,
wie z.B. Einrichtung und Markierung eines Reviers.
Ein Territorium ist räumlich an die Umwelt gegliedert und "eingerichtet".
Im sichersten Teil liegt das Heim (=Lager, Nest, Schlafplatz),
darüber hinaus existieren die Toilette, der Futterplatz, Ruhe- und Aussichtsplätze,
die Orte für das Komfortverhalten, sowie die Markierungsstellen.
Diese Orte sind normalerweise durch stetig eingehaltene,
für Menschen oft nicht sichtbare Pfade, sogenannte "Wechsel",
miteinander verbunden, auf denen sich die Katze sicher von einem zum anderen Ort bewegen kann.
Der Verkehr auf den Wechseln läuft visuell ab, oder eine exakte Zeiteinteilung läßt
unnötige Begegnungen vermeiden.
Die Größe eines Territoriums richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten.
Bei Wohnungskatzen besteht das ganze "Heim" lediglich aus dem Schlafplatz,
die Räume der Wohnung bilden das Revier.
Die Kennzeichnung der Reviergrenzen oder bestimmter markanter Punkte
geschieht seitens der Männchen durch Harnspritzen.
Im eigenen Territorium ist die Katze allen anderen gegenüber überlegen,
im freien Gelände kann die Rangordnung untereinander allerdings anders sein.


Thorax
Brustkorb


Tierische Fette
Die Fütterung tierischer Fette wird neuerdings in wissenschaftlichen Fachkreisen empfohlen, während Katzen Besitzer nach wie vor das Fett
vom Futterfleisch entfernen, da es abführend wirken kann.
Die Zugabe von Fett (gefordert sind 10-25% Fettanteil von der Gesamtfuttermenge)
sollte vorsichtig geschehen.
Auf jeden Fall ist zu berücksichtigen, dass z.B. mageres Rindfleisch bereits bis 13g,
fettes Rindfleisch bis 29g, Eigelb sogar fast 32g Fett enthält.


Toilette
Die Toilette ist ein wichtiger Bestandteil bei der Haltung von Katzen,
von dessen Standort und Einstreumittel unter Umständen die Stubenreinheit der Katze abhängt.
Am besten eignen sich Kunststoffschalen, welche widerstandsfähig gegenüber Urin
sind und deren Reinigung auch problemlos zu handhaben ist.
Als Einstreu kann man die verschiedensten Mittel, wie z.B. Torf, Erde, Sand
und Sägespäne verwenden. Käufliches Fertigstreu erfüllt jedoch die Anforderungen
am besten.
Die Toilette sollte möglichst weit vom Futterplatz an einer ruhigen Stelle untergebracht werden, da auch Katzen einen ungestörten Platz bevorzugen.


Tollwut
Die gefährlichste Virusinfektion der Katzen.
Sie verursacht bei Tieren und Menschen eine akute,
fast immer tödlich endende Enzephalitis (Gehirnentzündung).
Ansteckung erfolgt nur bei frei lebenden Tieren durch wilde Fleischfresser
(z.B. Marder).
Das Tollwutvirus ist das einzige Virus, das durch Kontakt einer tollwutinfizierten Katze
mit dem Menschen auf diesen effizient übertragen werden kann.
Da aber alle Säugetiere empfänglich sind,
kann eine Infektion auch über erkrankte Nager erfolgen.
Die Inkubationszeit ist durchschnittlich zwischen 2-8 Wochen,
selten länger als 6 Monate.
Der Virus wandert auf Nervenbahnen und vermehrt sich im Rückenmark oder Gehirn.
Die Krankheit verläuft in 3 Stadien.

Das Prodromalstadium, welches etwa 1-2 Tage andauert, ist durch Verhaltens- und Wesensveränderungen gekennzeichnet.
Scheue Tiere werden eher zutraulich, zutrauliche Tiere werden scheu.
Vergrößerte Pupillen und erhöhte Temperatur werden beobachtet.

Das Exzitationsstadium äußert sich in Muskelzuckungen, Koordinationsstörungen der Nachhand, vermehrtem Speichelfluss, aggressivem Verhalten, Irritabilität sowie Schluckbeschwerden.
Es dauert ca. 2-4 Tage.

Das Lähmungsstadium dauert etwa 1-4 Tage. In diesem Stadium verlieren die Tiere ihre Aggression, werden zunehmend gelähmt und nach einer bis zu einem Tag dauernden Agonie verenden sie schließlich.

Die o.g. drei Stadien werden nicht zwingend bei jedem Krankheitsverlauf durchlaufen,
auch sind sie oftmals nur unklar voneinander abgrenzbar.

Toxoplasmose
ist eine häufig auftretende Infektionskrankheit, die primär Katzen befällt.
Der Erreger ist der protozooische Parasit Toxoplasma gondii,
für den Katzen den Hauptwirt darstellen.
Nur selten ruft die Erkrankung bei Katzen, klinische Erscheinungen wie Durchfall hervor. Lediglich bei der Erstinfektion scheiden Katzen große Mengen von Eiern
(Oozysten) des Erregers aus,
anschließend entwickeln sie eine zumeist lebenslange Immunität.

Als fakultativer Zwischenwirt für den Erreger dienen alle anderen Säugetiere,
einschließlich des Menschen.
Auch bei diesen können Krankheitserscheinungen auftreten,
die Toxoplasmose ist also eine Zoonose.
Zwischenwirte können sich entweder durch Aufnahme der versporten Oozysten von Katzen (z. B. bei Gartenarbeit durch kontaminiertes Erdreich) oder über Entwicklungsstadien des Erregers in anderen Zwischenwirten (der Mensch vor allem über rohes Schweine- und Lammfleisch) anstecken.
Problematisch ist vor allem die Erstinfektion von Schwangeren,
da der Erreger auf das Ungeborene übergehen und schwere Fruchtschäden verursachen kann, sowie von Individuen mit einem gestörten Immunsystem.


Tragstarre
Wenn eine Katzenmutter ihre Jungen von einem Platz zum anderen transportieren will,
packt sie das Kätzchen mit den Zähnen, in den Nacken (Nackenbiss), ohne es zu verletzen.
Das Kätzchen kann sich nicht bewegen, es hängt wie ein Paket zwischen den Zähnen
der Mutter. Man sagt, dass es in eine Tragstarre gefallen ist.

Trommelbauch
Aufgetriebener, harter Bauch, der bei kleinen Kätzchen schweren Wurmbefall anzeigt.

