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Die Geburt


1. Die reifen Föten liegen innerhalb ihrer Fruchtblasen in den Hörnern der Gebärmutter und sind von der Plazenta umgeben.

2. In der Anfangsphase des Geburtsvorgangs wird der erste Fötus durch Kontraktionen der Gebärmutter auf den Gebärmutterhals zubewegt, der sich dann öffnet.

3. In der zweiten Phase bringen weitere Kontraktionen und die Anstrengung der Mutter das Kätzchen im Geburtskanal weiter.
Nomalerweise wird die Fruchtblase platzen und zusammen mit der Plazenta als Nachgeburt folgen.
Die innere Fruchtblase wird reißen, umschließt aber das Kätzchen manchmal noch, wenn es geboren wird. Es tritt als erstes eine blasenartige Verdickung zum Vorschein.

 

Die Geburt beginnt ...


Geburtslagen:


1. Die Kopflage ist die häufigste und natürlich die einfachste.
Es gibt schon mal ein bisschen Probleme, wenn der Kopf sehr dick ist, ist aber die Ausnahme.

2. Die Rücklage (häufig bei Züchtern verwechselt mit der Steißlage) ist auch sehr häufig und macht eigentlich nur Probleme, wenn die Katze schwach ist und schwache Wehen hat.

3. Am Schwierigsten ist die Steißlage, da das Kätzchen zuerst mit mit dem Hinterteil und am Körper angelegten Beinen austritt. Es ist kein Beinchen und kein Schwänzchen da das man zur Unterstützung greifen kann.

Bevor eine Katze trächtig wird, liegt es an uns Züchtern,
eine optimale Verpaarung  festzulegen.

 Zucht bedeutet, eine  verantwortungvolle Auswahl
von  gesunden, zuchttauglichen, typvollen Tieren  die zukünftige Verpaarung zu gestalten.

Die Tragezeit einer Katze liegt zwischen 63 und 65 Tagen,
aber auch 70 Tage können noch durchaus im Bereich des Normalen liegen.

TIPP !
Für eine stressfreie Katzengeburt empfehlen wir unser Profi Geburts- Set

TIPP !
SOS Spray für stressige Situationen

 

Welpen die vor dem 60. Tag zur Welt kommen, haben  eher geringe Chance zu überleben.
 Züchter mit enormer Erfahrung haben in diesem Fall eine Chance,
Katzenbabys ohne Saugreflex, erfolgreich aufzuziehen.


Dafür gibt es spezielle Ernährungssonden:


Weitere TIPPS auch unter Handaufzucht ...


Nacheinander werden sie durch die Kontraktionen Richtung Geburtskanal geschoben.
Bei kleinen Würfen, oder gar nur einem Kitten kann diese Zeit
leicht mal bis zu zwei Tage andauern.

Ein unerfahrener Züchter wird dann oft sehr  schnell nervös,
da Schleim und auch etwas Blut abfließen, aber kein Katzenbaby sichtbar wird.
Jeder von uns Züchtern mußte " Lehrgeld "bezahlen und lernt niemla aus.
Bitte  nur auf geburtserfahrene Tierärzte zurück greifen,
die auch in Notfällen erreichbar sind,
leider haben manche Tierärzte keine Erfahrungen, über den Verlauf einer Katzengeburt.

Wenn man dann mit dem  gestressten Tier in  die Klinik fährt
und die dortigen Tierärzte veranschlagen, aus Unkenntnis und Überforderung
meist einen Kaiserschnitt, welcher nicht notwendig gewesen wäre.

Gute Beobachtung, Geduld sind ratsam !

Solange der allgemeine Zustand der Katzenmama gut ist, die Atmung ruhig,
wird angebotene Flüssigkeit ( gerne Aufzuchtsmilch oder Wasser) getrunken, 
steht sie  ab und zu auf, dann ist kein Anlass zur Beunruhigung vorhanden.

