MENUE


















Ernährung der Katze



Damit die Katze gesund wachsen kann, ein glattes, glänzendes Fell bekommen
und aktiv und gesund bleiben soll, braucht sie vollwertige und ausgewogene Ernährung.

Um den Nahrungsbedarf der Katze zu decken, hat man die Wahl
zwischen Kost die man selbst zubereitet oder der Vollnahrung aus dem Handel.
Im Handel gibt es hochwertiges Nassfutter und Trockenfutter
in verschiedenen Geschmacksrichtungen.
So kann man seiner Katze Abwechslung bieten.

Wenn man seiner Katze eine Abwechslung bieten möchte,
kann für sie eine Mahlzeit zuhause zu bereiten.

Katzen sind Raubtiere

In freier Natur ernähren sie noch heute von kleinen Beutetieren.
Das Jagdverhalten ist der Katze angeboren.
Selbst Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden entwickeln Leerlaufhandlungen, die die Jagd und das Töten imitieren.
Für diesen Jagdinstinkt werden Katzen seit Jahrhunderten am Hof gehalten,
um für eine Dezimierung der Mäusepopulation zu sorgen.
Der Verhaltesforscher Paul Leyhausen hat herausgefunden, dass nicht alle Mäuse, die die Katze am Tag fängt, auch verspeist werden.
Das natürliche Beutetier weist eine komplett andere Zusammensetzung
als die (allermeisten) Fertigfuttermittel auf,
die zum größten Teil aus Kohlenhydraten bestehen, da sie vor allem Getreide enthalten.
Die Katze ist von der Physiologie d. Verdauungstraktes nicht dafür geeignet, größere Mengen an Kohlenhydraten zu verdauen.

Katzen benötigen vor allem Protein (aus Fleisch).

Die Nahrung wird durch die im Maul vorhandenen Speicheldrüsen eingespeichelt. Der Speichel sorgt dafür die Nahrung gleitfähiger zu machen,
es erleichtert das Schlucken der Beute.
Im Gegensatz zum Menschen beinhaltet der Speichel der Katze keine Enzyme,
die die Nahrung schon zur weiteren Verdauung aufbereiten.
Fleischfresser benötigen für die Produktion der Magensäfte
einen auslösenden Reiz, nämlich Fleisch.
Fehlt dieser Schlüsselreiz, wird auch keine Magensäure produziert.
Ist der Magen des Fleischfressers leer, findet auch keine Magensäureproduktion statt .

Einige Fertigfuttermittel sind nicht empfehlenswert für Katzen,
da sie nur schwer verdaulich sind und dadurch den Körper unnötig belasten.
Die Organe (vor allem die Nieren) einer Katze werden durch minderwertige Schlachtabfallprodukte, Getreideabfälle, künstliche Antioxidantien,
giftige Konservierungsstoffe etc. massiv belastet.
Unsere Katzen leiden heutzutage dementsprechend häufig
unter chronischen Erkrankungen der Niere und Harnorgane.

Jede zweite Katze stirbt heutzutage an Nierenversagen

Die Nährstoffbedürfnisse der Katze

Nährstoffe Worin enthalten: Wichtig für:
Proteine Geflügel, Fisch, Leber, Ei Wachstum, Fortpflanzung, gute Muskulatur, glattes und schönes Fell
Fette Tierische Fette: Geflügelfett Fischöl

pflanzliche Fette: Sojaöl, Weizenkeimöl

Die beste Energiequelle

unverzichtbar für ein schönes Fell und ein intaktes Immunsystem

Kohlenhydrate (Stärke) Mais, Reis Energiequelle
Vitamine ( A, D, E , B ) Leber, Bierhefe, Mineralstoff- und Vitaminzugaben das Augenlicht, die Fortpflanzung, den Knochenbau, die gute Funktion der Zellen
Mineralstoffe (Magnesium, Natrium, Kalium, Phosphor) Geflügel, Fisch den Knochenbau und Zähne, gute Funktion des Nervensystems, die richtige Muskelfunktion, für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt
Spurenelemente (Kupfer, Zink, Mangan) Geflügel, Leber, Mineralstoff und Vitaminkomplexe die Erneuerung der Blutkörperchen, die Arbeit der Leber, das Nervensystem, für alle anderen Organe, ein schönes Fell

 Wie ernähre ich meine Katze richtig?



Feuchtfutter
Jeder Katzenbesitzer  sollte sich bewusst sein und vor Augen halten,
dass Katzen reine Fleischfresser sind.
Eine artgerechte Ernährung, wäre also eine reine Rohfütterung
bestehend aus ganzen Tieren, einschließlich vorverdautem Mageninhalts, Knochen, Sehnen etc.
Diese Rohfütterung ( BARFEN) ist jedoch für den durchschnittlichen Katzenhalter relativ schwierig zu realisieren, da sie eine genaue Kenntnis der Materie
und viel Aufwand erfordert,
da der Nahrung diverse Zusätze hinzugefügt werden müssen um die Tiere
optimal zu versorgen.

WICHTIG !