 

 


Überdominanz
Der Vorteil des heterozygoten Genotyps gegenüber homozygoten Konstellationen
wird als Ueberdominanz oder Superdominanz bezeichnet.
Ueberdominanz betrifft insbesondere quantitative Merkmale wie Intensität
der Fellfärbung und Zeichnungsmuster.


Überfütterung
Es ist oft zu beobachten, dass manche Katzen-Liebhaber ihren Tierchen nur das Beste
vom Besten geben wollen und das auch noch in viel zu großen Mengen.
Dazwischen noch ein paar Leckerbissen, damit es dem Tier an nichts fehlt.
Es wird der Katze dabei meist mehr geschadet als man denkt.
Fettleibigkeit ist nicht nur für den Menschen ungesund, mindestens ebenso für Tiere.
Da die meisten Katzen, die in Wohnungen gehalten werden kastriert sind,
ist eine Ueberfütterung doppelt schlimm. Kastraten neigen noch schneller zur Fettleibigkeit.
Ist die Katze zu verwöhnt wird sie bald nur noch das ihr am besten schmeckende Futter fressen wollen, was eine einseitige Ernährung zur Folge haben kann.
Übersprunghandlung Bewegungs- und Verhaltensformen, die durch ein Ueberspringen
von blockierter Antriebsenergie auf ein triebfremdes System unerwartet
und ohne erkennbaren Situationsbezug auftreten.
Daraus abgeleitet können Signalhandlungen bzw. Ausdrucksbewegungen entstehen.

Übertragen
Unter "Uebertragen" versteht man die Verzögerung der Geburt
über die durchschnittliche Tragzeit von 63-65 Tagen.
Solange man Leben im Mutterleib spürt und die Katze sich normal verhält gibt es
keinen Grund zur Sorge.
Ein Uebertragen ist statistisch wesentlich häufiger als frühe Geburten.


Umzug
in neue Wohnung Ein Wohnungswechsel bedeutet,
vor allem für weibliche Katzen, Aufregung in besonderem Maße.
Sie reagieren oftmals mit Futterverweigerung, Depressionen oder verändertem Verhalten.
Bei allem Durcheinander ist darauf zu achten, daß sich ein vertrauter Mensch
liebevoll um das Kätzchen kümmert.
Sie sollte auf jedem Fall in einem Raum untergebracht sein
in dem absolute Ruhe herrscht.
Sobald das für die Katze vorgesehene Zimmer eingerichtet (mit ihren vertrauten Möbeln) wird sie dorthin gebracht.
Man sollte die Katze erst in alle anderen Räume lassen wenn alles fertig eingerichtet ist.
Liebevolle Fürsorge ist in dieser Zeit besonders wichtig für die Katze.
Ein Tier mit freiem Auslauf sollte erst dann wieder außer Haus gelassen werden,
wenn es sich vollkommen an die neue Wohnung gewöhnt hat.
Unfallursachen Da Katzen Autos selten als Gefahr erkennen und auch die Geschwindigkeit nicht einschätzen können sind Verkehrsunfälle wohl die häufigste Unfallursache.
Auch Gartenteiche, Schwimmbassins oder ähnliches könnte zur Gefahr für Katzen werden.
Sie können oftmals, aufgrund steiler und rutschiger Wände, nicht mehr ans Ufer gelangen.
Deshalb ist es ratsam ein Brett, welches groß genug für die Katze ist,
im Wasser zu plazieren.
Geräte zum Fang von Wildtieren werden häufig auch Katzen zum Verhängnis.
Vergiftungen durch ausgelegtes Rattengift oder Blessuren von Auseinandersetzungen kommen ebenso relativ häufig vor.
Vorsicht ist vor allem mit Elektrokabeln geboten, in welche Katzen gerne hineinbeißen.
Läßt man seine Katze frei laufen, so sollte man ihr kein Halsband oder Brustgeschirr anlegen, da sie sich leicht festhaken könnte.


Unfruchtbarkeitsursachen
Beim Weibchen kann eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut oder Hormonmangel
sowie Störungen des hormonellen Gleichgewichts Ursache für die Unfruchtbarkeit sein.
Beim Männchen kann eine Deckungsunfähigkeit aufgrund Mißbildungen,
Mangel an männlichen Geschlechthormonen, als Folge latenter Infektionen
oder nach überstandenen, schweren Erkrankungen auftreten.
Eine Zeugungsunfähigkeit kann aufgrund des Mangels an lebensfähigen Spermien auftreten (angeboren oder als Folge schwerer Erkrankungen).
Unsauberkeit Die Zahl der Katzen, die ständig unsauber sind ist äußerst gering.
Häufiger ist es, daß Katzen zeitweilig oder auch periodisch unsauber sind.
Dafür sind oftmals kleinste Veränderungen verantwortlich.
Die Gründe können sowohl im physischen als auch im psychischen Bereich liegen.
Besonders Erkrankungen der Blase, der Nieren oder auch des Magen-Darm-Traktes führen zu zeitweiliger Unsauberkeit. Wesentlich schwieriger ist es Ursachen für eine psychisch bedingte Unsauberkeit zu erkennen. Veränderungen der Umgebung, ein Besuch beim Tierarzt oder in der Wohnung befindliche Gäste können dafür Auslöser sein.
Man sollte alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und jede in der Umgebung der Katze eingetretene Veränderung genauestens überprüfen.
In den meisten Fällen stellt sich die Stubenreinheit wieder ein,
nachdem der Konflikt vorüber ist oder die Katze sich an die neue Situation gewöhnt hat.

Unterernährung
Häufiger als Unterernährung ist Ãœberfütterung.
Die Gefahr einer Unterernährung besteht meist dann, wenn die Katze falsch (zu einseitig) ernährt wird.
Anfangs ist der Katze meist nicht anzusehen bzw. anzumerken.
Mangelerscheinungen treten häufig erst dann zutage, wenn sie weit fortgeschritten
und alle Körperreserven verbraucht sind. Eine Behandlung ist dann oft nicht mehr erfolgreich.

Unterwolle
Unterfell aus kurzen, weichen Haaren unter den Leithaaren, sorgt für gute Isolierung.