Senkwehen haben mitunter, den Anschein des Pressens, es führt oft zu Verwechslungen.
Senkwehen sind meist 2-3 Kontraktionen hintereinander
und dann ist wieder längere Zeit Ruhe.

Presswehen kommen ununterbrochen und führen zur Geburt eines Katzenbabys.

Ist das Katzenbabys im Geburtskanal sichtbar,
rutscht vielleicht noch ein oder zweimal zurück,
dann ist das erste Kitten binnen Minuten geboren.
Überwiegend wird das Katzenbaby,
in der intakten Fruchtblase mit dem Köpfchen zuerst geboren.

Oftmals kommen die Beinchen oder das Schwänzchen  zuerst.
Dabei reißt die Fruchtblase meistens schon im Geburtkanal auf
und das Katzenbaby muss von der Katzenmama nicht mehr befreit werden.
Gerade bei Erstgebärenden Katzenmüttern ist der Durchtritt des ersten Welpen
sehr schmerzhaft.
Nicht selten versucht die Mama aufgrund der Schmerzen, um sich, zu beißen.
Geburthelfer ist es zu verhindern, falls die Katzenmama, nach dem Katzenbabys, schnappt, 
die Hand schützend dazwischen zulegen.

Ein versehentlicher Biss in die Hand muss notfalls ertragen und versorgt werden.

Die Katzenmama wird das Katzenbaby nach der Geburt ablecken
und somit, zum Atmen anregen.
Geschieht das nicht erfolgreich, wird sie es liegen lassen,
in der Annahme es  sei tot  und sich  um das nächste Baby kümmern.

Auch kann es vorkommen, dass die Katzenman, nach großer Anstrengung
nicht mehr die Kraft hat diese Aufgabe selbst zu übernehmen.

Das ist der Zeitpunkt an dem der Züchter sofort  eingreifen muss!

Ekel oder Ignoranz ist unangebracht.
Ein Züchter der Widerwillen gegen seine Tiere hegt, sollte das Züchten einstellen.

Wichtig:

Ist die Fruchtblase noch intakt, wird diese immer sofort vor dem Abnabeln geöffnet.
Das Gesicht vorsichtig, mit einem weichen Tuch,  abgetrocknet.
Niemals umgekehrt, denn mit dem Abnabeln fängt ein Neugeborenes an zu atmen
und das mit fatalen Folgen ist die Fruchtblase noch ungeöffnet.

Das Kitten wird schnell, ca.4-5 cm vor dem  Bauch durch abgenabelt,
( niemals mit den Fingernägeln), sondern mit dem Entnabelungsbesteck :


Falls das die Katzenmama nicht schon erledigt hat und mit einem  weichen Tuch
im Gesicht gesäubert.


Empfehlung :
Mit einem Fruchtwasserabsauger vorsichtig  den Rachenbereich absaugen.


Es regt die eigeneständige Atmung an und verhindert das verschlucken von Fruchtwasser
in die Lunge.
Sollte trotzdem die Atmung ausbleiben,
legt man seinen Mund auf Nase und Mäulchen und gibt in Abständen leichte Atemstöße
in die Lunge des Neugeborenen ab.

Die Betonung liegt auf“ leichte“.

Zeitgleich massiert man Bauch aufwärts zur Lunge des Welpen.

In der Regel reichen schon 2-3 Atemstöße um die Lunge des Kleinen zu entfalten
und  um  die Eigenaktivität des Körpers zu forcieren.
Der zuvor schlaffe Körper gewinnt an Spannung und die erste Hürde ins Leben
wäre geschafft.
Die Massage der Bauchnabelregion fördert zudem den Atemreflex.
Nicht zu früh mit der Wiederbelebung aufhören, es soll schon vorgekommen sein,
dass selbst  15 Minuten , nach der  Geburt  ein  Katzenbaby
noch  mit der Atmung begonnen hat.