Futter das man zu Hause zubereitet sollte aus folgenden Grundlagen bestehen: Fleisch, Reis und Gemüse.
Der Vorteil besteht darin, das man die Qualität der Nahrung kontrollieren kann.
Der Nachteil ist, das man mehr Arbeit hat da die Zubereitung
mehr Zeit fordert und die Zutaten teurer sind als die Dosennahrung im Handel.
Auch besteht ein Risiko, wenn man nicht genau weiß, wie viel die Katze von allem braucht.
Das Futter muss ausgewogen sein, es sollte zu drei Vierteln aus Fleisch bestehen, der Rest aus Beifutter wie Reis, Gemüse, Haferflocken oder gekochte Kartoffeln.
Eine erwachsene Katze braucht je nach Größe täglich etwa 125 bis 250 Gramm Fleisch, Fisch oder Innereien. Fleisch gibt man am besten roh,
es ist für die Katze das natürlichste Nahrungsmittel.
Es sollte ohne Knochen und mager sein.
Man kann seiner Katze Muskelfleisch vom Rind, Kalb, Kaninchen,
aber auch Wild und Hasenfleisch geben.
Schweinefleisch muss gekocht werden (wegen dem Aujesky-Virus)
und auch das Geflügel.
Es muss frisch und aus einwandfreien Beständen sein,
sonst droht Krankheitsübertragung.
Katzen mögen auch gerne Wild, Reh und Hasenfleisch.
Genauso gerne fressen sie auch die Innereien dieser Tiere.
Sehr gesund und nahrhaft ist das Herz (ohne Fett), Lunge und Nieren
mögen Katzen auch gerne.
Die Nieren sollte man vorher gut wässern.
Leber kann roh und gekocht der Katze gegeben werden, roh wirkt sie abführend und gekochte Leber stopft.
Die Katze sollte nicht mehr wie 150 g Leber pro Woche fressen,
da dies sonst zu einer Vitamin A-Vergiftung führen kann.
Die Folgen sind Bewegungsstörungen und Knochenverformungen,
auch kann es zu Lähmungserscheinungen kommen.
Fisch sollte man der Katze leicht gedämpft und entgrätet geben.
Einmal pro Woche reicht da die Katze sonst zu sehr danach riechen kann.
Eine durchschnittlich große Katze wiegt ca. 4kg.
Für eine Katze mit diesem Gewicht reicht eine Fleischmahlzeit von 200 Gramm täglich,
bei Innereien und Fisch kann man etwas mehr geben (225g).
Die Mahlzeiten werden auf Morgens und abends verteilt.
Diese Substanz Avidin zerstört das Vitamin Biotin, das für Katzen wichtig ist.
Auch ist die Gefahr einer Infektion von Salmonellen gegeben.
Zur Vorbeugung von Zahnsteinbildung kann man der Katze kleine Kalbsknochen oder Kalbsknorpel geben, an denen sie knabbern kann.
Sehr gefährlich sind Geflügel - Hähnchenknochen,
da sie im Hals stecken bleiben und splittern können.
Man sollte so abwechslungsreich wie möglich füttern.

Wenn die Katze anfangs das neue Futter ablehnt,
gibt man es in kleinen Portionen dem normalen Futter hinzu.
Man kann die Ration dann langsam steigern.

Leckeres für Katzenzungen ist unter der Rubrik Info von A - Z zu finden!

Wem das alles zuviel Aufwand ist, kann ja ganz langsam anfangen
oder die Katze mit Fertigfutter füttern.

Diese Vollwertnahrung besteht aus Muskelfleisch, Innereien
oder verschiedenen Fischzutaten,
sowie pflanzlichem Eiweiß, Getreide, Vitamine und Mineralstoffe.
Eine gute und willkommene Abwechslung sind Milchprodukte wie Quark,
Joghurt oder Hüttenkäse.

Da manchen Katzen Milch nicht bekommt und sie davon Durchfall bekommen,
sind oben genannte Milchprodukte für Katzen gut zu vertragen
weil dort der Milchzucker abgebaut wurde.

Auch Rinderbrühe und Fleischwasser trinken die meisten Katzen gerne.
Verdünnt man die Flüssigkeit welche nach dem Auftauen eines Fleischstückes entsteht mit warmen Wasser, so wird das die Katze mit größtem Vergnügen futtern.
Die meisten Katzenbesitzer werden folglich auf die Verfütterung von Fertignahrung angewiesen sein.
Bitte schauen Sie sich die Dose Katzenfutter einer x-beliebigen Firma genauer an, erstaunlicher Weise, findet man so ziemlich Alles – nur wenig Fleisch.



Was ist eigentlich in der Dose?


Um eine artgerechte Fütterung der Katze zu gewährleisten,
bitte  die Inhaltsstoffen und die Deklarationen vom Katzenfutter  prüfen.



Aufstellung der Inhaltsstoffe mit Begriffserklärung:

Antioxidans/Antioxidantien Konservierungsstoff
verhindert, dass Fett „ranzig wird“, natürliche Antioxidantien sind Vitamin C
und Vitamin E, diese schützen den Organismus.
Ascorbinsäure industriell hergestelltes Vitamin C,
welches schon bei leichter Überdosierung körpereigene Zellen schädigen kann.
Katzen bilden Vitamin C in der Leber und muss aus diesem Grund nicht über die Nahrung zugeführt werden.
Ascorbyl Palmitat Fettlösliche Form von Vitamin C
BHA und BHT Konservierungsmittel
In großen Teilen Europas verboten!
Bierhefe Vitamin-B Quelle
Nebenprodukt der Bierherstellung.
Blutmehl getrocknetes und gemahlenes Blut
Braureis: Ein Abfallprodukt der Reisherstellung.
Brauner Reis Natur- bzw. Vollkornreis
Carrageem: Geliermittel
Dieses Mittel steht in Verdacht die Aufnahme von Mineralien und Kalium zu beeinträchtigen, Allergien auszulösen und das Immunsystem negativ zu verändern.
Cellulose Unverdauliche Ballaststoffe
wie z.B. Abfälle aus der Getreideherstellung (Getreidehülsen o.ä.).
Cerealien Abfall
aus der Müsliherstellung, also Alles,
was der Mensch nicht mehr essen möchte.
Digest Flüssigkeit die von tierischen Geweben
mit Hilfe von chemischer oder enzymatischer Hydrolyse hergestellt wird.
DL-Methionin/DL-Lysin Chemisch hergestellte Aminosäuren
Hinweis auf sehr geringen Fleischanteil,
oft in Trockenfutter enthalten.
EG-/EWG-/EU-Zusatzstoffe Künstliche Konservierungsstoffe
Eier und Eiererzeugnisse Abfallprodukte aus der Eierverarbeitung.
Eiweisextrakte Planzlicher Kleber
wie z.B. aus Soja, minderwertige Eiweisquelle.
Erbsenkleie Abfallprodukt bei der Herstellung
von Erbsenmehl (Erbsenschalen).
Erythrosin Künstlicher Farbstoff
Ethoxyquin Billiges chemisches Antioxydant (Konservierungsstoff)
In der Lebensmittelherstellung verboten!
Fette Bei hochwertigen Fetten ist die Bezeichnung genauer, ansonsten handelt es sich um Abfälle aus der „Tierkörperbeseitigung“.
Fischmehl Getrocknete Fischnebenerzeugnisse oder getrockneter Fisch.
Fischnebenerzeugnisse Alle Bestandteile des Fischs außer
das Fischfleisch (also Fischaugen, Flossen, Köpfe, Gräten usw.).
Fleischmehl oder Tiermehl Getrocknete und gemahlene Tiernebenerzeugnisse
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse Alle tierischen Bestandteile außer Muskelfleisch (sämtliche Innereien z.B. Darm, Magen, Lunge usw., Hufe, Haut, Federn, Blut, Knochen, Sehnen usw.
Im Prinzip alle Produkte, die nicht für die Lebensmittelherstellung geeignet sind.
Fructo-Oligosaccharide Wird bei Diätfutter oft verwendet,
da es die Darmtätigkeit auf natürliche Weise regelt und Durchfall unterdrückt.
Sorgt für ein gesundes Gleichgewicht des Verdauungssystems.
Nur nötig, wenn das Futter schlecht verdaulich ist.
Geflügelmehl Getrocknete und gemahlene Nebenerzeugnisse z.B. Schnabel, Klauen, Federn.
Geflügelfleischmehl Mehl aus getrocknetem Geflügelfleisch
Geflügelprotein Eine Mischung von Geflügelschlachtabfällen.
Geflügelnebenprodukte Wird oft als Salzersatz eingesetzt.
Reiner Füllstoff aus Nebenerzeugnissen
wie Schnäbel, Blut, Federn, Köpfe, Füße usw.
Gemüse Kann, wenn es nicht näher beschrieben ist alles sein, auch Hülsenfrüchte,
welche zu Verdauungsproblemen führen.
Geschmacksverstärker Kennzeichnen oft minderwertiges Futter,
da es in einem hochwertigen nicht nötig ist.
Getreidemehl Alle Arten von gemahlenem Getreide sind generell nicht gut für Katzen.
Glucosaminhydrochlorid Aus Schalentieren gewonnene Substanz,
die die Wasserspeicherfähigkeit des Knorpels unterstützt.
Gluten Siehe Maisgluten
Grieben Abfallprodukt der Tierkörperbeseitung (ausgelassenes Fett von z.B. Innereien)
Guar (Guarmehl) Füllstoff
Quillt im Magen stark auf und simuliert
so ein Sättigungsgefühl.
Karamell Erhitzter Zucker (siehe Zucker)
Kleber / Kleiber Abfallprodukt bei der Mehlerzeugung
Schicht zwischen Außenhülle und Mehlkörper des Getreidekorns.
Kleie Abfallprodukt aus der Getreideverarbeitung
Knochenmehl Gemahlene Tierknochen meist aus der Tierkörperbeseitigung.
LCarnitin Fördert die Fettverbrennung.
Auch ein Anzeichen von minderwertigem Futter, da dieses nur zugesetzt werden muss, wenn Kohlenhydrate und/oder Zucker
im Futter enthalten sind.
Mais Nachweislich der Hauptauslöser von Allergien.
Maisgluten oder Maiskleber Kaum verdauliches Nebenerzeugnis
der Maisstärkegewinnung, besteht aus Kleie und Kleber und enthält viel unverdauliches Protein.
Kommt vor allem in der Rinderzucht zum Einsatz.
Starke Belastung der Niere und Leber,
da es Durchfall verhindert und dadurch unverwertbare Stoffe, als auch Giftstoffe
im Köper festhält.
Melasse Nebenprodukt der Zuckerherstellung.
Molkereierzeugnisse Käse, Milchpulver, Molke etc. können als Zuckerversteck dienen.
Natriumchlorid Kochsalz
Natriumpolyphophat oder Phosphate Chemisch hergestellter Stabilisator, Emulgator und Säureregulator.
Natriumsulfat, -bisulfat, -nitrit Konservierungsmittel mit schädlichen Nebenwirkungen.
Pantothensäure Vitamin B5
Pflanzliche Eiwesextrakte Abfallprodukt der pflanzlichen Ölherstellung (Sojaprodukte).
Pflanzliche Nebenerzeugnisse Gemüseabfälle, Abfälle der Ölherstellung
Propyllgalate Chemisches Antioxidationsmittel
Steht im Verdacht die Aufnahme von Eisen
zu verhindern.
Gallate insgesamt stehen im Verdacht Allergien auszulösen.
Soja Ist kostengünstig und wird daher in minderwertigem Futter oft genutzt.
Für Katzen extrem schwer verdaulich.
Zuckerrübentrockenschnitzel Nebenerzeugnis der Zuckerherstellung (Füllstoff).


Bei genauen Lesen, wird es uns Menschen schon mulmig, oder ?
Unterschied hochwertiges und minderwertiges Futter ?


Zum Beispiel :

Deklaration: 100 % aus frischem Fleisch
Bedeutung: Das Futter besteht nicht aus 100 % Fleisch, sondern das enthaltene Fleisch ist zu 100 % frisch
Deklaration: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse
Bedeutung: Hieraus kann man nicht ableiten, was eigentlich im Futter enthalten ist, die Beschreibung ist zu ungenau, nur wenn der prozentuale Anteil an Fleisch konkret angegeben ist, weiß man wie hoch der Fleischanteil tatsächlich ist.