Urämie
Harnvergiftung.
Aufgrund chronischer Nierenerkrankungen, Harnsteinleiden oder ähnlichem.
Urlaub In vielen Fällen ist es möglich die Katze mitzunehmen,
man sollte sich aber überlegen ob dies sinnvoll ist.
Katzen fühlen sich in ihrer vertrauten Umgebung sicherer.
Ist es nicht möglich die Katze von einem Freund, Nachbarn etc. versorgen zu lassen,
so sollte man darauf achten die vertrauten Gegenstände
(Toilette, Schlafplatz, Spielsachen) mitzunehmen.
Da Katzen einen geregelten Tagesablauf bevorzugen wäre ein "Versorgungsplan"
nicht schlecht.
Wird eine Katze außer Haus in Pflege gegeben,
muß sie auf jeden Fall mit dem nötigen Impfschutz versehen,
nochmals entwurmt und völlig gesund sein.

Varietät
Katzen einer Rasse, die sich in der Farbe und der Zeichnung unterscheiden.


Verbrennung
Man sollte die verbrannte Stelle sofort mit kaltem Wasser abspülen und kalte Kompressen auflegen.

Verätzungen
ebenfalls sofort lange abspülen.
Junge Katzen durchbeißen gelegentlich stromführende Kabel. Verbrennungen an Lippe
und Zunge erfordern wegen der meist gleichzeitigen Herzschäden tierärztliche Soforthilfe.
Bei leichteren Verbrennungen oder Verbrühungen lassen sie einige Minuten lang kaltes Wasser über die verletzte Stelle laufen. Ist die Wunde offen,
decken sie sie nur mit einem sauberen Tuch ab und bringen sie die Katze zum Tierarzt.

Verdrängungskreuzung
Durch fortgesetzte Kreuzung mit Tieren einer anderen Rasse sollen die Eigenschaften
einer vorhandenen Rasse verdrängt werden.
In der praktischen Zucht werden fortgesetzt Vatertiere der neuen Rasse angepaart.
Die Verdrängung des Genbestandes durch die neue Rasse ist nach 4-6 Generationen beendet.


Veredlungkreuzung
dient der Verbesserung einzelner Merkmale einer Rasse.
Dabei sollen vorhandene erwünschte Anlagen einer Rasse erhalten bleiben.


Vergesellschaftung
Grundsätzlich ist es möglich Katzen mit anderen Tieren zu vergesellschaften.
Katzen fühlen sich jedoch bei Wohnungshaltung alleine sehr wohl.
Falsch wäre es ältere Katzen plötzlich vergesellschaften zu wollen.
Ihr bisheriger Lebensrhythmus könnte vollkommen durcheinander kommen.
Mit jungen Katzen ist auch eine Vergesellschaftung mit artfremden Tieren wesentlich einfacher. Vorausgesetzt die Katze wird wegen des Neuankömmlings nicht vernachlässigt.
Bei Vögeln, Hamstern oder ähnlichem ist es nicht ratsam die Tiere,
auch bei bester Erziehung, ohne Aufsicht zusammen zulassen.
Wenn das Zusammengewöhnen vorsichtig geschieht so können auch verschiedene Tierarten wunderbar miteinander zurecht kommen.


Vergiftungen
kommen relativ selten vor, da Katzen besonders vorsichtig mit dem Verzehr
unbekannter Dinge sind.
Trotzdem sind Katzen, wegen ihres Körperpflege-Verhaltens, gefährdet.
An Pfoten oder Haarkleid haftende Spuren von Insektiziden, giftigen Chemikalien, Arzneimitteln usw. werden gründlich abgeleckt.
Der Tierarzt kann meist nur symptomatisch behandeln,
da die verursachende Substanz häufig nicht bekannt ist.
Außerdem ähneln die Symptome von Vergiftungen
(Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Lähmungen, Speicheln), denen anderer Erkrankungen.
Um die weitere Aufnahme von Giftstoffen zu verhindern sollte man die kontaminierten Haarregionen abscheren und wasserlösliche Gifte mit warmem Wasser vorsichtig abspülen.
In frischen Fällen sollte Erbrechen (Senf, gesättigte Kochsalzlösung)
oder Durchfall (5-10ml Paraffinöl) ausgelöst werden.
Einhüllende Nahrungsmittel (Schleim, Eiklar, Olivenöl) "neutralisieren" einen Teil des Giftes.
Nach Rauchvergiftungen ist Frischluft besonders wichtig.
Suchen Sie schnellstmoeglich Ihren Tierarzt auf!

Vergiftungserscheinungen
Bei einem Verdacht auf Vergiftung muss das betroffene Tier
sofort in eine tierärztliche Praxis gebracht werden.
Die verdächtige Giftquelle (mit Verpackung) sollte in die Praxis mitgebracht werden. Angefressenes oder erbrochenes Material in einem Plastiksack verpackt
ebenfalls mitbringen lassen.
Man kann versuchen, das Fell, die Haut, die Schleimhäute und Augen mit lauwarmem Leitungswasser zu waschen (Handschuhe benützen).
Trockene Pulver können mit dem Staubsauger entfernt werden.
Nicht versuchen, Milch, Eiweiss oder pflanzliche Oele zu verabreichen.
Diese Mittel sind meistens kontraindiziert.
Nicht versuchen, das Erbrechen auszulösen.
Im Notfall: Reinigung und Freihalten der Atemwege,
entfernen von Schleim und Erbrochenem aus der Mundhöhle.

Falls kein Tierarzt erreicht werden kann (und NUR dann)
Verabreichen von Aktivkohle (1g Aktivkohle pro kg Gewicht des Tieres mit 5 - 10 ml Wasser
(pro Gramm Aktivkohle - also zB. 5 kg Katze -> 5 g Aktivkohle in 25 - 50 ml Wasser)
zu einem Brei verrühren und mit einer Spritze ins Maul eingeben
- bei akuten Vergiftungen auch ruhig die doppelte Menge)
Üblicherweise wird etwa 30 Min
danach ein Abführmittel (Natriumsulfat = Glaubersalz (3 - 4%ige Lösung) ) verabreicht um das Ausscheiden des Gift-Kohle-Gemisches zu beschleunigen.

Verhalten nach Operationen
Man sollte das frisch operierte Tier warm, ruhig und ebenerdig unterbringen.
Möglichst in einem abgedunkeltem Raum ohne Sprung- und Klettermöglichkeiten.
Appetit, Durst, Pflegeverhalten, Körpertemperatur, Harn- und Kotabsatz müssen
täglich kontrolliert werden.
Bei unnatürlichem Verhalten umgehend den Tierarzt konsultieren.
Leichtverdauliches, vitaminreiches Futter in kleinen Portionen verabreichen.
Strikte Ausgangssperre!
Verhaltensänderung Eine kranke Katze verändert ihr Verhalten,
sie benimmt sich nicht wie sonst.
Im schlimmsten Fall, bei schweren Schmerzzuständen,
hohem Fieber und herannahendem Tod, verschwindet sie oft einfach.
Sie verkriecht sich um alleine zu sterben.
Aus diesem Grund sollte man schon bei den ersten verdächtigen Verhaltensänderungen
eine Katze, die normalerweise Auslauf hat, besonders genau beobachten
und sie vorübergehend möglichst nicht ins Freie lassen.
Würde sie lange krank herumstreunen, ginge wertvolle Zeit verloren,
denn die Heilungschancen verringern sich dadurch mit jedem Tag.