Es ist wichtig die Atmung des Kittens noch einige Zeit zu beobachten,
aber dann sollte schnellstmöglich das Katzenbaby, zu seiner Mama gelegt werden.
Diese  übernimmt dann die restliche Massage und wärmt das Würmchen mit 38 ° Grad Körperwärme.

WARNUNG !


In der Katzenwelt wird immer wieder das " Ausschleudern" beschrieben, falls das Kitten  verfrüht zu atmen begann und Fruchtwasser verschluckt hätte.

Von dieser Methode ist abzuraten ...
 
Durch Unkenntnis der Handhabung kann es zu Gehirnblutungen des Neugeborenen führen  oder anderweidigen Verletzungen an der Wirbelsäule,
an denen das Katzenbaby, kurze Zeit später versterben wird
oder gar Lähmungen zurückbehält.
Sollte es tatsächlich doch dazu führen, dass ein wenig Fruchtwasser
in die bereits entfaltete Lunge gelangt wäre,
hat die Natur es vorgesehen dieses durch Kontraktionen  des Brustbereiches
aus dem Mund und der Nase zu pressen.
Ein nach unten Hängen des Köpfchens  ist hilfreich ,
dann beatmen falls die Atmung nicht einsetzt.
Katzenbabys röcheln noch einige Zeit nach der Geburt um  überflüssigen Schleim
aus den Atemwegen zu entfernen.
Kitten die nach 8 Stunden immer noch verschleimte Atemgeräusche und Knacken produzieren, benötigen ein homöoptisches Mittel.
Welches verhindert, dass eine Lungenentzündung entsteht.
Also genaustens beobachten, notfalls ist ein leichtesAntibiotikum erforderlich.
Es kann oft die zu späte Gabe zum Tod der Kleinesten führen.
 
Manche Menschen verwechseln  das Schlucken von Fruchtwasser
mit einem stressbedingsten Lungenödem.
Dieses kann ein Kitten binnen Stunden ohne Infekt selbst resorbieren.
Die langjährigen Züchter geben nach jeder Geburt, jedem kitten 3 Tage lang Antibiotikum.
Auch in den öffentlichen Zoo`s wird das so praktiziert.
Es hat sich herausgestellt, dass so die Welpensterblichkeit in der ersten Woche
auf fast 0 gesenkt werden kann.

Es kann Leben retten !


Sollte trotz weiterer Presswehen kein Kitten erscheinen,
die Katzenmama bereits  Erschöpfungsanzeichen zeigen
und offensichtlich starke Schmerzen entwickeln,
dann ist unverzüglich der Tierarzt aufzusuchen.

Ratsam,  eine weitere  Person um Hilfe zu bitten,  welche zu Hause bleibt, um die bereits geborenen Kitten versorgen.

Ein erfahrener Züchter wäscht/ desinfiziert seine Hände
und streicht ein wenig Vaseline auf seine Finger.
Es gibt auch geruchloses Desinfektionsmittel welche,
die Katzenmama und deren Welpen nicht irritiert.

Vorsichtig tastet man dann in der Scheide nach dem verbleibenden Kitten.
Durch diese Manipulation kann sich der Muttermund noch ein weiteres Stück öffnen
und das davor liegende Kitten rutsch durch.

Steckt der Welpe schon im Geburtskanal, und ist zu groß um unproblematisch durchzurutschen, wird er mit der Vaseline gleitfähiger gemacht.

Hatte auch schon die Situation einer Fehllage des Welpen
und auch da hat man mit Vaseline gute Chancen.
Sobald im Scheideneingang etwas Greifbares erscheint,
nimmt man ein Papiertuch umfasst vorsichtig den Angriffspunkt
und hilft der Katzenmama, bei jeder Wehe, vorsichtig, mit zu schieben.

Niemals ohne Wehe, und niemals mit grober Gewalt.

Gefahren für die Katze

 

Eine gesunde Katze schafft es im Normalfall ein Welpe mit Geburtsgewicht bis zu 175 g
zu gebähren.
Ob das Kitten überlebt, hängt von dessen Konstitution ab,
von der zeitlichen Länge der Kompression im Geburtskanal
und von den“ Erste Hilfe Maßnahmen“ die der Züchter einleitet.