Eine optimale Deklaration könnte so aussehen:

Zusammensetzung: 70 % Fleisch (40 % Rind, 30 % Huhn, x % Gemüse
(Gemüseart, x % Reis oder Nudeln, Mineralstoffe, Taurin
Inhaltsstoffe: Rohprotein 16 %, Rohfett 6 %, Rohasche 1,7 %, Rohfase 0,2 %, Feuchtigkeit 75 %

Den höchsten Anteil im Fertigfutter sollte immer Fleisch bestehen 
und nicht aus tierischen Nebenerzeugnissen.
Keine Vitaminzusätze, keine Farbstoffe, kein Soja, keine Konservierungsstoffe, keine EG-Zusatzstoffe, kein Zucker, wenig bis kein Getreide
Es ist generell darauf zu achten, dass das gewählte Futter
einen reinen Fleischanteil von 60% nicht unterschreitet.

Je geringer die Menge an Futter, die die Katze zur Sättigung
d. Nährstoffbedarfes benötigt, desto hochwertiger !


Bei minderwertigen Produkten liest man oftmals, 
eine „durchschnittlich große Katze (4 kg)”  benötigt täglich 425 g an Futter.
Von einem hochwertigen Futter benötigt dieselbe Katze plötzlich nur noch 156 g.
Diese Differenz  kommt durch die billigen Füllstoffe,
welche die Katze weder sättigen noch einen sinnvollen Nutzen haben zustande.
Der Grund, warum viele Katze das minderwertigere Futter bevorzugen, ist,
dass diese oft mit Geruchs- und Geschmacksstoffen, -verstärkern versetzt werden
und außerdem jede Menge Zucker zugeführt wird,
auch wenn die Futtermittelindustrie natürlich andere Argumente
für die Beliebtheit ihrer Produkte anführt.
Daran gewöhnen sich die Katzen natürlich und werden regelrecht süchtig danach.
Oftmals lehnen Katzen das hochwertiges Futter zunächst oft ab,
weil die "Suchtstoffe" darin fehlen.

 

Vorteile hochwertigen Futters
Hochwertiges Futter erscheint auf den ersten Blick teurer,
aber da die Karte viel weniger davon frißt und gesättigt ist,
wirkt es sich finanziell nicht aus.
Im Gegenteil, es kommt Sie sogar günstiger,
denn Sie sparen auch noch “am anderen Ende”.
Weil alle Inhaltsstoffe voll verdaulich sind,
haben Sie weniger Kot und somit einen geringeren Verbrauch an Katzenstreu.
Durch die Hochwertigkeit der Inhaltsstoffe haben sie keine Niere und Leber belastenden Produkte.


Der Grundstein für ein gesundes Katzenleben !


Trockenfutter
Bei alle dem, was wir gerade über Nassfutter gelesen haben,
liegt es im ersten Augenblick nahe seine Katze nur von Trockenfutter zu ernähren.
Trockenfutter hat seine Vorzüge, es ist hygienischer,
riecht nicht so stark und ist schnell zu verfüttern.
Allerdings ist die Fütterung von Trockenfutter letztlich nur in geringen Mengen
für Fleischfresser geeignet.

Trockenfutter weicht extrem von der natürlichen Nahrung der Katze ab:

Die Maus
„natürliche Ernährung“

 Trockenfutter
 

70 % Wasser
14 % Protein (hochwertiges Eiweiß aus Fleisch)
10 % Fett
1-2 % Kohlenhydrate
Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Ballaststoffe (Fell)
7-10 % Wasser
27 % Protein (minderwertiges Eiweiß aus pflanzlichen   Inhaltsstoffen und tierischen Nebenerzeugnissen)
Fett (Herkunft und Qualität unbekannt)
30-80 % Kohlenhydrate
Vitamine (synthetisch hergestellt und überdosiert)
Konservierungsmittel und viele andere chemische Zusätze

Auch bei Trockenfutter gilt nicht „umso teurer desto besser“!
Bei vielen sogenannten „Premiumfuttern“ (hier sei angemerkt,
dass jeder Futterhersteller sein Futter so benennen darf,
da es in Deutschland kein Gesetz gibt welches vorschreibt,
wann ein Katzenfutter als „Premiumfutter“ bezeichnet werden darf)
ist außer dem Preis nichts hochwertiges enthalten.

Wenn man sich die Zusammensetzung bzw. die Inhaltsstoffe der meisten Trockenfuttersorten genau anschaut stellt man fest,
dass diese hauptsächlich aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehen.
Was natürlich nicht den Bedürfnissen unserer Katzen entspricht.
Auch wenn Fleisch an erster Stelle in der Deklaration steht heißt dies nicht,
dass davon am Meisten enthalten ist.
Bei vielen Trockenfuttersorten könnte man aufgrund der hohen Anzahl
von Getreidevariationen denken, es sei für Pferde bestimmt.

Mögliche Folgen von zu viel Trockenfutter :
-     Fettleibigkeit
-     Diabetes
-     Erkrankungen der Leber
-     Erkrankung der Bauchspeicheldrüse
-     Verdauungsprobleme

Eines der größten Probleme bei der Trockenfutterfütterung
stellt der geringe Feuchtigkeitsgehalt dar.
Katzen decken ihren Wasserbedarf zu 90 % über die Nahrung ab.
Viele werden jetzt sagen „meine Katze trinkt aber viel“.
Katzen haben kein ausgeprägtes Durstgefühl, sie sind Wüstentiere
und darauf „programmiert“ ihre Flüssigkeit über die Nahrung zu sich zu nehmen,

Wasserquellen werden nur aufgesucht,
wenn es unbedingt nötig ist um eine Dehydrierung (Austrocknung) zu vermeiden.
Eine Katze müsste mindestens die 2-3 fache Menge Wasser der aufgenommen Menge Trockenfutter zu sich nehmen um auf den benötigten Feuchtigkeitsgehalt
zu kommen.