Verhaltensstörung
Die Domestizierung bescherte der Katze besondere Lebensumstände.
Das Zusammenleben mit dem Menschen zwingt sie eine bestimmte Art
der Kommunikation anzuwenden, doch längst nicht alle Menschen verstehen
diese Sprache der Katze.
Außerdem kann unsere Lebensweise, die alles andere als naturnah ist,
das Tier verwirren.
Diese beiden Faktoren tragen manchmal maßgeblich zur Entstehung
von Verhaltensstörungen bei Katzen bei.
Trotzdem verfügt die Katze über eine bemerkenswerte Ausgeglichenheit.
Die häufigsten Probleme sind Agressivität, Angst, Unsauberkeit und Zerstörungswut.
Depressionen und Streßfolgen hingegen führen selten zu einem Tierarztbesuch,
da das Tier in solchen Fällen wenig Antrieb hat und sich zurückzieht,
also seinen Besitzer nicht stört.

Vibrissen
Tasthaare, Bart- oder Schnurrhaare
An deren Wurzeln enden viele Nerven, sodaß die Katze alles wahrnimmt,
was die Haare berührt.
Kräftige Muskeln können diese nach vorn richten.
Mithilfe dieses Systems tastet das Tier die Umrisse seiner Beute ab
und findet die Stelle, an der es seine Zähne zum tödlichen Biß ansetzen muß.
Für den Menschen ist es wichtig zu wissen, daß eine Katze,
die ihre Barthaare nach vorn richtet, eventuell zum Beißen bereit ist.
Ein Bart ist für Katzen also kein Schönheitsprodukt,
mit dem Bart und allen anderen Tasthaaren orientieren sich Katzen.


Vitamine
sind organische Substanzen und gehören zu den Nährstoffen.
Sie sind lebensnotwendig und müssen zum großen Teil mit der Nahrung zugeführt werden, weil der Tierkörper nicht in der Lage ist sie zu synthetisieren.
Pro-Vitamine sind Vorstufen der entsprechenden Vitamine.
Ein längerer Mangel an einem bestimmten Vitamin kann zu Vitaminmangelkrankheiten führen.
Da der tägliche Bedarf an Vitaminen äußerst gering ist,
kann er bei "vernünftiger" Fütterung leicht gedeckt werden.
Eine ständige Gabe von Vitaminpräparaten kann einen Ueberschuß auslösen,
welcher ebenso schwere, irreparable Schäden verursachen kann.
Vitamin A und Pro-Vitamin A
Der Bedarf von Vitamin A und Pro-Vitamin A
liegt bei 1600-2000 IE/Tier/Tag.
Es ist wichtig für die Embryonalentwicklung, das Wachstum, die Haut- und Schleimhäute,
die Fruchtbarkeit und zur Infektionsabwehr.
Vitamin A kommt besonders reichlich in den Futtermitteln Leber, Milch, Butter, Niere, Geflügel und Fisch vor.
Das Pro-Vitamin A, welches in Pflanzen (besonders in Möhren) vorkommt kann
von den Katzen nicht in Vitamin A umgewandelt werden.
Vitamin D1,D2, D3
Der Bedarf an Vitamin D1, D2, D3 liegt bei 50-100 IE/Tier/Tag.
Sie sind wichtig für die Kalziumeinlagerung in Knochen, den Kalziumblutspiegel und die Hemmung der Phophorausscheidung aus den Nieren.
Sie kommen in Futtermitteln wie Leber, Eigelb, Kalbfleisch, Fisch, Hefe und Gemüse
(Pro-Vitamin D) vor.
Pro-Vitamin D wird in der Haut gespeichert und benötigt UV-Licht
zur Umwandlung in Vitamin D, welches nur in geringem Maße gespeichert werden kann.
Deshalb treten Mangelerscheinungen meist bei reiner Wohnungshaltung und im Winter auf.
Vitamin E
Der Bedarf an Vitamin E ist abhängig von Alter und Belastung und liegt bei 0,36-3,6mg/Tier/Tag.
Es kommt besonders in Getreidekeimen, Eigelb, Milch, Fisch und Gemüse vor.
Wird Futter mit einem größeren Anteil an ungesättigten Fettsäuren
(Fischfett, Lebertran, Pflanzenöl) gereicht, so ist der Bedarf an Vitamin E höher.
Ebenso bei Eiweißmangel im Futter.
Vitamin B1
Der Bedarf an Vitamin B1 liegt bei 0,4mg/Tier/Tag.
Es ist von großer Bedeutung für Herz- und Nierenfunktionen,
Leistungsfähigkeit der Muskeln, Knochenbildung und Funktion des Eierstocks.
Es kommt in Fleisch, Innereien, Milch, Hefe, Getreidekeimen, Kartoffeln und Gemüse vor.
Vitamin B1 kann in geringen Mengen in der Leber gespeichert werden.
Da Fisch ein Vitamin B1 zerstörendes Ferment enthält,
kann es bei ständiger Rohfischfütterung zu Mangelerscheinungen kommen.
Deshalb sollte man Fisch nur ausgenommen und gekocht verfüttern
Vitamin B2
Der Bedarf an Vitamin B2 liegt bei 0,2mg/Tier/Tag.
Es ist für den Stoffwechsel unentbehrlich, da es nur zum Teil von den Darmbakterien geliefert wird.
Es kommt in Leber, Herz, Nieren, Fleisch, Fisch, Eigelb, Hefe und Getreide vor.
Vitamin B3
Der Bedarf an Vitamin B3 liegt bei 0,25-1,0mg/Tier/Tag.
Es ist wichtig für Nerven, Eierstock, Nebenniere und Zellstoffwechsel.
Es kommt in Fleisch, Innereien, Milch, Eigelb, Hefe und Getreide vor.
Vitamin B5
Der Bedarf an Vitamin B5 ist äußerst gering und liegt bei 0,002mg/Tier/Tag.
Es ist wichtig für die Blutbildung und Milz.
Da es zum größten Teil von den Darmbakterien produziert wird
kommt ein Mangel relativ selten vor.
Es ist besonders reichlich in Leber und anderen Innereien, Hefe, Getreide
und Grünpflanzen enthalten.
Vitamin C
Der Bedarf an Vitamin C ist nicht bekannt.
Er ist bei ausreichendem Vorhandensein von Vitamin A und E durch Eigensynthese gesichert.
Vitamin C ist wichtig für das Wachstum des Bindegewebes, für die Immunkörper-
und Hormonbildung und unterstützt bzw. ermöglicht die Wirkung vieler anderer Vitamine
und außerdem die Resorption von Eisen.
Es kommt in vielen Pflanzen aber auch in Leber, Lunge, Milz und Nieren vor.
In Streßsituationen und bei Infektionskrankheiten steigt der Bedarf.