Voraussetzung für solche Aktionen, ist zum einen die Kooperation des Muttertieres,
es ist ein absoluter Vertrauensbeweis, lässt die Katze sich anfassen.

Zum Zweiten gibt es Fehllagen, die auch diese Art von Geburtshilfe fast unmöglich machen und nur noch ein chirurgischer Eingriff vor großem Schaden bewahrt.
zum Beispiel : Die Querlage
eines Welpen und das nachfolgende Kitten drückt schon nach,
oder die Spreizlage.
Ein Beinchen steht nach oben, eines nach untern,
auch Steissgeburten,
wenn beide Beinchen nach oben zeigen und der Po des Welpen zuerst erscheint. 

Ist das Katzenbaby klein, können  auch diese Lagen noch in einer normalen Geburt enden.

Dadurch kann es zum Geburtsstillstand kommen und das Leben der zu diesem Zeitpunkt schreienden Mutter  auf dem Spiel stehen.

Das Herausziehen dieser Katzenbabys, birgt  die Gefahr des Abreißens der Nervenverbindungen in dem zu fassenden Teil  der Extremität.

Das Leben der Katzenmutter steht immer an erster Stelle .

Ein  Risiko muss  vom Züchter eingeschätzt und erkannt werden.
Was eben auch ein Stückweit Erfahrung und Verantwortung mit sich bringt.
Deshalb „Erste Hilfe ist Pflicht“, aber keine Experimente zum Schaden der Tiere.
Ein Neuzüchter sollte immer bei den ersten Geburten mit einem erfahrenen Züchter zusammen arbeiten.

Es schafft Sicherheit und hilft brisante Situationen zu vermeiden,
solche Situationen erlernt man nicht durch Lektüre.

Jeder Anfangszüchter muss sich im Klaren darüber sein,
wie viel Verantwortung und Arbeit eine Verpaarung seiner Tiere bedeutet bzw. nachvollzieht
Daher sollte jeder Liebhaber erkennen, dass die Katzenzucht keine Geldquelle darstellt, 
nur weil der Laie die landläufige Meinung vertritt,
“ Katzen machen ihre Geburt und Welpenaufzucht alleine
und der Mensch sollte der Natur nicht ins Handwerk einwirken".
oder
" auf dem Bauernhof,  musste Niemand helfen.“
Auf die Frage nach der Überlebensrate für Katzenmütter und  Nachwuchs ,
war keine Antwort möglich.
Diesen Menschen ist es nicht bewußt ,dass die natürliche Auslese
der Neugeborenen und Welpen 55% beträgt.
Von den Katzenmüttern gar nicht zu reden.
Wieviele Katzen incl. Nachkommen müßten jämmerlich sterben, wenn wir Züchter,
nach dieser Auslese praktizieren würden.
DAS wäre nicht zu verantworten ...

Während jeder Geburt  wird stets dokumentiert werden,
wie viele Babies und wie viele Plazenten/ Nachgeburten geboren wurden,
sowie Besonderheiten und das Gewicht.

Dazu empfehlen wir eine Babywaage


Nicht immer kommt die Nachgeburt gleich auch nach dem Neugeborenen.
Manches Mal kommt die Plazenta vom ersten Kitten erst nach dem Zweiten mit.
Mitunter auch noch später. 

Manchmal wird sie  bei Ablenkung von der Mama schnell unbemerkt aufgefressen.

Selten gibt es aber auch Zwillingsgeburten, bei der nur eine Plazenta für zwei Welpen
zur Verfügung steht.

Darum bitte aufmerksam beobachten und keine anderweitige Dinge erledigen.

Wir lassen unseren Katzen die Nachgeburt gerne fressen, die Natur hat es so vorgesehen.

WIR wünschen für die Katzengeburt alles Gute !

 

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