Zur Kompensation des Flüssigkeitsmangels wird der Harn stärker konzentriert, was zur Folge hat, dass die Blase wegen des geringen Harnvolumens
weniger oft entleert wird.
Zusätzlich wird in konzentriertem Harn, unterstützt durch den längeren Verbleib des Harns in der Blase,
die Bildung von Struvit- oder Oxalatsteinen (Blasen- oder Nierensteine) begünstigt.
Studien haben herausgefunden, dass der Magnesiumgehalt im Futter in Verbindung mit einer geringen Harnmenge und einem alkalischen pH-Wert des Urins,
der durch den hohen pflanzlichen Anteil im Futter entsteht, zu Struvitkristallen führt.
Daher hat man den Magnesiumgehalt im Trockenfutter drastisch gesenkt
und so besteht eine dauerhafte Unterversorgung dieses wichtigen Mineralstoffes,
die zu Mangelerscheinungen führen kann.
Ferner versucht man nun mit entsprechenden Inhaltsstoffen im Futter den Urin anzusäuern, um den pH-Wert zu senken.
Dies hat zur Folge, dass seit kurzem bei Katzen vermehrt auch Calciumoxalatsteine auftreten, die sich im sauren Milieu bilden.
Struvit- wie auch Oxalatsteine kommen häufig vor;
es gibt sogar immer öfter Katzen, die beide Formen hintereinander
oder gleichzeitig entwickeln.
Daraus resultierende Blasenentzündungen und Nierenerkrankungen
treten ebenfalls gehäuft auf.
Heutzutage geht man auf Grund von zahlreichen Studien davon aus,
dass die Fütterung von Trockenfutter, eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
und dementsprechend ein verringertes Harnvolumen
die wichtigste Rolle bei der Entstehung von Harnwegs- und Nierenerkrankungen spielt.
Trockenfutter reinigt nicht die Zähne, auch wenn das immer wieder behauptet wird.
Im Gegenteil, Stärkereste des Trockenfutters legen sich als  klebriger Belag
auf die Zähne.
Da es viele Katzen gibt, die Trockenfutter verzehren und Zahnstein entwickeln, bringen die Hersteller seit einiger Zeit
“Oral Care” Produkte auf den Markt, die dieses Problem beseitigen sollen.
Um ein richtiges Kauen zu ermöglichen, sind die Stückchen oft zu klein
und werden sogar mitunter völlig geschluckt.
Wer beobachtet, wie Katzen ein Beutetier frisst und wie lange und gründlich
sie dabei kauen, sieht sofort den Unterschied,
denn Katzen sind von Natur aus dazu geschaffen, viel größere Stücke zu kauen
als die kleinen Trockenfutterstückchen.


Für die Zahnpflege und Stärkung der Kaumuskulatur ist am Besten ein Stück saftiges Frischfleisch (KEIN Schweinefleisch) geeignet.
Manche Stubentiger müssen sich erst an solch frische und gesunde Köstlichkeiten gewöhnen und fressen es manchmal nicht sofort.
Es eignet sich hier faseriges und sehniges Fleisch (Rind, Herz, Hals etc.).
Zur Zahnreinigung allerdings weniger geeignet sind Hühnerbrust/-Filets
oder auch das selbige von der Pute, da diese Teile sehr „weich“ sind und kaum faserig oder sehnig, wobei erst durch diese Beschaffenheit des Fleisches,
durch die Reibung beim Kauen auch eine Reinigung der Zähne erfolgen kann.
Daher sollte man regelmäßig, am besten 1-2 Mal in der Woche seinen Stubentigern auch eine aus Rohfleisch bestehende Mahlzeit anbieten.
Bei dieser geringen Menge der Rohfleischfütterung ist es nicht nötig,
diesen Zusatzstoffe (Supplemente) hinzuzufügen,
dies ist erst ab einer Rohfütterung von über 20 % erforderlich.

Jede zweite Katze stirbt heutzutage an Nierenversage, daher sollte Trockenfutter nicht als Hauptnahrung auf dem Spiseplan stehen.

 

Fressgewohnheiten von Katzen

Katzen gewöhnen sich gerne an feste Zeiten, sie stellen sich darauf ein.
Katzen mögen ihr Futter frisch, gerade im Sommer sollte man schauen
das das Futter nicht zu lange steht.
Oft kommen dann Fliegen und legen Eier auf das Futter,
das sollte man dann sofort entsorgen.
Katzen werden schnell zu verwöhnten Essern
und auch zu dick wenn man sie nur mit Leckerbissen füttert.
Man sollte die Mahlzeiten abwechslungsreich und vielseitig gestalten,
vorallem für die Gesundheit der Zähne.
Die Katze mag es sauber.
Es sollte ein Futternapf für Trockenfutter bereitstehen,
ein flacher großer Teller für Naßfutter, der selbstverständlich regelmäßig gesäubert bzw. erneuert wird.
Eine große Schale mit frischem Trinkwasser darf selbstverständlich nicht fehlen, das Wasser sollte möglichst nicht direkt neben dem Futter stehen,
da es sonst oftmals nicht von den Katzen angenommen wird.
Katzen brauchen viermal soviel Eiweiß wie Hunde,
deshalb ist Hundefutter auf Dauer nicht geeignet,
da es sonst zu Mangelerscheinungen kommt.
Da Katzen Raubtiere sind benötigen sie tierisches Eiweiß.
Wenn die Katze das nicht bekommt, treten Mangelerscheinungen auf.
Deshalb sollte man nie versuchen seine Katze vegetarisch zu ernähren.