Vitamin H
Der Bedarf an Vitamin H (Biotin) liegt bei 0,1mg/Tier/Tag.
Vitamin H ist besonders wichtig für Haut und Fell.
Es kommt in Leber, Niere, Eigelb, Hefe und Getreide vor.
Im Eiklar ist Avidin enthalten, welches das Biotin inaktiviert.
Deshalb ist Eiklar nur in mäßigen Mengen oder aber gekocht zu füttern.
Vitaminmangelerkrankungen Mangelerscheinungen können bei zu einseitige Ernährung
oder schweren Krankheiten auftreten.
Bei ausgewogener Fütterung wird der Bedarf an Vitaminen ausreichend gedeckt.
Vogelfang Normalerweise sind Katzen keine "Vogeljäger".
Ihr Beutefangverhalten, wie Anschleichen, Belauern und Sprungverhalten
macht sie eindeutig zu "Mäusefängern".
Es kommt relativ selten vor, daß Katzen einen gesunden Vogel "erwischen".
Man kann die Jagdlust auf Vögel minimieren indem man sie an einen gefiederten Hausgenossen gewöhnt.


Vollgeschwister
Unter Vollgeschwistern versteht man alle Wurfgeschwister
sowie alle Tiere aus weiteren Würfen mit den gleichen Eltern.
Vorbereitung eines Arztbesuches Man sollte den Impfausweis,
die Fiebertabelle sowie Erbrochenes, Stuhl und Urin zur Hand haben.
Es wäre ratsam Beobachtungen von Krankheitsanzeichen zu notieren,
so dass sie im Eifer des Gefechts nicht vergessen werden.
Blutende Wunden oder gebrochen Glieder müssen bandagiert werden.

Vorbiss
Anomalie des Kiefers mit deutlich vorstehendem Unterkiefer.

Wachstum
Das in den ersten 3 Lebensmonaten Erlernte und Erlebte
ist ganz entscheidend für die spätere Entwicklung und das soziale Verhalten der Katzen.

Wahrnehmung
Informationsaufnahme und -verarbeitung über die Sinnesorgane
Waisen Katzenwelpen, deren Mutter aus diversen Gründen
nicht mehr für sie sorgen kann,
müssen besonders behutsam und konsequent versorgt werden.
Suchen Sie in jedem Fall schnellstmöglich einen Tierarzt auf,
der die Erstversorgung vornimmt.
Bis zur 3.-4. Woche müssen die Babies mit Aufzuchtsmilch regelmäßig 8-12 Mal am Tag versorgt werden.
Es empfiehlt sich hierfür ein spezielles Saugfläschchen oder Pipette,
zur Not tuts aber auch ein Puppenfläschchen.
Halten Sie die Welpen warm. Zur Erstversorgung ist eine Wollsocke sehr gut.
Ein warmes Fell, Wärmflasche, Heizkissen oder eine Infrarotlampe eignen sich
um dem Wärmebedürfnis (25C°-30C°) der Kleinen gerecht zu werden.
Es ist wichtig, dass die Kleinen immer wieder mit einem weichen Baumwolllappen
am Bauch, Richtung After und Genitalien gestreichelt werden,
um die Darmregulierung sowie die Urinabsonderung zu reizen und aufrecht zu erhalten.
Viele Streicheleinheiten sind auch nicht zu vergessen.

Wärmebedürfnis
Katzen lieben die Wärme.
Sie sonnen sich gerne oder liegen während der kalten Jahreszeit in Heizungsnähe.
Bei Wohnungskatzen wird die Widerstandskraft durch ständig gleichmäßige Temperaturen herabgesetzt.
Man sollte darauf achten, daß Wohnungskatzen täglich für eine Zeit lang einer etwas niedrigeren Temperatur ausgesetzt werden, da sonst die Gefahr einer Verweichlichung besteht.
Es ist aber Vorsicht geboten, da Wohnungskatzen über weniger dichte Unterwolle verfügen und deshalb (bei zu niedrigen Temperaturen) sehr anfällig für Erkältungskrankheiten sind.


Wasser
Der Katzenkörper besteht zu 70% aus Wasser.
Frisches Wasser ist für die Katze unentbehrlich und muss immer bereitstehen.

Weißer Fleck
- erblich oder nicht? Oh Schreck “ ein weißer Fleck!
Woher kommt der und ist das erblich?
Manchmal bringt ein kleiner weißer Kehlfleck bei Katzen ohne Weißscheckung
und ohne dominantes Weiß die Gemüter in Aufruhr.
Weil solche kleinen Ausrutscher in der Vergangenheit, und bei manchen auch noch heute,
als Minimalscheckung bezeichnet werden,
kommt es leider immer wieder zu gegenseitigen Anschuldigungen unter Züchtern.
. Es wird, abgeleitet von dem falschen Begriff Minimalscheckung, unterstellt,
dass sich hier eine erbliche Scheckung eingeschlichen habe und dass die Zucht
mit solchen Katzen nicht in Ordnung sei.

Das Fatale daran ist, dass solche weiße Flecken, die ja nur eine minimale Größe haben
(weniger als 1 mm bis wenige mm) insbesondere bei einfarbigen kurzhaarigen Tieren
ins Auge fallen (Britisch Kurzhaar, Chartreux, Russisch Blau u.a.).