FÜTTERUNGSFEHLER & FOLGEN

Reine Fleischfütterung:
Unsere Katzen sind Fleischfresser, vertilgen ihre Beute mit Haut und Haar, Federn incl. Eingweide undDarminhalt. Dieses ausgewogene Verhältnis ist nicht gegeben,
wenn wir nur Filet anbieten.
Rohes Fleisch alleine enthält zu wenig Vitamin A und Calcium,
Eiweiß ist der einzige Energielieferant.
Der Stoffwechsel reagiert mit vermehrten Harnstoff, der die Nieren belastet.
Auf Dauer können sich viele Krankheiten entwickeln:
Entwicklungsstörungen, Harnsteinbildung, Nierenerkrankungen, Knochenveränderungen, Nachtblindheit, Störungen in der Fortpflanzung.

Minderwertiges Fleisch (zu viele Sehnen und Fettanteil) bedingt durch Mangel
an essentiellen Aminosäuren kann zu Appetitlosigkeit, Wachstumsverzögerungen,
sowie Teilnahmslosigkeit führen,
bis hin zur Futterverweigerung. Oftmals wirkt das Fell des Tieres, struppig
und glanzlos.

Die Fütterung von zu viel roher Leber (mehr als 100/150 Gramm pro Woche) ,
führt aufgrund zu reichlichem Vitamin A zu Leberdegeneration,
Knochen-Neubildungen, sowie Versteifungen der Halswirbelsäule.

Essensreste können durch Vitamin- und Eiweißmangel und/oder zuviel Salz,
unverträgliche Gewürze und Geschmacksverstärker etc., zu Appetitlosigkeit, Gelenkstarre, das Sehvermögen stören, Verdauung schädigen,
Durchfall und Störungen im Wachstum führen.
Möglicherweise enthaltene Konservierungsmittel können Giftwirkung wie :
Muskelzittern, gestörte Bewegungen und Blindheit auslösen.

Milch ist kein Getränk, sondern Nahrung, enthält viel Milchzucker (Lactose),
der von den Verdauungsfermenten der Katze nur unvollständig gespalten
werden kann.
Dabei kann es durchaus zu schweren Durchfällen kommen.
Es gibt aber auch eine speziell aufbereitete Milch für Katzen.

                 Niemals zu kaltes Futter anbieten !


Es führt zu Darmentzündungen, Durchfall, Magenproblemen, Erbrechen
und Bauchkrämpfe, dadurch entsteht ein enormen Energieverlust,
besonders junge und alte Katzen sind besonders gefährdert.


Eine einseitige Fütterung schadet ebenfalls.

Fütterungsfehler schwächen auf jeden Fall, die Gesundheit,
können irreparable Schäden anrichten, stören Entwicklung und Wachstum,
vermindern die Leistungsfähigkeit und damit auch die Widerstandskraft.
Das Immunsystem der Katze wird anfälliger gegenüber Infektionskrankheiten.

Vorsicht, auch mit infizierten Futterplätzen.

Ein verdreckter Futterplatz, verklebte Näpfe, die stes gefüllt werden,
aber unzureichend ausgewechselt
(oder nur mit Küchenkrepp ausgewischt) werden, sind wahre Bakterienherde
und jede Fliege nutzt diesen idealen Ort zur Eierablage
Leider ist dieses Problem häufiger zu beobachten,

wobei auffallend oft über eine gewisse Neigung zu Magen+Darm- oder andere Infektionen geklagt wird und die Katzen keinen gesunden Endruck machen.



Futterspezialisten, sofern körperlich gesund,kann die seelische Balance fehlen.
Veränderungen können extrem auf den Magen schlagen.
Etliche Dinge könen den Stubentiger aus dem Gleichgewicht bringen,
auch Streitigkeiten im Umfeld.
Liebesentzug, Kleinigkeiten, denen wir zu wenig Bedeutung beimessen,
an denen sich die Katze aber festgehalten hat.


 

Bei älteren, mäkeligen Katzen läßt das Geruchs- und Geschmacksempfinden nach,
Proteine und Fett sind Geschmacksträger (Fisch, Fleisch, hochwertiges Öl)
und jede Mahlzeit kann somit ergänzt werden.
Vitaminpräparate nur nach vorheriger Absprache mit dem Tierarzt ergänzen.

Wird wenigeTage gut gefressen und dann das Futter strikt verweigert,
obwohl die Katze trotzdem guter Dinge ist (und der Tierarzt, nichts gefunden hat), kann das an einer Störung im Eisenhaushalt liegen.


FERRUM METALLICUM D5, 3 Mal täglich kann, die Lage bessern.

Besteht Interesse, sobald die Fütterungszeit ansteht, nimmt das Tier,
dann nur 2 Bissen und geht wieder, ekelt sich?
Dann bitte Abklärung durch den Tierarzt, incl. Leberkontrolle.


Einmalige Gabe LYCOPODIUM D30 ist zu empfehlen.

Bei Abmagerung ohne feststellbaren Grund nach Tierarztkontrolle,
3 Mal täglich CONDURANGO D3 für ca. zwei Wochen.


Bei nicht so ausgeprägten Symptomen, können ABROTANUM D3
und FERRUM PHOSPHORICUM D6, beides 3 Mal täglich
,
schlechten Fressern (besonders wenn das Tier, ein bisschen kümmerlich wirkt) helfen

BITTE auf Mäuse & Eintagsküken verzichten,
es handelt sich dabei nicht um Alleinnahrung
und bringt viele Infektionsquellen mit sich.


Das heutige Internet macht eine Lieferung ins Haus möglich.
VORSICHT !
Wenn die Kühlkette unterbrochen wurde! Gilt für alle Rohlieferungen.