Um den Stellenwert eines Kehlflecks richtig einschätzen zu können muss man zuerst wissen, wie die Fellfarbe entsteht, wie die Farbe sozusagen ins Fell kommt.
Die Pigmente sind Komplexe aus Eiweißen und den eigentlichen Farbstoffen
Melanin oder Phäomelanin und können nur in bestimmten Zellen, den Melanozyten gebildet werden.
Von dort aus werden sie in den Follikel transportiert und in das wachsende Haar eingelagert. Fehlen Melanozyten in der Nähe eines haarbildenden Follikels, bleibt das Haar farblos
und sieht für uns weiß aus, wie eben ungefärbtes Keratin,
aus dem das Haar als totes Hautanhangsgebilde besteht.
Also erhebt sich daraus die nächste Frage:
Wie kommen die Melanozyten in die Haut?
Die Embryonalentwicklung beginnt damit, dass sich die befruchtete Eizelle teilt.
Es entsteht ein Zellhaufen. Daraus entsteht durch eine Hohlraumbildung eine Zellkugel,
die Morula.
Am Ende des Morula-Stadiums beginnen die Einfaltungen zur Organbildung.
Eine der ersten Einfaltungen führt zu einem Schlauchförmigen Gebilde, dem Neuralrohr.
Aus ihm entwickelt sich hauptsächlich das Nervensystem.
Aber bestimmte Zellen aus dem Neuralrohr begeben sich auf Wanderschaft
und sind an der Bildung ganz anderer Organe beteiligt.
So auch die Melanoblasten als Vorläufer der pigmentproduzierenden Zellen der Haut.
Es handelt sich dabei um wenige Zellen (ca. 34), die als primäre Melanoblasten die Neuralleiste verlassen und zur späteren Körperoberfläche wandern. Wenn sie sich gleichmäßig verteilt haben, was wahrscheinlich durch chemische Botenstoffe signalisiert wird, stellen die Melanoblasten ihre Wanderung ein und beginnen sich zu teilen.
Die aus den Teilungen der Melanoblasten entstehenden Zellen sind die Melanozyten.
Damit die ganze Körperoberfläche mit Melanozyten versorgt wird gibt es auch hier wieder einen Steuerungsmechanismus. Die Teilungstätigkeit der Melanoblasten hört erst auf,
wenn alle Melanozyten signalisieren, dass sie ringsherum Kontakt mit anderen Melanozyten haben, wenn also die ganze Oberfläche lückenlos mit Melanozyten besetzt ist.

Wenn dabei ein kleiner Fehler passiert, also ein Signal nicht richtig ankommt
oder interpretiert wird, dann wird die Teilungstätigkeit zu früh beendet und kleiner Teil
der Haut bleibt ohne Melanozyten.
Dort wachsen dann farblose Haare und kleiner weißer Fleck ist entstanden.
Das ist allein ein geringfügiger Fehler in der Embryonalentwicklung und keinesfalls erblich, sondern individuell.
Dieser Ausrutscher passiert, wenn überhaupt, dann, wenn dieser Entwicklungsschritt
schon fast am Ende ist.
Da die ganze Sache in der Neuralleiste ihren Ausgang nimmt,
ist das Ende des Entwicklungsvorgangs in den vom späteren Zentralnervensystem
(Gehirn und Anhänge, Rückenmark und Wirbelsäule) am weitesten entfernten Körperregionen erreicht. Das sind Bauch, Brust (Medaillon) und Vorderpfoten.

Um den nichterblichen weißen Fleck von der erblichen Weißscheckung abzugrenzen
einige Erläuterungen dazu.
Das piebald (white) spotting und die daraus abgeleitete Bezeichnung
Weißscheckung wird dominant vererbt.
Das Scheckungs-Gen hat zwei Allele, den Wildtyp s und das mutierte S.
Farbige Katzen sind immer homozygot rezessiv (s/s), gescheckte können heterozygot (S/s)
oder homozygot sein (S/S).
Keine farbige Katze kann Scheckung tragen oder verdeckt über mehrere Generationen weitergeben, das geht nur mit rezessiv veranlagten Merkmalen.

Die Scheckung wird in verschiedene Grade eingeteilt, von 0 = Minimalscheckung bis 9 = fast vollständig oder vollständig weiß. Hier entseht der gedankliche aber falsche Zusammenhang mit dem weißen Kehl- Bauch- oder Pfotenfleck, denn die erbliche Minimalscheckung betrifft die gleichen Köperregionen. nur die Flächen sind mindestens um den Faktor 10 größer (von einigen cm2 bis ganz weiß) als bei einem nichterblichen weißen Fleck.
Wie entseht nun die Scheckung?
Auch hier spielt die oben geschilderte Embryonalentwicklung eine Rolle. Aber nicht bedeutungslose Kommunikationsprobleme beenden die Ausstattung mit Melanozyten, sondern viel schwerwiegendere Einflüsse des Scheckungs-Allels S.
Die Anzahl der primären Melanoblasten ist durch den Einfluss des S-Allels verringert (2, 4, 8 oder 16).
Also sind die primären Melanoblasten am Ende ihrer Wanderung viel weiter voneinander entfernt.
Jetzt kommt ein zweiter Mechanismus ins Spiel, der die Teilungstätigkeit beendet – das jeder Zelle innewohnende Teilungspotenzial.
Jede Zelle kann nur eine bestimmte Anzahl von Teilungen durchführen,
dann endet ihre Teilungstätigkeit auf natürliche Weise.
Es bleiben also größere Hautbezirke ohne pigmentbildende Melanozyten, die Katze ist weißgescheckt.

Es besteht also ein gewaltiger Unterschied in der Entstehung zweier Phänomene,
die fatalerweise den gleichen Namen tragen. Bei allen kleinen weißen Flecken,
die an Brust oder Bauch auftreten, sollte man die erbliche Minimalscheckung gar nicht erst
in Betracht ziehen und diesen Begriff auch tunlichst vermeiden.
Natürlich sind Tiere, die so einen Fleck haben, nicht immer für eine Ausstellung geeignet,
da sie so nicht dem Rassestandard entsprechen. Aber es gibt überhaupt keinen Grund
diese Tiere von der Zucht auszuschließen
oder gar wegen eines angeblichen Erbfehlers zu kastrieren
oder sterilisieren – oder einen Züchter, der ein solches Tier in seinem Bestand hat, zu diskriminieren. Ein kleiner weißer Fleck kann bei jeder Zucht einmal auftreten – und meistens bleibt er sogar unentdeckt.