Und was ist mit Katzen?
Wie ernährt man die richtig?

Mit freundlicher Genmigung vom 17.02.2016  © Kleintierpraxis Ralph Rückert
www.tierarzt-rueckert.de

 

15.06.2013
Von Ralph Rückert, Tierarzt

Nach drei langen Artikeln über die Ernährung des Hundes müssen wir uns auch mal kurz um die Katzen kümmern, und zwar wirklich kurz,
denn bei der Katze gibt es deutlich weniger offene Fragen als beim Hund.

Im Gegensatz zum Hund, den wir inzwischen als funktionellen Allesfresser mit großer Fleischvorliebe
bezeichnen können, ist die Katze ganz klar und ohne jeden Zweifel ein strikter Fleischfresser.
Dazu kommt eine hochgradige Beute-Spezialisierung auf Kleinsäuger
und - in viel geringerem Maß - Vögel, Reptilien und Insekten.

Dementsprechend sind die Anforderungen der Hauskatzen an ihre Nahrung im Gegensatz zum Hund
hochgradig inflexibel.
In anderen Worten: Katzen haben null Toleranz für irgendwelche Abweichungen,
und sei es auch nur kurzfristig.
Als Beispiel mag uns dienen, dass erst 1987 entdeckt wurde,
dass eine bis dahin sehr häufig auftretende und schwerwiegende Herzerkrankung,
die dilatative Cardiomyopathie (DCM), dadurch ausgelöst wurde,
dass die für Katzen essentielle (unverzichtbare) Aminosäure Taurin dem Fertigfutter
in nicht ausreichendem Ausmaß hinzugefügt worden war.

Ähnlich ist wohl die Situation bezüglich der heutzutage sehr häufig anzutreffenden Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), nur dass wir da noch nicht wissen, wo genau der Fehler liegt.
Es steht aber ganz klar der Verdacht im Raum, dass Fertigfutter, bzw. einer seiner Anteile,
eine Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen könnte.
Hierzu eine Insider-Info:
Ich persönlich versuche bei meinen Katzen im Moment Nassfutter aus Dosen mit durchgenieteten Aufreißringen am Deckel zu vermeiden.
Aber Vorsicht:
Das kann sich absolut als Ente herausstellen!
Ich habe da nur indirekt aus der Forschung etwas läuten gehört.
Ist ja kein großes Problem, bis zur Klärung auf Nassfutter aus Frischebeuteln auszuweichen.

Wir dürfen uns nichts vormachen:
Die ideale Mahlzeit für eine Hauskatze ist und bleibt eine fangfrische Maus.
Freigänger-Katzen haben die Möglichkeit, die von ihren Besitzern angebotene Nahrung entsprechend zu ergänzen, während Katzen in reiner Wohnungshaltung auf Gedeih und Verderb das fressen müssen,
was wir ihnen vorsetzen.
Da es meines Wissens keine Dosen mit eingemachten Mäusen gibt,
werden wir und unsere Katzen wohl oder übel Kompromisse eingehen müssen.
Es gibt viele Kritikpunkte an der Zusammensetzung von Katzen-Fertigfutter,
unter anderem den meist viel zu hohen Kohlenhydratanteil.
Nichtsdestotrotz werden die meisten von Ihnen um Fertigfutter nicht herumkommen,
denn eine selbst zusammengestellte Futterration für die Katze korrekt hinzubekommen
ist bei weitem schwieriger als beim Hund.
Es geht, dafür gibt es genug Beispiele, aber es ist mit einem Aufwand verbunden, der diesen Weg
für die meisten von uns unmöglich macht.
Wer es trotzdem angehen möchte, muss sich unbedingt gründlichst einlesen und informieren.
Ein Ausweg aus der speziell das Trockenfutter betreffenden Misere mit viel zu viel Kohlenhydraten
kann die Rohfleischfütterung allemal sein.
Was übrigens im Gegensatz zum Hund gar nicht geht: Vegetarische oder gar vegane Ernährung!
Die Katze ist und bleibt ein echter Fleischfresser.

Damit wir uns aber nicht falsch verstehen:
Die durchschnittliche Lebensspanne der Fertigfutter fressenden Katzen hat seit der Entdeckung
des Taurin-Fehlers Ende der 80er deutlich zugenommen.
So ganz verkehrt kann diese Ernährungsform also nicht sein.
Noch ein paar Tipps zur Optimierung:
Füttern Sie gesunden Katzen nicht nur eine, sondern mehrere Sorten Fertigfutter in Rotation,
so dass sich die Tiere nie komplett an ein Futter gewöhnen.
Das hat zwei entscheidende Vorteile:
Zum einen sind die Katzen an häufige Futterwechsel gewöhnt,
so dass eine später einmal krankheitsbedingt vielleicht notwendig werdende Umstellung auf ein medizinisches Diätfuttermittel leichter akzeptiert wird, zum anderen werden in den einzelnen Futtermitteln
eventuell vorhandene Defizite an essentiellen Inhaltsstoffen durch andere Sorten wieder ausgeglichen.
Verwenden Sie bei Katzen in reiner Wohnungshaltung möglichst vorwiegend Nassfutter,
da es für einen deutlich besseren Flüssigkeitshaushalt sorgt als Trockenfutter.
Außerdem ist die Energiedichte geringer und damit die Gewichtskontrolle besser möglich.
Bei Katzen, die trotz aller Bemühungen Trockenfutter bevorzugen,
sollten in der Wohnung mehrere Wasserquellen zur Verfügung stehen,
da auch dies zu einer deutlich verbesserten Wasseraufnahme führt. Katzen, die Freigang haben,
sollten ausreichend mit Futter versorgt werden, damit sie nicht zur Deckung ihres Energiebedarfs auf die Jagd angewiesen sind.
Dies ist unter anderem wichtig zur Schonung der Singvögel.
Werden aber Mäuse gefangen und auch verzehrt, ist das nur wünschenswert.
Allerdings: Zum Schutz der Gesundheit der mit der Katze in Kontakt stehenden Menschen
ist dann einmal monatlich Entwurmen oder eine Kotuntersuchung dringend angesagt.