Welpen
Neugeborene Katzenkinder.
Werbung Unter Werbung versteht man gewisse Verhaltensweisen,
welche die Distanz zwischen 2 potentiellen Fortpflanzungspartnern langsam abbauen sollen.
Wohnungshaltung Die Wohnungshaltung ist eine überaus katzenfreundliche
und am weitesten verbreitete Art Katzen zu halten.
Obwohl Katzen als Einzelgänger bezeichnet werden haben sie dennoch
ein großes Kontaktbedürfnis.
Bei der Haltung von 2 oder mehr Katzen empfiehlt es sich ein spezielles Katzenzimmer einzurichten.
Am idealsten wäre es, wenn Katzen neben der Wohnungshaltung auch Freilauf gestattet würde.
Dies ist mit einer Minivoliere vor dem Fenster oder einer etwas umgebauten Terrasse leicht möglich.
Ist ein Balkon vorhanden so kann die Katze ohnehin nach Lust und Laune
"frische Luft schnappen" gehen, sich sonnen oder einfach nur die Umgebung beobachten,
achten Sie aber auf eine genügende Absicherung.

Wurfgröße
Die durchschnittliche Wurfgröße liegt bei 3-6 Welpen.
Meist jedoch liegt die Wurfgröße bei 4 Welpen.
Nur relativ selten liegt sie darunter oder auch darüber.

Wurflager
Da die Welpen als "Nesthocker" geboren werden ist ein warmes, geschütztes Nest
für sie lebensnotwendig.
Die Neugeborenenperiode ist für die Welpen, d.h. deren Entwicklung
von großer Wichtigkeit.
Am besten wählt man einen ruhigen, halbdunklen, von Zugluft geschützten Ort.
Um die Katze an die Veränderung zu gewöhnen sollte man das Wurflager
schon einige Tage vor der Geburt vorbereiten.
Ein Korb oder eine Kiste (ca. 50 x 50cm) ist gut geeignet.
Die tiefste Stelle sollte sich in der Mitte des Lagers befinden,
damit die vollkommen unbeholfenen Welpen nicht davon rollen können.
Man wählt eine Unterlage, die leicht zu reinigen und nicht zu hart ist.
Man kann auf eine weiche Stroh- oder Heuunterlage einige Lagen Zeitungspapier,
darüber ein Leintuch, wiederum Zeitungspapier und nochmals ein sauberes Leintuch geben.
Frottiertücher sind absolut ungeeignet, da sich die Welpen darin verhaken könnten.
Neben dem Wurflager sollte die Katzentoilette und frisches Wasser stehen.
Würmer / Wurmbefall Siehe auch Bandwürmer und Spulwürmer
Im Darm auftretende Parasiten sind nur in geringer Zahl vorhanden,
doch bei massivem Befall können sie einige Probleme verursachen.
Bei den Parasiten handelt es sich zum größten Teil um Bandwürmer und Spulwürmer .
Die Würmer können verschiedene Körperteile der Katze befallen.

Als Vorsorge wird empfohlen regelmäßig alle erwachsenen Katzen und Jungtiere
- je nach Art des möglichen Befalls und der Lebensgewohnheiten des Tieres
- mit den vom Tierarzt verordneten Mitteln zu entwurmen .

X-Chromosomen
Geschlechtsgebundene Chromosomen, XX = weiblich

XY-Chromosomen
Männliche Chromosomen



Zahmheit
Unter Zahmheit versteht man den Abbau der Fluchtdistanz aufgrund von Erfahrungen,
sowie die Aufhebung der kritischen Distanz.
Gelingt es dem Menschen nicht das Vertrauen der Katze zu erlangen,
so kann es vorkommen, dass letztendlich nur eine Bindung an den Menschen
als "Futtergeber" bleibt.

Zähne
Die Zähne sind Knochenartige gebilde, die im Ober- und Unterkiefer liegen.
Sie bestehen aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel.
Die Zahnwurzeln ruhen ruhen in den Zahnfächern des Ober- und Unterkiefers.
In der hohlen Zahnwurzel verlaufen Nerven und Blutgefäße.
Zahnkrone und Zahnwurzel werden durch den Zahnhals getrennt.
Das Zahnbein (Dentin) trägt wesentlich zur Form der Zähne bei.
Es ist vom Zahnschmelz (Email) bedeckt und wird vom Zahnhäutchen (Cuticula) überzogen. Auch bei der Katze kennen wir das Milchgebiß und das bleibende Gebiß.
Das Milchgebiß umfaßt 26 Zähne, das bleibende Gebiß 30 Zähne.
Die Zahnformel des Milchgebisses lautet

3i 1c 3p
--------
3i 1c 2p
die des bleibenden Gebisses
3I 1C 3P 1M
-----------
3I 1C 2P 1M

Die Buchstaben stehen für I/i= Schneidezähne (Incisivi), C/c= Fang- oder Hakenzähne (Canini), P/p= Vorbacken- oder Vormahlzähne (Prämolaren) und M/m = Backen-
oder Mahlzähne (Molaren).
An den Zähnen der Katze kann auch das Alter bestimmt werden.
So beginnt der Durchbruch d. Milchgebisses zwischen dem 8. und 13. Lebenstag
und ist zwischen dem 23. und 30. Lebenstag beendet.
Der Durchbruch des bleibenden Gebisses fängt zwischen dem 84. und 98. Lebenstag
an und ist zwischen dem 120. und 134. Lebenstag abgeschlossen.
Im Gegensatz zu anderen höher entwickelten Säugetieren weist das Gebiß der Katze
eine erhebliche Rückbildung auf.

Zahnerkrankungen
treten relativ häufig bei Katzen auf.
Dem Katzenhalter fallen diese Erkrankungen meist erst durch Futterverweigerung (Schmerzen beim Fressen) oder Mundgeruch der Katze auf.
Karies.
Karies entwickelt sich oft aufgrund von Zahnstein. Kariöse Zähne sollten gezogen werden.


Zahnfisteln.
Auffälliges Merkmal ist eine verschwollene Gesichtshälfte sowie Fieber und Appetitlosigkeit.
Zahnfleischgeschwüre.
Kommen relativ selten vor.
Es empfiehlt sich Zahnerkrankungen durch regelmäßiges Zähneputzen mit spezieller Katzenzahnpasta entgegenzuwirken.