Katzen sind entsprechend ihrer Spezialisierung auf kleine Beutetiere sogenannte Snack-Fresser.
Frei laufende und für ihre Ernährung selbst zuständige Katzen fressen zehn bis zwanzig Mal am Tag.
Verabreichen Sie also Fertigfutter möglichst in vielen kleinen Portionen.
Sollten Sie im Rahmen Ihres Arbeitsalltages länger nicht zu Hause sein,
verstecken Sie winzige Trockenfutter-Portionen an vielen verschiedenen Stellen.
Das sorgt dafür, dass die Katze etwas tun muss, um an Futter zu kommen, und somit auch für Unterhaltung.

Bitte niemals kohlenhydratlastige Nahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Flocken
oder ähnliches dem Fertigfutter zumischen.
Damit würde der in den meisten Futtermitteln sowieso zu hohe Kohlenhydratanteil endgültig zu viel.
Katzen fressen nach neuesten Untersuchungen so lange, bis sie eine bestimmte Menge an Protein aufgenommen haben, völlig egal, wie viele Kohlenhydrate da mit dranhängen.
Ein zu hoher Kohlenhydratanteil ist demzufolge ein Garant für schnelles Übergewicht
und eine Fülle anderer Probleme.

Apropos Übergewicht:
Die Allesfresser und Großwildjäger Mensch und Hund sind auf längere Hunger- oder Mangelperioden physiologisch bestens vorbereitet.
Katzen dagegen dürfen auf keinen Fall hungern,
denn dabei kann es sehr schnell zu einem nur sehr schwer behandelbaren Leberversagen kommen.
Also: Keine Crash-Diäten für übergewichtige Katzen!

Übrigens: Trockenfutter trägt nicht wesentlich zur Gesunderhaltung des Katzengebisses bei.
Die von der Natur vorgesehene Zahnbürste der Katze ist die Maus.
Da speziell Wohnungskatzen keinen Zugang zu ihren Zahnbürsten haben,
ist hier dem Zahnzustand deutlich erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen.
Kaum eine Wohnungskatze, die nicht mindestens einmal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt benötigt, um sich nicht extrem unangenehme Gebisserkrankungen zuzuziehen.
Hier sei aber noch einmal auf die zwar aufwändige, aber mögliche Ernährung mit Rohfleisch hingewiesen,
die nach meinem Verständnis auch einen positiven Einfluss auf die Zahngesundheit haben müsste,
was ich aber nicht durch entsprechende Untersuchungen belegen kann.

Bleiben Sie uns gewogen, bis bald, Ihr

Ralph Rückert

Mit freundlicher Genmigung vom 17.02.2016 

© Kleintierpraxis Ralph Rückert, Bei den Quellen 16, 89077 Ulm / Söflingen

WASSER = LEBENSELIXIER

Der Wasserhaushalt der Katze unterliegt einem besonderen Mechanismus,
der mit ihrer Steppenabstammung erklärt wird.
Davon hängt das Überleben von der Fähigkeit ab, Wasser rationell zu konservieren.
In der Niere werden maximale Wassermengen rück-resorbiert
und dem Organismus wieder zur Verfügung gestellt.
Die Katze, ca. 5 kg schwer, nimmt etwa 30ml bis 80 ml pro Tag zu sich,
je nachdem eben, was verspeist wurde.
Feuchtfutter enthält zwischen ca.d 70% gebundenes Wasser,
wodurch der Bedarf zu etwa 90% gedeckt ist.
Das restliche Wasser ergibt sich aus den Stoffwechselprozessen.
Bei Tieren, die viel Fertignahrung ( feucht) erhalten,
entsteht mitunter der Eindruck, sie würden zu kaum oder gar nichts trinken.
.

Bei Magen-/Darmproblemen, wie Erbrechen und Durchfall) ,
ist der Wasserhaushalt bereits gestört und Trinken enorm wichtig.
Der Wasserbedarf von jungen Katzen ( 80ml/kg Körpergewicht )
ist doppelt so hoch, wie bei der erwachsenen Katze.

Vorsicht bei Trockenfutterfütterung ( max. 10% Wassergehalt) über längere Zeit
wird fehlende Flüssigkeit im Körper nicht durch entsprechend vermehrtes Trinken ausgleichen, sondern durch erhöhte Rückresorption in den Nieren.
DAS ist gefährlich !
Ddie Konzentration des Harns steigert sich und die Gefahr einer Harnsteinbildung
wird größer.

Wassertemperatur niemals zu kalt anbieten, täglich frisch und mehrfach wechseln,
länger stehendes Wasser fördert die Bakterienbildung.
Wasser- und Futternapf weit auseinander aufzustellen, Raubkatzen fressen niemals an Wasserstellen, nicht in der Nähe vom Katzenklo stellen.
Nur Keramiknapf & teller verwenden, kein Edelstahl, kein Kunststoff.

.

Bei der Aufzucht von Katzenbabys :

Bei Futterumstellung von Muttermilch auf erste feste Nahrung,
kann es zu Durchfall kommen,
lässt sich der sensible Verdauungstrakt durch den Zusatz von Wasser
– ohne jeglichenZusatz,
sonstiger Unterstützung und auch nicht in Form von Milchbrei


NUR reines Wasser – leicht wieder beruhigen.



Sämtliche auf diesen Internetseiten angebotenen Bilder und Texte
unterliegen dem Copyright der www.of-loveliness.de Homepage

 

INFOS VON A-Z