Zahnpflege
Auch für Katzen ist eine regelmäßige Gebißkontrolle notwendig.
Man kann mit gesunder, ausgeglichener Ernährung Zahnerkrankungen entgegenwirken.
Zahnpflege ist für die meisten Katzen eine höchst unangenehme Prozedur.
Trotzdem sollte man versuchen, das wöchentliche Reinigen der Zähne in das Pflegeprogramm aufzunehmen.
Es reicht, wenn sie einen festen, gröberen Leinenlappen um ihren Zeigefinger wickeln,
ihn anfeuchten und die Außenflächen der Katzenzähne und das Zahnfleisch kräftig reiben, besser sind spezielle Katzenzahnbürsten.
Kontrollieren sie gleichzeitig auch das Zahnfleisch der Tiere.
Gerötetes Zahnfleisch oder eine schmale, rote Linie direkt oberhalb der Zähne sind oft Anzeichen einer Parodontose.
Ab und zu Trockenfutter als Mahlzeit verhindert zwar keine Plaque, verringert sie aber.

Zahnstein
Ungefähr ab dem dritten Lebensjahr (sehr selten bei Mäusefängern) lagert sich
bei der Katze oft Zahnstein ab der, wenn er nicht entfernt wird, im Laufe der Zeit
die Zähne umkrustet, so daß ein Laie kaum noch zwischen Zahn und Zahnstein unterscheiden kann.
Schwerer Zahnsteinbefall kann die Zähne lockern und schließlich zerstören.
Betroffen sind vor allem die weit hinten liegenden Backenzähne.
Zahnstein entwickelt sich aus Belägen (Plaque).
Man sollte älteren Katzen ca. alle 6 Monate den Zahnstein vom Tierarzt entfernen lassen.


Zecken sind kleine Milben mit flachem, lederartigem zähen Körper.
Die Weibchen lassen sich von erhöhten Orten auf vorbeistreifende Warmblüter fallen.
Sie saugen, mit ihrem mit Widerhaken besetzten Vorderende,
dem zeitweiligen Wirt (Hund, Katze, Mensch etc.) Blut ab.
Nach Füllung des sackartig anschwellenden Körpers lassen sich die Zecken abfallen
und nehmen lange Zeit keine Nahrung mehr auf.
Viele Zeckenarten sind uEberträger von ansteckenden Krankheiten.
Zu den Zecken gehört auch unter anderem der Holzbock.
Da Zecken die uEberträger der gefährlichen Borreliose sind,
sollten Zecken schnellstmöglich entfernt werden.
Hierfür gibt spezielle es Zeckenzangen mit denen man die Zecke fassen und herausdrehen kann.
Kontrollieren
Sie Ihr Tier immer nach einem Aufenthalt im Wald oder Garten auf Zeckenbisse.
Sie erkennen Zeckenbisse an kleine Beutel an der Haut, die mit Blut gefüllt sind.
Bei folgenden Anzeichen, kann es sich auch um eine übertragene Lyme-Borreliose
durch Zecken handeln:
- Appetitlosigkeit und hohes Fieber
- Schmerzen in den Beinen und der Wirbelsäule mit Lähmungserscheinungen
- dunkel gefärbter Urin
- gelbliche Verfärbung der Schleimhäute

Zeichnung
Fellmuster oder Fellzeichnung


Zirkumoraldrüsen
"Putzdrüsen"
Zirkumoraldrüsen sind Talgdrüsen, die größten Teils an der Unterlippe sitzen.


Zitzen
Die Katze verfügt über 8 Zitzen.
2 brust- und 2 bauchansässige Zitzenpaare.
Man sagt, die zwischen den Hinterbeinen liegenden Zitzen wären die ergiebigsten.
Die beiden Zitzen in der Nähe der Vorderpfoten hingegen wären die unergiebigsten.
Es herrscht "Zitzenpräferenz", das Erstgeborene hat die Wahl.
Es nimmt in der Regel die Quelle, die ihm bei seiner blinden hungrigen Suche am nächsten ist.
Die einmal gewählte Zitze ist "Privateigentum" des Säuglings
und wird meist bis zur Entwöhnung beibehalten.

Zoonose
Unter Zoonose versteht man Erkrankungen, welche vom Menschen auf das Tier
(und umgekehrt) übertragen werden.
Dies geschieht aufgrund von Viren, Bakterien, tierischen Schmarotzern und Pilzen.
Zucht Unter Zucht versteht man eine geplante Verpaarung von Katzen mit dem Ziel,
eine dem Standard der Rasse entsprechende Nachkommenschaft zu erhalten.

Zucker
ist für Katzen vollkommen ungeeignet, da es zu Durchfällen kommen kann.
Man sollte daher auf die Gabe von Zucker in Form von z.B. Süßigkeiten völlig verzichten.
Jedoch bei der Welpenaufzucht oder bei Diätfütterung kann die Fütterung von Milchzucker oder Traubenzucker teilweise angebracht sein.

Züchter
ist jeder, der eine Katze decken lässt, die ihm gehört.
Will ein Züchter einen Stammbaum für den Nachwuchs bekommen,
so muss er einem Katzenzuchtverein angehören.

Zunge
Die Zunge der Katze ist, wie die unsere, mit feinen Geschmacksknospen besetzt.
Das befähigt sie, die ihr angebotenen Nahrungsmittel sehr genau zu unterscheiden.
Sie scheint sich jedoch eher auf ihren Geruchssinn als auf ihren Geschmackssinn zu verlassen.
Auf der Zungenoberseite befinden sich die kleinen Hornhäkchen,
die wir rauh wie Sandpapier auf unserer Haut spüren,
wenn wir freundschaftlich von unserer Katze geleckt werden.
Unsere dünne Haut rötet sich bereits nach wenigen Strichen mit ihrer flinken Raspelzunge.
Die Katzen lecken das Wasser nicht mit der flachen Zunge auf, sondern formen ihre Zunge zu einer kleinen Rinne und nehmen so mit behendem Vor- und Zurückschnellen die Flüssigkeit auf.


Zwangsmaßnahmen
Manchmal sind Zwangsmaßnahmen bei einem Tierarztbesuch notwendig,
wenn die Katze nicht zu bändigen ist.
Dies geschieht dann mit Nackengriff, Fixierung des Kopfes und des Körpers sowie im schlimmsten Falle mit Hilfe einer Narkotisierung.


Zystitis
Blasenentzündung.
Verursacht durch eine aufsteigende oder absteigende bakterielle Infektion.
Anzeichen dafür sind oft Fieber, Schmerzen beim Wasser lassen, Aphatie oder Freßunlust.
Tierarzt aufsuchen und die Katze warm halten.
Wie bei allen Erkrankungen ist auch liebevolle Pflege des Besitzers zur baldigen Genesung unerläßlich.

 

 

Wir bedanken uns für den Beitrag bei Claudia Grillenberger ( Copyright ).





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